Wearables, Frauengesundheit

Wearables für Frauengesundheit: Neue Ringe tracken Zyklus und Hormone

25.06.2026 - 02:01:07 | boerse-global.de

RingConn Gen 3 und Apple Health-Updates erfassen Zyklusphasen und Wechseljahre. Oura und Samsung forcieren klinische Anwendungen.

Neue Smart Rings und iOS 27: Wearables tracken Frauengesundheit detailliert
Wearables - Ein eleganter, futuristischer Smart Ring an einem Frauenfinger, der subtil mit Datenvisualisierungen leuchtet. Im Hintergrund eine verschwommene klinische Umgebung. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Im Juni 2026 bringen Hersteller neue Modelle und Updates auf den Markt, die Zyklusphasen, Hormonumstellungen und Stoffwechselparameter präzise tracken.

Leichtere Ringe mit mehr Funktionen

Der im Juni vorgestellte RingConn Gen 3 wiegt nur 2,5 bis 3,5 Gramm und hält bis zu 14 Tage durch. Das Gerät erfasst die Menstruations-, Follikel-, Eisprung- und Lutealphase. Zusätzlich misst es den Blutdruck rund um die Uhr – ganz ohne Manschette.

Auch in Japan startete am 23. Juni 2026 der Verkauf des issin Smart Recovery Ring. Das Wearable wiegt rund 3 Gramm und trackt neben Schlaf und Stress auch spezifische Frauengesundheitsdaten.

iOS 27 bringt Tracking für die Wechseljahre

Apple rüstet seine Health-App für die Perimenopause auf. Ab Juli 2026 startet eine öffentliche Beta-Phase des neuen Features. Es richtet sich an Nutzerinnen ab 40 Jahren und analysiert Zyklusdaten über sechs Monate.

Begleitend dazu führt Apple das Fitnessprogramm „Strong Through Menopause“ ein. Es läuft über drei Wochen und geht auf die körperlichen Anforderungen dieser Lebensphase ein. KI-gestützte Funktionen wie die Lebensmittelerkennung per Kamera sollen zusätzlich das Ernährungsmanagement unterstützen.

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Wearables treffen auf Medikamente

Oura und LillyDirect gaben am 23. Juni 2026 eine Kooperation bekannt. Sie richtet sich an Patienten, die GLP-1-Therapien erhalten. Über die Hälfte der Oura-Mitglieder ist laut Unternehmen von Übergewicht oder Adipositas betroffen.

Die neuen „GLP-1 Insights“ helfen dabei, die Auswirkungen der Therapie auf den Körper zu verstehen. Ein automatisierter Datenaustausch zwischen den Partnern findet allerdings nicht statt.

Auch Samsung treibt die klinische Forschung voran. Seit Juni 2026 arbeiten die Südkoreaner mit dem Unternehmen Alcedis zusammen. Ziel ist es, Daten der Galaxy Watch – etwa zur Körperzusammensetzung, Schlafapnoe oder Vorhofflimmern – in klinische Studien zu integrieren.

Experten fordern bessere Datenbasis für Frauen

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Trotz aller Fortschritte gibt es noch Lücken. Bei einer Fachveranstaltung zur gendersensiblen Medizin am 22. Juni 2026 in Berlin betonten Vertreter des BVMed und der Kanzlei Taylor Wessing die Notwendigkeit besserer Daten.

Frauen seien in klinischen Gesundheitsdaten unterrepräsentiert. Ein Beispiel: Für beide Geschlechter gelten identische Blutdruckgrenzwerte. Digitale Gesetze wie das Gesundheitsdatennutzungsgesetz (GDNG) und der europäische Gesundheitsdatenraum (EHDS) sollen hier Abhilfe schaffen – und die Chancen der FemTech-Branche für eine ganzheitliche Versorgung nutzen.

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