Wechseljahre, Omega-3

Wechseljahre: Omega-3, Magnesium und Vitamin D schĂŒtzen gezielt

26.06.2026 - 21:41:34 | boerse-global.de

Fachleute betonen die Bedeutung von MikronÀhrstoffen und Protein in den Wechseljahren. Neue Medikamentenstudien zeigen positive Effekte auf Gewicht und Wohlbefinden.

Lebensmitte: Neue Studien zu ErnĂ€hrung und Gesundheit fĂŒr Frauen
Wechseljahre - Gruppe von Frauen mittleren Alters, die in einer modernen KĂŒche gesunde Mahlzeiten zubereiten, mit frischen Zutaten im Vordergrund. 26.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Die Lebenserwartung in Deutschland ist historisch gestiegen – und damit rĂŒcken Gesundheit und ErnĂ€hrung in dieser Phase in den Fokus von Wissenschaft und Wirtschaft. Vor allem Frauen in den Wechseljahren und Ă€ltere ErwerbstĂ€tige profitieren von einer gezielten NĂ€hrstoffversorgung.

MikronÀhrstoffe: Was in den Wechseljahren wirklich zÀhlt

Magnesium, Omega-3-FettsĂ€uren und die Kombination aus Vitamin D3 und K2 – das sind laut Fachleuten die zentralen Bausteine fĂŒr die Gesundheit wĂ€hrend der hormonellen Umstellung. Omega-3 (EPA/DHA) in einer Dosierung von 250 bis 500 Milligramm pro Tag unterstĂŒtzt demnach Gehirn und Herz. Magnesium (300 bis 400 mg tĂ€glich) hilft bei Stress und Schlafstörungen. Vitamin D3 und K2 fördern Knochendichte und Herz-Kreislauf-Gesundheit – hier liegen die Richtwerte bei 800 bis 2000 IE pro Tag.

Protein: Die offiziellen Empfehlungen reichen nicht

Dr. Chris Macdonald von der University of Cambridge stellt die gĂ€ngigen Eiweißempfehlungen infrage. Sein im Juni veröffentlichter Übersichtsbeitrag zeigt: Die offiziellen Werte verhindern zwar Mangelerscheinungen – sie bilden aber nicht den optimalen Bedarf fĂŒr aktive Menschen, Schwangere oder Ältere ab.

Eine individuell angepasste, höhere Proteinzufuhr könne dem natĂŒrlichen Muskelschwund im Alter entgegenwirken. Und das funktioniert auch mit rein pflanzlicher ErnĂ€hrung. Wer seine Gewohnheiten in der Lebensmitte anpasst, sichert sich lĂ€nger MobilitĂ€t und LebensqualitĂ€t.

Medikamente gegen Übergewicht: Neue Daten aus der Menopause

Anzeige

Rund neun Millionen Frauen zwischen 45 und 64 Jahren sind erwerbstĂ€tig – und erleben die Wechseljahre im Job. Hitzewallungen, Erschöpfung und Schlafstörungen belasten den Alltag. Mit der richtigen MikronĂ€hrstoff-Strategie können Sie gezielt gegensteuern. Jetzt kostenlosen Guide mit Checkliste sichern

Auf dem europĂ€ischen Adipositas-Kongress (ECO 2026) wurden im Juni Ergebnisse zur medikamentösen Therapie bei Frauen in den Wechseljahren vorgestellt. Eine Studie zu Semaglutid belegt signifikante Gewichtsabnahmen bei Patientinnen mit Übergewicht oder Adipositas.

Doch die Wirkung geht weiter: Die Daten zeigen auch ein verringertes Risiko fĂŒr MigrĂ€ne, Depressionen und Herz-Kreislauf-Ereignisse. Hormonelle VerĂ€nderungen in der Menopause beeinflussen den Stoffwechsel massiv – und erfordern offenbar spezifische therapeutische AnsĂ€tze.

Kneipp fĂŒr die Lebensmitte: Ein altes Konzept wird neu erforscht

Neben der stofflichen Versorgung rĂŒcken prĂ€ventive AnsĂ€tze wieder in den Fokus. In Bad Wörishofen untersucht ein aktuelles Projekt die Wirkung eines Kursettings auf prĂ€menopausale und menopausale Beschwerden. Schulleiter Michael Dodel setzt dabei auf die fĂŒnf SĂ€ulen nach Kneipp: Wasser, Bewegung, ErnĂ€hrung, Heilpflanzen und Lebensordnung. Ziel ist es, die Effekte auf physische und psychosoziale Belastungen wissenschaftlich zu belegen.

Der Arbeitsplatz: Neun Millionen Frauen sind betroffen

Anzeige

Die offiziellen Eiweißempfehlungen reichen oft nicht aus – das zeigt ein aktueller Übersichtsbeitrag von Dr. Chris Macdonald. Wer in der Lebensmitte seine ErnĂ€hrung anpasst, kann Muskelschwund und Knochendichteverlust aktiv entgegenwirken. ErnĂ€hrungsplan fĂŒr die Wechseljahre jetzt anfordern

Rund neun Millionen Frauen zwischen 45 und 64 Jahren sind in Deutschland erwerbstĂ€tig – und erleben die Wechseljahre wĂ€hrend ihrer BerufstĂ€tigkeit. Doch die UnterstĂŒtzung fehlt oft: 35 Prozent der betroffenen Frauen fĂŒhlen sich am Arbeitsplatz nicht ausreichend unterstĂŒtzt. Hitzewallungen, Erschöpfung und Schlafstörungen sind die hĂ€ufigsten Belastungen.

Die Forderung ist klar: offenere Kommunikation, flexiblere Arbeitsmodelle und bauliche Anpassungen wie klimatisierte RÀume. Nur so bleibt die LeistungsfÀhigkeit in dieser Lebensphase erhalten.

de | wissenschaft | 69635717 |