Klimawandel, Meeresfischen

Klimawandel verÀndert Verbreitung von Meeresfischen

12.06.2025 - 12:08:33

Welche Fische kommen in Nord- und Ostsee vor? Das verÀndert sich gerade stark - durch den Klimawandel. Eine besondere Art gilt erstmals als ausgestorben.

  • Die Kabeljau-BestĂ€nde gehen aufgrund der KlimaerwĂ€rmung zurĂŒck (Archivbild). - Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

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  • Zwei leblose KurzschnĂ€uzige Seepferdchen aus dem Wattenmeer. - Foto: Peter Kuchenbuch-Hanken/dpa

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  • Ein junger sĂŒdlicher Stechrochen im Tierpark Hagenbeck in Hamburg - Foto: picture alliance / dpa

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Die Kabeljau-BestĂ€nde gehen aufgrund der KlimaerwĂ€rmung zurĂŒck (Archivbild). - Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpaZwei leblose KurzschnĂ€uzige Seepferdchen aus dem Wattenmeer. - Foto: Peter Kuchenbuch-Hanken/dpaEin junger sĂŒdlicher Stechrochen im Tierpark Hagenbeck in Hamburg - Foto: picture alliance / dpa

Der Klimawandel verĂ€ndert die Verbreitung von Meeresfischen in der Nord- und Ostsee. Wie das Bundesamt fĂŒr Naturschutz (BfN) in Bonn mitteilte, hat in den letzten 20 Jahren etwa der Bestand des kĂ€lteliebenden Kabeljaus stark abgenommen, wĂ€hrend der Wolfsbarsch, der wĂ€rmeres Wasser bevorzugt, deutlich hĂ€ufiger vorkommt. Auch das einzige in deutschen Meeresgebieten vorkommende Seepferdchen, das sehr seltene KurzschnĂ€uzige Seepferdchen, werde in letzter Zeit an der deutschen NordseekĂŒste öfter beobachtet. 

Das Bundesamt veröffentlichte nun eine aktualisierte Rote Liste der Meeresfische. «Es ist erfreulich, dass die Anzahl bestandsgefĂ€hrdeter Arten in der neuen Roten Liste der Meeresfische leicht zurĂŒckgegangen ist», sagte BfN-PrĂ€sidentin Sabine Riewenherm. Die starke Nutzung von Nord- und Ostsee wirke sich jedoch weiterhin kritisch auf die Fischpopulationen aus. 

Der Stechrochen gilt erstmals als ausgestorben

So sei etwa der Hundshai mittlerweile vom Aussterben bedroht und der EuropĂ€ische Aal noch immer stark gefĂ€hrdet. Der Stechrochen gelte in den GewĂ€ssern erstmals als ausgestorben. «Darum sind wirksame Schutzgebiete und die Wiederherstellung von LebensrĂ€umen in der Nord- und Ostsee, aber auch in den Flusseinzugsgebieten von großer Bedeutung», sagte Riewenherm. Das BfN setze sich weiter dafĂŒr ein, bestehende Schutzgebiete zu stĂ€rken und streng geschĂŒtzte Bereiche einzurichten. Wichtig sei außerdem ein nachhaltiges und ökosystemvertrĂ€gliches Fischereimanagement.

Auf der Roten Liste werden alle 105 Arten, die in den deutschen Meeresgebieten von Nord- und Ostsee etabliert sind, bewertet. Insgesamt sind zehn Arten als bestandsgefÀhrdet eingestuft, darunter sind zwei Arten vom Aussterben bedroht, nÀmlich Hundshai und Kleiner Scheibenbauch, und sechs Arten, darunter der Dornhai und der Seehecht, stark gefÀhrdet. Insgesamt gelten derzeit 67 Arten - knapp 64 Prozent - als ungefÀhrdet. Die bundesweiten Roten Listen werden vom BfN herausgegeben und in dessen Auftrag vom Rote-Liste-Zentrum (RLZ) koordiniert.

@ dpa.de