WHO, Licht

WHO gibt grĂŒnes Licht fĂŒr schnelleren Mpox-Test

04.10.2024 - 10:43:11

Wenn mehr Menschen in Afrika auf Mpox getestet werden, wÀre es leichter, die Ausbreitung einzudÀmmen, sagt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Das Testen wird jetzt einfacher.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erstmals eine Notfallzulassung fĂŒr einen Mpox-Test erteilt. Damit können UN-Organisationen diesen Test der US-Firma Abbott Molecular kaufen, um ihn in betroffenen LĂ€ndern und Regionen zu verteilen. Mit dem Test kann das Mpox-Virus schneller und einfacher nachgewiesen werden als bisher. 

Wenn mehr Menschen auf das Virus getestet wĂŒrden, könnten auch schneller Maßnahmen umgesetzt werden, um die Ausbreitung einzudĂ€mmen, erklĂ€rte die WHO. Die Krankheit Mpox hieß frĂŒher Affenpocken. Drei weitere Firmen hĂ€tten AntrĂ€ge auf eine Notfallzulassung gestellt, so die WHO. 

In diesem Jahr sind schon mehr als 30.000 Mpox-VerdachtsfÀlle in Afrika gemeldet worden, die meisten aus der Demokratischen Republik Kongo. In NachbarlÀndern wie Burundi ist die Zahl zuletzt stark gestiegen. Dort wird aber nur in jedem dritten Fall eine Probe ins Labor gesandt, wo das Virus nachgewiesen werden kann. 

Die WHO hat wegen Mpox im August ihre höchste Alarmstufe ausgerufen, eine «gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite» (PHEIC). Das soll die Aufmerksamkeit auf die Notlage erhöhen und mehr Ressourcen mobilisieren, um gegen den Ausbruch anzukĂ€mpfen. In Europa, wo AusbrĂŒche 2022 gut unter Kontrolle gebracht wurden, wird die Gefahr einer neuen Ausbreitung von Mpox als gering erachtet. 

Die WHO kann eine Notfallzulassung (Emergency Use Listing) erteilen, wenn Regulierungsbehörden sich noch nicht geĂ€ußert haben. Sie testet dabei unter anderem Sicherheit und Wirksamkeit von Mitteln und Diagnostika sowie die QualitĂ€t der Herstellung. In der EU ist die EuropĂ€ische Arzneimittel-Agentur (EMA) fĂŒr Zulassungen zustĂ€ndig. LĂ€nder, die keine eigene Behörde dafĂŒr haben, verlassen sich auf die WHO-Qualifizierung. 

@ dpa.de