WhatsApp, Millionen

WhatsApp: 30 Millionen Nachrichten pro Sekunde beim WM-Finale

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 12:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

WhatsApp meldet neuen Spitzenwert im Nachrichtenverkehr während des WM-Finales. Der Meta-Konzern führt zudem Nutzernamen und erweiterte Anpassungen für Android ein.

WhatsApp knackt 30-Millionen-Nachrichten-Rekord und führt Nutzernamen ein
Modernes Android-Smartphone mit angepasster Messaging-App-Oberfläche und digitalen Datenströmen im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

30 Millionen Nachrichten pro Sekunde: WhatsApp erreichte während des WM-Finales zwischen Argentinien und Spanien einen neuen Höchstwert im globalen Nachrichtenverkehr. Gleichzeitig rollt der Meta-Konzern bedeutende Privatsphäre-Updates und erweiterte Anpassungsmöglichkeiten für Android-Nutzer aus.

Der bisherige Rekord von 29 Millionen Nachrichten pro Sekunde aus der früheren Turnierphase wurde damit übertroffen. Die enorme Nachfrage zeigt, wie sehr der Messaging-Dienst inzwischen zum digitalen Nervensystem globaler Großereignisse geworden ist.

Neue Nutzernamen: Telefonnummer bleibt optional

Seit Mitte Juli 2026 aktiviert Meta schrittweise eine Nutzername-Funktion für ausgewählte Nutzer auf Android und iOS. Statt der persönlichen Telefonnummer können Anwender künftig einen alphanumerischen Handle teilen. Die Telefonnummer bleibt zwar für die Registrierung notwendig, doch der neue Mechanismus soll den Kontaktaufbau ermöglichen, ohne sensible Daten preiszugeben.

Die Einführung erfolgt nicht ohne politische Begleitung. Indiens Ministerium für Elektronik und Informationstechnologie (MeitY) forderte im Juli 2026 eine Aussetzung des Rollouts – aus Sorge vor Cyberkriminalität und Identitätsdiebstahl. 2024 verzeichnete Indien rund 102.000 Cybercrime-Fälle, ein Anstieg um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Meta hat mehrere Sicherheitsmechanismen integriert:

  • Reservierte Kennungen: Verifizierte Konten und öffentliche Personen erhalten Priorität bei bestimmten Handles.
  • Nutzername-Schlüssel: Ein optionaler vierstelliger Sicherheitscode verhindert unerwünschte Kontaktaufnahmen.
  • Kein öffentliches Verzeichnis: Die Plattform führt keine durchsuchbare Liste von Nutzernamen – eine Massenermittlung von Konten wird so unterbunden.

Android-Nutzer dürfen Emojis bald selbst bestimmen

Technische Analysen von WhatsApp-Beta-Versionen für Android deuten auf eine baldige Neuerung hin: Nutzer könnten die sechs standardmäßigen Emoji-Reaktionen durch eigene ersetzen. Diese Funktion soll Teil von „WhatsApp Plus" werden, einem kostenpflichtigen Abomodell, das im Juni 2026 in Südafrika startete – zum Preis von umgerechnet rund 1,50 Euro pro Monat.

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Das Premium-Angebot umfasst dort derzeit erweiterte Funktionen wie eigene Designs, individuelle Klingeltöne und die Möglichkeit, bis zu 20 Chats zu fixieren. Erste Testnutzer in der Region erlebten diese Woche das Ende ihrer kostenlosen Testphase; der Dienst wechselte nun ins automatische Verlängerungsmodell.

Google-Speicher: Backup wird knapper

Am 21. Juli 2026 begann Google damit, Android-Nutzer zu informieren: WhatsApp-Backups – inklusive Chatverläufen, Medien und Anruflisten – werden künftig auf das kostenlose 15-GB-Kontingent von Google-Konten angerechnet. Nutzer haben 45 Tage Zeit, ihre Daten zu verwalten. Wird das Limit überschritten, droht die Aussetzung der Backups oder der E-Mail-Zustellung.

Parallel dazu führte WhatsApp am selben Tag die Funktion „Gruppen-Chat-Verlauf" ein. Gruppenadministratoren können damit zwischen 25 und 100 der letzten Nachrichten mit neuen Mitgliedern teilen. Die Funktion ist optional und bleibt Ende-zu-Ende-verschlüsselt – die geteilten Inhalte sind nur innerhalb der Gruppe sichtbar.

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Weltweit vernetzt: WM-Rekorde auf allen Plattformen

Die Rekordmarke von 30 Millionen Nachrichten pro Sekunde während des WM-Finales war Teil eines massiven digitalen Engagements im gesamten Meta-Universum. Über 80 Millionen Beiträge zum Turnier wurden auf Facebook geteilt. Die teilnehmenden Athleten gewannen auf Instagram gemeinsam mehr als 213 Millionen neue Follower.

Seit dem 20. Juli 2026 erweitert Meta zudem die Multi-Account-Funktion für WhatsApp Business. Unternehmer können nun zwei Profile auf einem einzigen Gerät verwalten – erreichbar über das Einstellungsmenü der App. Die Funktion soll Berufstätigen helfen, geschäftliche Kommunikation klar von privaten Nachrichten zu trennen.

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