WhatsApp-Betrug: 27 Campingplätze von Datenabfluss betroffen
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 21:25 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer an der Ostsee gelegene Campingpark Kühlungsborn warnt seine Gäste vor gezielten Phishing- und Betrugsversuchen über den Kurznachrichtendienst WhatsApp.
Kriminelle kontaktieren Kunden dabei unter Verwendung authentischer Buchungsdaten und versuchen, sie zur Bestätigung bestehender Reservierungen oder zur Eingabe vertraulicher Zahlungsdaten zu bewegen. Da die Angreifer über reale Informationen zu den geplanten Aufenthalten verfügen, wirken die Nachrichten für Urlauber täuschend echt.
Wie der Campingpark mitteilte, wurde der Sicherheitsvorfall am 28. Oktober 2026 bekannt. Ursache für den Datendiebstahl war demnach eine Sicherheitslücke bei einem externen Software-Dienstleister. Die Angreifer nutzten dabei offenbar eine Schwachstelle über einen Gastzugang des Systems aus, um auf sensible Datenbanken zuzugreifen.
Mehrere Ferienanlagen von Datenabfluss betroffen
Der Vorfall beschränkt sich nicht allein auf die Anlage an der Ostseeküste. Insgesamt sind 27 Campingplätze von der Sicherheitslücke des Dienstleisters betroffen. Weder der Name des IT-Dienstleisters noch die Gesamtzahl der potenziell betroffenen Gäste wurden bislang öffentlich benannt.
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Die von den Kriminellen möglicherweise erbeuteten Daten umfassen ein breites Spektrum an personenbezogenen Informationen und Reisedetails. Nach aktuellem Stand könnten Namen, postalische Anschriften, Telefonnummern und E-Mail-Adressen abgegriffen worden sein.
Zudem gelangten Unbefugte möglicherweise in den Besitz von Buchungsnummern, Rechnungsbeträgen sowie Autokennzeichen der registrierten Gäste. Das Vorhandensein dieser konkreten Rechnungs- und Buchungsangaben ermöglicht es den Betrügern, personalisierte und glaubwürdig erscheinende Nachrichten zu verfassen.
Reservierungen bleiben bestehen
Der Campingpark Kühlungsborn stellte klar, dass alle bestehenden Reservierungen trotz des Vorfalls uneingeschränkt gültig bleiben. Das Unternehmen betonte zudem, dass die offizielle Kommunikation mit den Gästen ausschließlich per E-Mail abgewickelt wird und der Park für organisatorische Rückfragen oder Buchungsbestätigungen grundsätzlich keine Nachrichten über WhatsApp versendet.
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Gästen, die verdächtige Aufforderungen erhalten, wird zur Vorsicht geraten. Wer im Zuge der betrügerischen Kontaktaufnahme bereits Zahlungen veranlasst oder Bankdaten preisgegeben hat, sollte umgehend das zuständige Kreditinstitut kontaktieren.
Der Campingpark empfiehlt betroffenen Gästen in solchen Fällen, die betroffenen Zahlungskarten unverzüglich sperren zu lassen und dafür gegebenenfalls den zentralen Sperr-Notruf unter der Rufnummer 116 116 zu nutzen.
