WhatsApp-Betrug: Polizei warnt vor gefälschten Abstimmungen und Kontodiebstahl
Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 03:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die italienische Polizei di Stato hat am 10. Oktober 2026 vor einer neuen Angriffswelle auf WhatsApp-Konten gewarnt. Kriminelle versuchen dabei, über manipulierte Abstimmungsaufrufe für angebliche Online- oder Tanzwettbewerbe die Konten von Nutzern vollständig zu übernehmen. Über den Vorgang berichtete das Portal business.it am 11. Oktober 2026.
Tarnung durch vertraute Kontakte
Die Masche setzt gezielt auf das Vertrauen der Nutzer: Die schädlichen Nachrichten treffen scheinbar von Personen aus der eigenen Kontaktliste ein. Darin wird darum gebeten, für ein Mädchen bei einem angeblichen Tanz- oder Online-Wettbewerb abzustimmen. In der Nachricht befindet sich ein Link, der die Empfänger auf eine manipulierte Webseite weiterleitet.
Auf dieser Zielseite werden die Opfer dazu aufgefordert, ihre eigene Mobilfunknummer einzugeben. Kurz darauf sendet WhatsApp einen Registrierungscode per SMS an das Smartphone, den die Betrüger auf der gefälschten Website ebenfalls abfragen. Geben die Nutzer diesen Code ein, erhalten die Kriminellen alle notwendigen Daten, um das fremde WhatsApp-Konto auf einem anderen Gerät einzurichten und den ursprünglichen Besitzer auszusperren.
Dringende Geldforderungen an das Umfeld
Sobald die Angreifer die Kontrolle über den Account übernommen haben, nutzen sie das Profil für weitere Betrugsversuche. Die Täter schreiben die gespeicherten Kontakte der übernommenen Nummer an und bitten unter dem Vorwand einer dringenden Notlage um finanzielle Hilfe.
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Da die Nachrichten vom echten Konto des Bekannten stammen, fällt der Betrug vielen Empfängern zunächst nicht auf. Gleichzeitig verbreiten die Kriminellen den ursprünglichen Wettbewerbslink an weitere Kontakte, um die Reichweite der Kampagne auszubauen.
Empfohlene Sicherheitsmaßnahmen
Die Polizei di Stato rät Smartphone-Nutzern zu erhöhter Wachsamkeit. Links zu Wettbewerben oder Abstimmungen sollten grundsätzlich nicht geöffnet werden, selbst wenn sie von vertrauten Personen stammen.
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Zudem dürfen persönliche Telefonnummern nicht auf verdächtigen Plattformen eingetragen werden. Verifizierungs- und Registrierungscodes, die per SMS eintreffen, sollten unter keinen Umständen an Dritte weitergegeben oder auf externen Seiten eingegeben werden.
Als präventive Schutzmaßnahme empfiehlt die Behörde die Aktivierung der zweistufigen Verifizierung in den Einstellungen des Messenger-Dienstes. Durch die Vergabe einer zusätzlichen persönlichen PIN lässt sich eine unbefugte Registrierung auf fremden Endgeräten wirksam blockieren.
Sollte ein Konto dennoch kompromittiert worden sein und die WhatsApp-Sitzung plötzlich abbrechen, rät die Behörde zu schnellem Handeln: Betroffene sollten ihr persönliches Umfeld unverzüglich über alternative Kanäle wie direkte Telefonate oder SMS über den Vorfall informieren, um betrügerische Geldüberweisungen zu verhindern. Zudem kann der Vorfall bei der Polizia Postale über das Portal Commissariato di PS Online zur Anzeige gebracht werden.

