WhatsApp, Milliarden

WhatsApp: Drei Milliarden Nutzer bekommen Nutzernamen statt Telefonnummer

30.06.2026 - 02:32:59 | boerse-global.de

WhatsApp ermöglicht ab sofort die Reservierung von Nutzernamen, um die Telefonnummer zu schützen. Ein neuer Username Key und Passkeys für Android sind in Planung.

WhatsApp führt globale Nutzernamen ein: Privatsphäre-Update 2026
WhatsApp - Smartphone-Bildschirm mit WhatsApp-Chat und Fingerabdruck-Symbol für sichere Passkey-Authentifizierung. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Messaging-Dienst WhatsApp führt ab sofort globale Nutzernamen ein und arbeitet an einer neuen Passkey-Technologie für Android. Das Update markiert eine Zeitenwende für die Privatsphäre der über drei Milliarden Nutzer.

Nutzernamen für alle: Schluss mit der Telefonnummer-Pflicht

WhatsApp hat am 29. Juni 2026 die weltweite Reservierung von Nutzernamen freigeschaltet. Die Neuerung erlaubt es jedem User, einen individuellen Benutzernamen zwischen drei und 35 Zeichen zu wählen. Die entscheidende Konsequenz: Man kann künftig mit neuen Kontakten kommunizieren, ohne die eigene Telefonnummer preiszugeben.

Ein öffentliches Verzeichnis oder automatische Vorschläge für Nutzernamen wird es nicht geben – das hat der Meta-Konzern ausdrücklich bestätigt. Für Creator und Unternehmen besteht die Möglichkeit, bestehende Instagram- oder Facebook-Handles zu übernehmen. Bestimmte Namen wurden bereits für Regierungsstellen, öffentliche Persönlichkeiten und etablierte Unternehmen reserviert.

Zweite Sicherheitsebene: Der „Nutzernamen-Schlüssel"

Als zusätzliche Schutzfunktion führt WhatsApp optional den sogenannten „Username Key" ein. Diese zweite Privatsphäre-Ebene gibt Nutzern die Kontrolle darüber, wer sie erstmals kontaktieren darf. Die vollständige Einführung des Nutzernamen-Systems ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, wie Vizepräsidentin Alice Newton-Rex mitteilte.

Die schrittweise Einführung erfolgt länderspezifisch – angesichts der Nutzerbasis in 180 Ländern eine logistische Notwendigkeit. Konkurrenten wie Telegram und Signal haben Nutzernamen bereits länger im Angebot, WhatsApp setzt jedoch auf eine gestaffelte Ausrollstrategie.

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Passkey-Technologie: Passwortlose Sicherheit für Android

Parallel arbeitet WhatsApp an einer revolutionären Methode zur Geräteverknüpfung auf Android. Statt herkömmlicher Codes sollen Nutzer künftig zusätzliche Geräte per biometrischer Daten oder Geräte-Sperrbildschirm authentifizieren können. Die Funktion befindet sich noch in der Entwicklung und ist noch nicht für Beta-Tests verfügbar.

Voraussetzung: Nutzer müssen zunächst einen Passkey in ihren Kontoeinstellungen einrichten. Der Schritt folgt dem Branchentrend hin zur passwortlosen Authentifizierung. Bereits Anfang Juni wurde auf iOS 26 die Import- und Exportfunktion für Passkeys über das Credential Exchange Protocol (CXP) verfügbar – Dienste wie Google Chrome und Apple Passwords unterstützen den Wechsel. Auf Android und Windows fehlen Exportmöglichkeiten bislang.

Der Weg dorthin: Was 2026 bisher geschah

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Die aktuellen Neuerungen sind Teil einer umfassenden Update-Strategie für 2026. Bereits im Mai führte WhatsApp mit Meta AI den „Incognito Chat" ein. In Indien, einem der wichtigsten Märkte, wirbt Schauspieler Aamir Khan für die neuen Privatsphäre-Tools.

Die Reservierung von Nutzernamen läuft ab sofort weltweit. Die vollständige Integration des Systems wird in den kommenden Monaten erfolgen. Für die über drei Milliarden Nutzer bedeutet das: Die Ära der Telefonnummer als einziger Identifikator bei WhatsApp geht zu Ende.

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