WhatsApp für Android: Drei neue Stufen filtern Anrufe unbekannter Nummern
Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 18:45 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Messenger-Dienst WhatsApp arbeitet an neuen Kontrollmöglichkeiten für eingehende Telefonate von fremden Kontakten. Wie aus Berichten hervorgeht, entwickelt die Plattform für ihr Android-Betriebssystem drei neue Einstellungsoptionen, mit denen Nutzer künftig gezielter steuern können, wie die Anwendung mit Anrufen von unbekannten Rufnummern verfährt. Hauptziel dieser Erweiterung ist es, Nutzer wirksamer vor Spam und Betrugsversuchen zu schützen.
Nach Informationen des Fachportals WABetaInfo sind die neuen Wahlmöglichkeiten für die Privatsphäre-Einstellungen vorgesehen und wurden in der Beta-Version 2.26.41.4 für Android entdeckt. Das geplante System gliedert sich demnach in drei verschiedene Abstufungen.
Drei Stufen für mehr Kontrolle
In der ersten Option bleibt der Filter schlicht deaktiviert. Eingehende Anrufe werden in diesem Modus wie gewohnt signalisiert und ohne Einschränkungen direkt durchgestellt.
Die zweite Option sieht eine automatische Stummschaltung von Anrufen vor, die von nicht im Adressbuch gespeicherten Nummern eingehen. Das Telefon klingelt in diesem Fall nicht laut, der Anruf geht jedoch nicht verloren: Entsprechende Versuche bleiben sowohl in den regulären Benachrichtigungen als auch in der Anrufliste der Anwendung für den Nutzer sichtbar.
Die technisch weitreichendste Neuerung bietet die dritte Option: Hier übernimmt WhatsApp die Entgegennahme des Anrufs eigenständig. Das System fordert den Anrufer auf, das Anliegen des Kontakts zu nennen, und wandelt die gesprochene Antwort unmittelbar in ein Textprotokoll um.
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Dieses Transkript erscheint in Echtzeit auf dem Bildschirm des Angerufenen. Nutzer erhalten so die Möglichkeit, anhand des geschriebenen Textes situativ zu entscheiden, ob sie das Gespräch persönlich annehmen oder abweisen möchten, ohne vorher abheben zu müssen.
Lokale Datenverarbeitung schützt Privatsphäre
Bei der technischen Umsetzung setzt WhatsApp auf den Schutz persönlicher Daten. Die Umwandlung der Audiosignale in Text erfolgt über lokale Sprachpakete direkt auf dem Smartphone. Auf diese Weise wird verhindert, dass Audiodaten an externe Server übertragen werden müssen.
Zudem bleibt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Kommunikation durch dieses Verfahren vollständig gewahrt. Der Messenger greift dabei auf dieselbe Technologie zurück, die der Dienst bereits bei der Transkription von empfangenen Sprachnachrichten einsetzt.
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Mit dem Schritt orientiert sich WhatsApp an Entwicklungen der Konkurrenz: Apple hatte zuvor mit iOS 26 eine vergleichbare Funktion zur Vorabprüfung unbekannter Anrufe eingeführt.
Wann die neuen Filteroptionen für die breite Nutzerschaft freigeschaltet werden, steht derzeit noch nicht fest. Die Funktion befindet sich in der Entwicklung und steht gegenwärtig selbst regulären Testern der Beta-Version noch nicht zur Verfügung. Geplant ist eine schrittweise Integration über künftige Aktualisierungen der Android-App, ein offizieller Veröffentlichungszeitpunkt ist bisher nicht bekannt.
