WhatsApp-Geräte prüfen: GhostPairing kann Angreifern Zugriff auf Chats geben
Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 09:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Messenger-Dienst WhatsApp fordert Anwender dazu auf, die mit ihrem Benutzerkonto verknüpften Geräte regelmäßig zu überprüfen. Ziel der Sicherheitsmaßnahme ist es, unbefugte Zugriffe auf Konten zu unterbinden und das heimliche Ausspähen privater Nachrichten zu verhindern. Wie aktuelle Berichte betonen, sollten Anwender verdächtige oder nicht wiedererkannte Sitzungen umgehend abmelden.
Über die Multi-Geräte-Funktion des Dienstes können Nutzer neben ihrem primären Smartphone bis zu 4 zusätzliche Geräte mit einem Benutzerkonto koppeln. Seit dem Jahr 2021 arbeiten diese verknüpften Endgeräte unabhängig vom Haupttelefon, sodass Nachrichten auch dann empfangen und versendet werden können, wenn das Smartphone ausgeschaltet ist oder keine Verbindung zum Internet hat.
Risiken durch Masche des GhostPairing
Genau diese Unabhängigkeit birgt jedoch Sicherheitsrisiken, wenn Dritte Zugriff auf die Verknüpfungsfunktion erlangen. Das Sicherheitsunternehmen Gen Digital dokumentierte in diesem Zusammenhang die Angriffsmethode GhostPairing.
Wer sich mit der Sicherheit seiner Messenger-Dienste befasst, sollte auch den Schutz des gesamten Betriebssystems im Blick behalten. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 5 einfache Schritte, um Ihr Smartphone effektiv gegen Hacker und Datenmissbrauch abzusichern. 5 Schutzmaßnahmen für Android-Smartphones jetzt entdecken
Bei diesem Vorgehen werden potenzielle Opfer über manipulierte Links dazu verleitet, einen Kopplungscode einzugeben. Auf diese Weise autorisieren die Betroffenen unbemerkt das Gerät eines Angreifers, der anschließend Zugriff auf Chatverläufe erhält.
Zum Schutz vor derartigen Übergriffen rät WhatsApp dringend davon ab, fremde Kopplungs- oder Verifizierungscodes auf dem eigenen Smartphone einzugeben. Zudem sollten Nutzer Sicherheitsfunktionen wie die Zwei-Schritt-Verifizierung sowie die biometrische Authentifizierung auf ihren Endgeräten aktivieren.
Automatische Trennung bei Inaktivität
Der Dienst verfügt über integrierte Mechanismen, um verwaiste Sitzungen automatisch zu bereinigen. Verknüpfte Geräte werden nach rund 30 Tagen Inaktivität getrennt. Eine solche Trennung erfolgt laut den Berichten ebenfalls, wenn das Haupttelefon für mehr als 14 Tage inaktiv bleibt.
Neben der regelmäßigen Überprüfung verknüpfter Geräte ist die Aktualität der Software entscheidend für die digitale Sicherheit. Erfahren Sie in diesem gratis PDF-Report, wie Sie Sicherheitslücken schließen und Ihr Gerät durch die richtigen Einstellungen rund um die Uhr schützen. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber hier herunterladen
Trotz dieser automatischen Vorkehrungen empfiehlt WhatsApp die manuelle und fortlaufende Überprüfung der Geräteübersicht in den Einstellungen der Anwendung. Sollten dort unbekannte Browser, Computer oder Telefone gelistet sein, können Nutzer die Verbindung mit wenigen Handgriffen beenden und dem jeweiligen Gerät den Zugriff auf das Konto sofort entziehen.
