WhatsApp, Vertrauenshinweis

WhatsApp: Meta startet Vertrauenshinweis gegen Betrüger

25.06.2026 - 17:04:29 | boerse-global.de

WhatsApp erhält eine neue Sicherheitspause, die vor unbekannten Kontakten warnt. Parallel dazu warnen Experten vor Malware für die Desktop-Version.

Meta führt Sicherheitspause für WhatsApp ein: Schutz vor Betrug
WhatsApp - Nahaufnahme eines Smartphone-Bildschirms mit Sicherheitswarnung vor unbekanntem Kontakt, unscharfe Hände halten das Gerät. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Meta startet weltweit eine Sicherheitspause für WhatsApp, die Nutzer vor Betrug schützen soll.

Die neue Funktion warnt WhatsApp-Nutzer, bevor sie eine Unterhaltung mit einem unbekannten Kontakt beginnen. Seit dem 24. und 25. Juni 2026 rollt Meta die Aktualisierung für Android und iOS aus. Erhält ein Nutzer eine Nachricht von einer nicht im Adressbuch gespeicherten Nummer, erscheint ein spezieller Vertrauenshinweis.

Mehr Transparenz bei unbekannten Absendern

Der Sicherheitsmechanismus zeigt vor dem Eintritt in den Chat wichtige Informationen an. Dazu gehören das Herkunftsland des Absenders (basierend auf der Ländervorwahl), der aktuelle Kontaktstatus und gemeinsame Gruppen. Das Ziel: Betrügern das Zeitfenster für sofortige Interaktion nehmen.

Nutzer können die Unterhaltung fortsetzen oder abbrechen. Entscheiden sie sich für Abbruch oder Blockade, wird der Absender nicht benachrichtigt. Sicherheitsexperten von Bitdefender und WABetaInfo weisen jedoch darauf hin, dass der Schutz nicht absolut ist – er gilt nicht für bereits gespeicherte Kontakte.

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Die Entwicklung begann bereits im August 2025. Die Funktion ist Teil einer umfassenderen Anti-Betrugsstrategie, die verschiedene Sicherheitsübersichten und proaktive Warnhinweise umfasst.

Schadsoftware zielt auf Desktop-Nutzer

Parallel zu den Sicherheitsupdates warnt das Malaysia Computer Emergency Response Team (MyCERT) vor einer gefährlichen Malware-Kampagne. Sie zielt speziell auf Nutzer von WhatsApp Web und der WhatsApp Desktop-App für Windows ab.

Die Angreifer nutzen manipulierte VBScript-Dateien (.vbs), die als legitime Finanz- oder Rechtsdokumente getarnt sind. Nach der Ausführung installieren sie einen Remote Access Trojan (RAT), der Passwörter, PINs und Einmalpasswörter (OTPs) abgreifen kann. Obwohl die Kampagne schwerpunktmäßig Nutzer in Malaysia betrifft, stellt die Exploit-Methode ein allgemeines Risiko für Desktop-Messaging-Umgebungen dar.

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Sicherheitsvorfall bei französischer Regierungs-App

Die Diskussion um Messaging-Sicherheit wird durch einen schwerwiegenden Vorfall bei der französischen Regierungs-App Tchap befeuert. Die Anwendung erlitt am 7. Juni 2026 einen Sicherheitsvorfall, der durch ein gekapertes Konto mittels Social Engineering ermöglicht wurde.

Ein unbefugter Angreifer behauptet, Zugriff auf über 73.000 Konten und mehr als 640.000 Nachrichten erlangt zu haben. Hinzu kommen tausende Chaträume und rund 60.000 Mediendateien mit einem Datenvolumen von etwa 13,5 Gigabyte. Die französische Digitalbehörde DINUM stellte klar, dass der Vorfall hauptsächlich unverschlüsselte öffentliche Räume betraf. Private Chats mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung blieben demnach unberührt. Der Vorfall unterstreicht, dass selbst gesicherte Plattformen anfällig für Social-Engineering-Attacken bleiben – trotz robuster Verschlüsselungsprotokolle.

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