WhatsApp, Nutzernamen

WhatsApp: Nutzernamen statt Telefonnummer für 3 Milliarden User

01.07.2026 - 05:41:10 | boerse-global.de

WhatsApp ermöglicht Kommunikation via individueller Nutzernamen statt Telefonnummer. Optionale PIN und QR-Codes sollen Sicherheit und Datenschutz verbessern.

WhatsApp führt Nutzernamen ein: Mehr Privatsphäre für Milliarden
WhatsApp - Smartphone-Bildschirm mit WhatsApp und Benutzernamen-Feld, Symbol für neue Privatsphäre-Funktion zum Verbergen von Telefonnummern. 01.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Messaging-Dienst WhatsApp erlaubt künftig die Kommunikation über individuelle Nutzernamen. Das soll die Privatsphäre von über drei Milliarden Nutzern weltweit stärken.

Seit dem 29. Juni können WhatsApp-User ihre persönlichen Nutzernamen reservieren. Die Einführung erfolgt schrittweise und wird sich über die kommenden Monate erstrecken. Bislang mussten Nutzer ihre Telefonnummer preisgeben, um neue Kontakte zu knüpfen – ein Datenschutzproblem, das nun der Vergangenheit angehören soll.

So funktioniert das neue System

Der Nutzername kann zwischen drei und 35 Zeichen lang sein. Die Funktion ist freiwillig: Wer sie nicht nutzt, kommuniziert weiterhin über die Telefonnummer. Bestehende Kontakte sehen ohnehin weiterhin die gewohnte Nummer.

Zur einfacheren Kontaktaufnahme führt WhatsApp QR-Codes und teilbare Links ein, die mit dem Nutzernamen verknüpft sind. Ein öffentliches Verzeichnis gibt es nicht – nur wer den genauen Handle oder Link kennt, kann einen Nutzer finden. Für Prominente und Regierungsstellen hat Meta bestimmte Namen reserviert, um Identitätsdiebstahl zu verhindern.

Zusätzliche Sicherheit durch PIN

Eine weitere Neuerung: Nutzer können einen optionalen vierstelligen Zahlencode vergeben. Neue Kontakte müssen diesen PIN eingeben, bevor sie über den Nutzernamen eine Unterhaltung beginnen können. Das soll Spam und Betrugsversuche eindämmen.

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Seit dem 29. Juni können WhatsApp-Nutzer ihre Telefonnummer hinter einem individuellen Nutzernamen verbergen. Wer die Funktion Schritt für Schritt einrichten will, findet in dieser Anleitung die wichtigsten Einstellungen – von der PIN-Aktivierung bis zum Teilen von QR-Codes. Jetzt Schritt-für-Schritt-Anleitung anfordern

Mit diesem Schritt holt WhatsApp zu Konkurrenten auf. Telegram bietet Nutzernamen bereits seit 2014, Signal führte eine ähnliche Funktion im Februar 2024 ein. Meta selbst hatte die Pläne bereits Ende 2024 angekündigt.

Indien als Schlüsselmarkt

Besonders bedeutsam ist die Neuerung für Indien, wo WhatsApp rund 500 Millionen Nutzer zählt. Zur Unterstützung der Einführung startete das Unternehmen eine Kampagne mit dem bekannten Schauspieler Aamir Khan.

Die strategische Neuausrichtung fällt mit einem Führungswechsel zusammen: Kunal Shah übernahm am 22. Juni die globale Leitung der Plattform – nur eine Woche vor der offiziellen Ankündigung der Nutzernamen-Funktion.

Datenschutz zwischen Fortschritt und Kritik

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Spam und Betrugsversuche über die Telefonnummer gehören mit der neuen WhatsApp-Funktion der Vergangenheit an. Mit einem optionalen PIN-Code legen Sie fest, wer Sie über den Nutzernamen kontaktieren darf. Wie das genau funktioniert, zeigt dieser kostenlose Leitfaden. PIN-Schutz-Guide jetzt sichern

Obwohl WhatsApp die Funktion als großen Fortschritt für die Privatsphäre bewirbt, bleiben Kritiker skeptisch. Die zentrale Frage: Wie geht der Meta-Konzern mit den anfallenden Metadaten um? Zwar müssen Nutzer keine Telefonnummern mehr weitergeben – die grundsätzliche Datensammlung bleibt jedoch ein Streitpunkt.

Hinzu kommt die rechtliche Dimension: Drei aktuelle Klagen – bekannt als die Verfahren Dawson, Shirazi und Texas – werfen dem Unternehmen unerlaubten Zugriff auf Nachrichteninhalte vor. Meta-Chef Mark Zuckerberg betont dennoch, die Nutzernamen seien ein zentraler Baustein für mehr Datenschutz und Datensicherheit. Ob die Maßnahme ausreicht, um die Kritiker zu überzeugen, bleibt abzuwarten.

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