WhatsApp-Phishing: Betrüger fordern Bestätigung innerhalb 24 Stunden
Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 02:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die philippinische Botschaft hat eine Warnung vor E-Mail-Betrug herausgegeben, bei dem Kriminelle den Namen der diplomatischen Vertretung missbrauchen.
Wie aus einem Bericht hervorgeht, meldete ein philippinischer Staatsbürger im Ausland bei der Vertretung in Saipan eine angebliche Gewinnbenachrichtigung, die im Namen der Botschaft in Maskat versendet worden war. Die Behörden riefen dazu auf, sämtliche Angaben streng zu prüfen, bevor persönliche Informationen an unbekannte Absender herausgegeben werden.
Gezielte Betrugsversuche gegen Jobsuchende und Reisende
Die philippinische Botschaft in Seoul konkretisierte die Warnungen und verwies auf vermehrten Handy-Betrug in Südkorea. Dabei würden Opfer über den angeblichen Gewinn bei einer elektronischen Verlosung informiert.
Um den Gewinn zu erhalten, müssten die Betroffenen vorab Steuern oder Gebühren entrichten, woraufhin der Kontakt zu den Hintermännern unmittelbar abbreche. Weitere Varianten dieser Masche beinhalten Versprechen über Offshore-Konten oder dringende Hilfszahlungen.
Ein weiteres Feld des Identitätsmissbrauchs betrifft die Online-Anwerbung für fiktive Arbeitsstellen im Vereinigten Königreich. Hierbei würden gefälschte Ernennungsschreiben verwendet, um Jobsuchende in Korea zu täuschen.
Die Täter wiesen die Opfer an, Kontakt zu britischen Reisebüros oder Beratern aufzunehmen und Gebühren für Arbeitserlaubnisse oder Visa per Western Union zu begleichen. Die Botschaft stellte klar, dass für die rechtmäßige Beschäftigung im Vereinigten Königreich ein Sponsoring durch den Arbeitgeber erforderlich sei und keine einfache Arbeitserlaubnis in dieser Form existiere.
Phishing-Welle erreicht Behörden und Messenger-Dienste
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Neben diplomatischen Vertretungen sind auch andere offizielle Stellen und Dienstleister von Identitätsdiebstahl betroffen. Die Verbraucherzentrale und weitere Beobachter warnen vor Phishing-Mails im Namen des Messengers WhatsApp.
Nutzer werden darin aufgefordert, ihre Kontodaten innerhalb von 24 Stunden zu bestätigen, da andernfalls das Konto deaktiviert und sämtliche Nachrichten gelöscht würden. Die E-Mails verwenden Betreffzeilen wie „Whats App Konto Information“ oder „Whats App:Service Hinweis“ und führen über Links auf gefälschte Webseiten.
Auch Regionalverwaltungen stehen im Fokus. In Salzburg waren Landesbüros, darunter der Chiemseehof, Ziel konzentrierter Phishing-Angriffe. Solche Vorfälle ereignen sich laut offiziellen Angaben beinahe täglich.
Im österreichischen Bad Bleiberg kursierten zudem etwa zehn gefälschte E-Mails, die im Namen von Bürgermeister Christian Hecher versendet wurden. Die Absender baten darin um Überweisungen. Während die Signatur täuschend echt wirkte, wich die verwendete E-Mail-Adresse von der offiziellen Kennung ab.
Betrug durch falsche Beamte und IT-Support
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In Deutschland registrierten die Sicherheitsbehörden ebenfalls eine Zunahme von Betrugsdelikten durch Täuschung. Die Kreispolizeibehörde Unna warnte vor falschen Polizeibeamten in Werne und Selm. Die Täter kontaktierten gezielt ältere Menschen und täuschten Einbrüche in der Nachbarschaft vor, um Informationen über Bargeld, Wertsachen und EC-Karten inklusive Geheimnummern zu erlangen.
Ein weiterer Fall wurde aus Kranenburg gemeldet. Dort wurde ein 77-Jähriger Opfer eines falschen Microsoft-Mitarbeiters. Nach der Einblendung gefälschter Windows-Warnfenster kontaktierte der Mann eine angegebene Telefonnummer. Der Betrüger erhielt dadurch Fernzugriff auf den Laptop sowie das Online-Konto des Opfers und veranlasste die unrechtmäßige Abbuchung eines niedrigen vierstelligen Betrags.
Zudem kam es in Ubstadt-Weiher und Karlsruhe-Oberreut zu sogenannten Schockanrufen in russischer Sprache. Dabei erbeuteten die Täter jeweils fünfstellige Bargeldbeträge. Eine 86-jährige Frau übergab das Geld gegen 14.30 Uhr in der Rudolf-Breitscheid-Straße, während ein 79-jähriger Mann gegen 11.40 Uhr in der Salzbrunnenstraße Opfer der Masche wurde.
