WhatsApp-Phishing, BetrĂŒger

WhatsApp-Phishing: BetrĂŒger nutzen echte Booking.com-Daten

06.06.2026 - 22:45:06 | boerse-global.de

Neue Phishing-Welle nutzt echte Buchungsdaten von Booking.com. Polizei warnt vor Schockanrufen und falschen Mahnungen fĂŒr Solaranlagen.

Aktuelle Betrugswellen: WhatsApp-Phishing, Schockanrufe und Solar-Mahnungen
WhatsApp-Phishing - Eine Ă€ltere Hand hĂ€lt ein Smartphone mit einer verdĂ€chtigen WhatsApp-Nachricht. Im Hintergrund sind ReisebroschĂŒren verschwommen zu sehen. 06.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

WhatsApp-BetrĂŒger nutzen echte Buchungsdaten, Schockanrufe bleiben gefĂ€hrlich und falsche Mahnungen treffen Solar-Besitzer. Die Lage ist ernst.

Phishing-Welle bei Reisebuchungen via WhatsApp

Das Bundesamt fĂŒr Cybersicherheit (BACS) warnt vor einer neuen QualitĂ€t des Phishings. TĂ€ter nutzen verstĂ€rkt WhatsApp – und zwar mit echten Buchungsdaten von HotelgĂ€sten.

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Die Daten stammen von einem Hackerangriff bei Booking.com im April 2026. Damals erbeuteten Angreifer Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und AufenthaltszeitrÀume. Zahlungsdaten waren laut Unternehmen nicht betroffen.

Die aktuelle Masche baut Vertrauen auf: Die TĂ€ter drohen mit Stornierung oder locken mit angeblichen RĂŒckerstattungen. Ziel ist die Preisgabe von Kreditkartendaten. Das BACS rĂ€t: Bei unaufgeforderten Kontaktaufnahmen ĂŒber Messenger skeptisch sein – selbst wenn die Buchungsdetails stimmen.

Diskrepanz zwischen Beratungsnachfrage und Polizeistatistik

In Brandenburg verzeichnen Beratungsstellen einen Zuwachs bei Anfragen zu Enkel-Trick und Schockanrufen. Der gefĂŒhlte Anstieg spiegelt sich nicht in den offiziellen Fallzahlen wider.

Die Polizeistatistik zeigt einen deutlichen RĂŒckgang: 2020 gab es 116 FĂ€lle von Enkel-Trick oder Schockanrufen, 2025 nur noch 34. Bei falschen AmtstrĂ€gern sank die Zahl von 113 auf 74 FĂ€lle.

Trotz der statistischen Entspannung mahnt die Polizei zur Vorsicht. Bei Geldforderungen am Telefon: sofort auflegen und im Verdachtsfall den Notruf 110 wÀhlen.

GefĂ€lschte Mahnungen fĂŒr Photovoltaik-Anlagen

Eine weitere Masche zielt auf Besitzer von Photovoltaik-Anlagen. BetrĂŒger versenden gefĂ€lschte Mahnungen im Namen der Bundesnetzagentur. Gefordert werden 41,60 Euro – bei Nichtzahlung droht eine Erhöhung auf 208 Euro.

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Die FĂ€lschungen lassen sich erkennen: Der Briefkopf nennt eine „Außenstelle Sömmerda", die Telefonvorwahlen lauten 0229 oder 0223. Die echte Vorwahl der Bundesnetzagentur in Bonn ist 0228. Zudem nutzen die BetrĂŒger E-Mail-Adressen mit @mail.de – das entspricht nicht den offiziellen Kommunikationswegen.

PrĂ€vention und UnterstĂŒtzung

Die bundesweite Aktionswoche Schuldnerberatung vom 15. bis 19. Juni 2026 widmet sich dem Schutz von Verbrauchern. Organisationen wie die Caritas klĂ€ren ĂŒber betrĂŒgerische Forderungen auf. Experten betonen: Bei drohenden Zahlungsaufforderungen ist eine frĂŒhzeitige PrĂŒfung durch Fachstellen oder die Polizei entscheidend. Das kann finanzielle SchĂ€den verhindern.

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