WhatsApp, Betrugswarnung

WhatsApp testet Betrugswarnung: Schutz bleibt verschlĂŒsselt

04.06.2026 - 18:06:23 | boerse-global.de

WhatsApp arbeitet an einer neuen Sicherheitsfunktion, die verdĂ€chtige Nachrichten direkt auf dem Smartphone prĂŒft, ohne die Ende-zu-Ende-VerschlĂŒsselung zu gefĂ€hrden.

WhatsApp testet neue Betrugswarnung mit lokaler Analyse
WhatsApp - Ein Smartphone-Bildschirm zeigt eine Warnmeldung oder ein Sicherheitssymbol, mit im Hintergrund leicht verschwommenen HĂ€nden, die das Telefon halten. 04.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Sie warnt vor verdĂ€chtigen Nachrichten – und das komplett verschlĂŒsselt.

WhatsApp arbeitet an einem internen Betrugsalarm. Das zeigt eine Analyse der aktuellen Android-Beta. Die Funktion soll Warnhinweise ausgeben, wenn Nachrichten von unbekannten Kontakten verdÀchtig wirken.

Lokale Analyse schĂŒtzt die PrivatsphĂ€re

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Entscheidend: Die PrĂŒfung lĂ€uft komplett auf dem Smartphone. So bleibt die Ende-zu-Ende-VerschlĂŒsselung erhalten. Meta bekommt keinen Zugriff auf die Inhalte. In der Testphase ist die Funktion standardmĂ€ĂŸig deaktiviert. Ein Termin fĂŒr den öffentlichen Rollout steht noch nicht fest.

Deutsche besonders betroffen

Die Notwendigkeit solcher Schutzmechanismen zeigt eine aktuelle Studie von Kaspersky. Die finanziellen Folgen von Messenger-Betrug sind in Deutschland ĂŒberdurchschnittlich hoch. Weltweit liegt der Schaden pro Opfer bei rund 680 Euro. In Deutschland sind es etwa 1.180 Euro.

Besonders alarmierend: Die Angreifer agieren schnell. In 44 Prozent der FĂ€lle erbeuten sie innerhalb von 30 Minuten Geld oder Daten. Ein Großteil der Betroffenen vermutet zudem, dass Kriminelle kĂŒnstliche Intelligenz einsetzen. Branchenanalysten von CrowdStrike bestĂ€tigen diesen Trend – sie beobachten einen Anstieg KI-gestĂŒtzter Angriffe um fast 90 Prozent.

Quishing und der Abstimmungs-Trick

Doch nicht nur Textnachrichten sind gefĂ€hrlich. Die Zahl der Angriffe mit prĂ€parierten QR-Codes – sogenanntes Quishing – stieg im ersten Quartal um 146 Prozent. Allein im MĂ€rz wurden ĂŒber 18 Millionen solcher FĂ€lle registriert. Kriminelle missbrauchen dabei oft offizielle Dienste wie Google AppSheet, um Sicherheitsfilter zu umgehen.

Ein weiteres Problem: der Abstimmungs-Trick. Organisationen wie BACS warnen vor dieser Masche. Dabei werden Kontakte genutzt, deren Accounts zuvor kompromittiert wurden. Interpol schĂ€tzt die weltweiten SchĂ€den durch Cyberbetrug fĂŒr 2025 auf 442 Milliarden US-Dollar.

Google zieht nach

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Parallel zu WhatsApp kĂŒndigt Google fĂŒr Juni 2026 umfassende Sicherheitsupdates an. KernstĂŒck: eine Echtzeit-Erkennung fĂŒr betrĂŒgerische Anrufe in der Telefon-App. Das System nutzt den RCS-Standard zur Verifizierung. Kann ein Anrufer nicht eindeutig bestĂ€tigt werden, erscheint ein Warnhinweis.

Die Funktion kommt zunĂ€chst auf Pixel-GerĂ€ten und setzt mindestens Android 12 voraus. Auch hier betont Google: Die PrĂŒfung erfolgt verschlĂŒsselt.

Das aktuelle Sicherheitsupdate adressiert zudem 124 Schwachstellen. Darunter die aktiv ausgenutzte LĂŒcke CVE-2025-48595. Sie betrifft Android-Versionen 14 bis 16. Experten raten zur sofortigen Installation der Patches.

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