WhatsApp, Usernamen

WhatsApp: Usernamen statt Telefonnummer ab sofort verfügbar

30.06.2026 - 22:46:00 | boerse-global.de

WhatsApp ermöglicht Kontaktaufnahme ohne Preisgabe der Telefonnummer. Neue Usernamen und optionale PIN erhöhen die Privatsphäre der Nutzer.

WhatsApp führt weltweit individuelle Benutzernamen ein
WhatsApp - Nahaufnahme eines iPhone-Bildschirms mit der WhatsApp-App und der neuen 'Benutzernamen erstellen'-Funktion. Eine Hand interagiert mit dem Bildschirm. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Messaging-Dienst WhatsApp rollt weltweit eine neue Funktion aus: Nutzer können sich ab sofort einen individuellen Benutzernamen zulegen. Damit lassen sich Kontakte knüpfen, ohne die eigene Handynummer preiszugeben.

Die Reservierung der neuen Usernamen startete am 29. Juni in ausgewählten Regionen, seit dem 30. Juni ist sie für alle Nutzer weltweit freigeschaltet. Der Schritt ist ein bedeutendes Upgrade für die Privatsphäre – und bringt WhatsApp endlich auf das Niveau von Konkurrenten wie Telegram oder Signal. Für deutsche Nutzer, die besonders sensibel mit ihren Daten umgehen, dürfte das ein willkommener Fortschritt sein.

So funktioniert die Einrichtung

Die Einrichtung ist denkbar einfach und unterscheidet sich je nach Betriebssystem. Auf dem iPhone navigiert man über den Reiter „Du" in die Profileinstellungen und wählt dort die Option zur Erstellung eines Usernamens. Bei Android findet sich die Funktion unter „Einstellungen", dann „Account" und schließlich „Username".

Nutzer haben zwei Möglichkeiten: Sie können einen völlig neuen Namen kreieren oder ihren bestehenden Instagram- oder Facebook-Usernamen mit WhatsApp verknüpfen. Der Rollout erfolgt schrittweise – nicht jeder sieht die Funktion sofort. In den kommenden Monaten soll sie für alle verfügbar sein.

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Mehr Privatsphäre durch zweite Sicherheitsebene

Das Kernversprechen der Neuerung: Wer einen Usernamen angibt, kann von Fremden kontaktiert werden, ohne dass diese die Telefonnummer sehen. Für bestehende Kontakte ändert sich nichts – sie sehen weiterhin die hinterlegte Rufnummer.

WhatsApp hat zudem eine optionale vierstellige PIN eingeführt. Diese fungiert als zusätzliche Hürde: Selbst wenn jemand den Usernamen kennt, kann er ohne den Code keine Nachricht senden. Ein öffentliches Verzeichnis, in dem man nach Usernamen suchen könnte, gibt es nicht. Die Entwickler versprechen: Die Namen bleiben für die Allgemeinheit praktisch unsichtbar.

Technische Details und Namensregeln

Die neuen Handles unterliegen klaren Vorgaben. Ein Username muss zwischen drei und 35 Zeichen lang sein. Erlaubt sind Kleinbuchstaben, Zahlen, Unterstriche und Punkte. Nicht erlaubt sind führende „www"-Kombinationen oder Endungen, die wie eine Domain aussehen.

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Für bestimmte Namen hat der Konzern eine Reserve-Politik eingeführt. Prominente, Unternehmen und VIPs können bestimmte Handles schützen lassen, um Identitätsdiebstahl zu verhindern. Normale Nutzer können ihren Usernamen jederzeit ändern oder löschen. Wichtig: Wer seinen Namen wechselt, gibt den alten nach einer Frist von 14 Tagen für andere frei.

Die Verwaltung des Usernamens ist ausschließlich über die mobile App möglich. Die Web-Version von WhatsApp unterstützt die neue Funktion vorerst nicht.

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