Keine AbkĂŒrzung zur Osteopathie: QualitĂ€t braucht Zeit / VOD: Fehlende Regulierung öffnet TĂŒr fĂŒr Billig-Ausbildungen / Weltverbrauchertag 15. MĂ€rz /
13.03.2026 - 10:18:13 | presseportal.de
Doch dieser Erfolg ruft auch Anbieter auf den Plan, die mit verkĂŒrzten oder stark reduzierten Ausbildungsformaten werben. AnlĂ€sslich des Weltverbrauchertags am 15. MĂ€rz weist der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. darauf hin, dass seit geraumer Zeit eine Zunahme von LehrgĂ€ngen zu beobachten ist, die weder Umfang noch Tiefe einer fundierten osteopathischen Qualifikation erreichen. FĂŒr Patientinnen und Patienten wie auch fĂŒr angehende Osteopathinnen und Osteopathen birgt das erhebliche Risiken.
Osteopathie braucht Substanz - keine AbkĂŒrzungen
Osteopathie ist eigenverantwortliche Heilkunde. Wer sie ausĂŒbt, trĂ€gt eine hohe medizinische Verantwortung. Eine qualitĂ€tsgesicherte Ausbildung umfasst daher entsprechend den europĂ€ischen und internationalen Vorgaben mindestens vier bis fĂŒnf Jahre beziehungsweise acht bis zehn Semester, ein klar strukturiertes Curriculum sowie eine klinische AbschlussprĂŒfung.
Dennoch finden sich zunehmend Angebote, die mit kurzen Ausbildungszeiten, umfangreichen Anrechnungen fachfremder Vorbildungen oder ĂŒberwiegend digitalen Formaten werben. Solche "Schnellmodelle" mögen attraktiv erscheinen - sie ersetzen jedoch keine umfassende medizinisch-osteopathische Qualifikation.
FĂŒr Patientinnen und Patienten wird es dadurch schwieriger, die QualitĂ€t einer Behandlung einzuschĂ€tzen. FĂŒr Absolventinnen und Absolventen solcher Programme kann sich der vermeintlich schnelle Weg spĂ€ter als berufliche Sackgasse erweisen.
Fehlende gesetzliche Regelung begĂŒnstigt Wildwuchs
Ursache dieser Entwicklung ist das bis heute fehlende eigenstĂ€ndige Berufsgesetz fĂŒr Osteopathie in Deutschland. Ohne bundeseinheitliche gesetzliche Vorgaben existieren weder eine verpflichtende Registrierung noch verbindliche Ausbildungsstandards. Der Ausbildungsmarkt ist daher bislang nur unzureichend reguliert.
Der VOD ĂŒbernimmt seit vielen Jahren freiwillig Verantwortung fĂŒr QualitĂ€tssicherung und Patientenschutz. Auf der Therapeutenliste des Verbandes finden sich ausschlieĂlich Osteopathinnen und Osteopathen mit umfassender, mindestens vier- bis fĂŒnfjĂ€hriger Ausbildung, bestandener klinischer AbschlussprĂŒfung und regelmĂ€Ăiger Fortbildung. Mit ĂŒber 6.900 Mitgliedern zĂ€hlt der VOD zu den gröĂten BerufsverbĂ€nden der Osteopathie in Europa. Gemeinsam mit dem Bundesverband Osteopathie setzt sich der VOD in der Osteopathie-Allianz fĂŒr ein Berufsgesetz ein.
Woran erkennt man eine seriöse Ausbildung?
Wer eine osteopathische Ausbildung beginnen möchte, sollte auf folgende Kriterien achten (www.youtube.com/watch?v=gufRWKYY5MY):
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Ausbildungsanbieter gleichzeitig eigene "BerufsverbĂ€nde" grĂŒnden und eine Mitgliedschaft quasi im Paket mitverkaufen. Nicht jeder Verband verfĂŒgt ĂŒber transparente QualitĂ€tskriterien oder engagiert sich aktiv fĂŒr berufspolitische Interessen und Patientenschutz.
Verantwortung fĂŒr Vertrauen
Die hohe Akzeptanz der Osteopathie beruht auf QualitÀt, Sorgfalt und ProfessionalitÀt. Damit das Vertrauen der Bevölkerung erhalten bleibt, braucht es klare Standards - perspektivisch durch eine bundesgesetzliche Regelung, kurzfristig durch Transparenz und kritische Auswahl von AusbildungsstÀtten.
Weitere Informationen zu qualitÀtsgesicherten Ausbildungswegen und zu den Kriterien des VOD finden Interessierte unter: www.osteopathie.de/ausbildung
Ein ergÀnzendes Informationsvideo fasst die wichtigsten Punkte anschaulich zusammen:
www.youtube.com/watch?v=gufRWKYY5MY
Gut zu wissen:
Osteopathie ist eine eigenstÀndige, ganzheitliche Form der Medizin, in der Diagnostik und Behandlung mit den HÀnden erfolgen. Osteopathie geht dabei den Ursachen von Beschwerden auf den Grund und behandelt den Menschen in seiner Gesamtheit. Osteopathie ist bei vielen Krankheiten sinnvoll und behandelt vorbeugend.
Hintergrund:
Als deutscher Bundesverband fĂŒr Osteopathinnen und Osteopathen mit mehr als 6.900 Mitgliedern setzt sich der VOD fĂŒr Patientensicherheit und Verbraucherschutz ein. Der VOD e.V. fordert hierfĂŒr eine berufsgesetzliche Regelung und die Schaffung des eigenstĂ€ndigen Berufs des Osteopathen auf qualitativ höchstem Niveau. Er klĂ€rt ĂŒber die Osteopathie auf, informiert sachlich und neutral, fördert Forschungsprojekte und betreibt QualitĂ€tssicherung im Interesse der Patienten. DarĂŒber hinaus vermittelt der VOD hoch qualifizierte Osteopathen. Ăber 2,8 Millionen Besucher informieren sich jedes Jahr auf osteopathie.de. Fast 100 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen Osteopathie.
Weitere Informationen:
Verband der Osteopathen Deutschland e.V.
WilhelmstraĂe 42
65183 Wiesbaden
Telefon: 0 611 / 5808975 - 0
Pressekontakt:
Michaela Wehr
Tel. 0 15 20 / 2 14 71 05
presse@osteopathie.de
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