Windows 10 auf UEFI umstellen: DiskPart-Befehl clean löscht alle Daten
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 05:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Plattform win10set.com hat Anleitungen zur Umstellung bestehender Windows-10-Legacy-Installationen auf UEFI sowie zur Konfiguration neuer Hardware veröffentlicht. Wie aus einem Bericht vom 06.10.2026 hervorgeht, thematisieren die technischen Leitfäden sowohl die Voraussetzungen für Neuinstallationen als auch die schrittweise Umwandlung von Partitionen auf bestehenden Datenträgern.
Technische Unterschiede zwischen MBR und GPT
Laut den veröffentlichten Dokumentationen unterstützt Windows 10 im Legacy-Modus den herkömmlichen Master Boot Record (MBR) und im UEFI-Modus die neuere GUID Partition Table (GPT). Ein System mit Legacy-BIOS könne GPT nicht nativ starten, während das Windows-Installationsprogramm im UEFI-Modus ausschließlich GPT erkenne.
Aus den Unterlagen gehen deutliche funktionale Grenzen des älteren Standards hervor: MBR adressiert höchstens 2 TB Speicherplatz und beschränkt Systeme auf maximal 4 primäre Partitionen. GPT hingegen unterstützt Speichergrößen über 2 TB – laut Artikel maximal 18 TB – und erlaubt unter Windows bis zu 128 GPT-Partitionen.
Bei einer automatischen Installation legt das System eine Wiederherstellungs-, eine EFI-, eine MSR- sowie die Hauptpartition an. Für die Systempartition werden mindestens 50 GB empfohlen. Bei SSD-Datenträgern solle zudem die Partitionsausrichtung aktiviert werden.
Eine Installationsanleitung für UEFI nennt beispielhaft eine EFI-Partition von 100 MB, eine MSR-Partition von 128 MB sowie eine Systempartition mit 81.920 MB (80 GB). Bei einer 100-GB-Systempartition veranschlagt die Anleitung 102.400 MB zuzüglich eines Puffers von 5–10 MB.
Migration bestehender Systeme und Hardware-Anforderungen
Für bestehende Installationen im Legacy-Modus beschreibt win10set.com die manuelle Umstellung. Dazu gehört das Anlegen einer ESP-Partition, für die rund 400 MB empfohlen werden, obgleich für den Bootvorgang 10–20 MB ausreichen. Anschließend müssen die UEFI-Bootdateien geschrieben und die Firmware im BIOS auf UEFI umgeschaltet werden. Je nach gewählter Vorgehensweise könne der Prozess allerdings Datenverlust verursachen.
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Wird das Befehlszeilenwerkzeug DiskPart über die Tastenkombination Shift+F10 zur Konvertierung aufgerufen, löscht der Befehl clean vor den Konvertierungsschritten sämtliche Partitionen und Daten auf dem ausgewählten Laufwerk. Vor der Ausführung sei daher eine Sicherung erforderlich. Zur Umstellung auf MBR führt die Anleitung die Befehlsfolge diskpart, list disk, select disk, clean und convert mbr auf; ebenso tilgt convert GPT vorhandene Daten.
Für Neuinstallationen auf Hauptplatinen von ASUS rät der Leitfaden, das Compatibility Support Module (CSM) zu deaktivieren, die Option UEFI Only zu wählen und den USB-Datenträger mit dem entsprechenden UEFI-Eintrag zu booten. Alte MBR-Partitionen werden im Installationsprogramm gelöscht, woraufhin Windows GPT einrichtet.
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Als Installationsmedien werden USB-Sticks mit mehr als 4 GB beziehungsweise mindestens 8 GB empfohlen. Sollte das Medium nicht starten, könnten eine falsch gesetzte USB-Startpriorität oder BIOS-Kompatibilitätsprobleme vorliegen.
Erscheint eine Fehlermeldung zu MBR auf einem EFI-System, wird geraten, im Startmenü den USB-Stick ohne UEFI-Eintrag zu wählen, sofern auf MBR installiert werden soll. Für eine BIOS/MBR-Installation beschreibt eine weitere Anleitung zudem das Entfernen der Datei bootmgr.efi und des efi-Ordners aus dem ISO-Abbild.
Bei M.2- und NVMe-Speichern gelten zusätzliche technische Vorgaben. NVMe-Installationen setzen ein kompatibles Mainboard voraus. Empfohlen werden originale Windows-Installationsmedien, die Aktivierung von AHCI vor dem Setup sowie EFI/UEFI. Bei M.2-SSDs nennt der Bericht eine 4K-Ausrichtung mit 4096-Byte-Sektoren für leistungsstarke Systeme, andernfalls 2048 Byte.
Da NVMe-Laufwerke bei hoher Temperatur drosseln können, wird ein Kühlkörper empfohlen. Die Installationsdauer wird je nach Anleitung mit etwa 5–10 Minuten, 10–30 Minuten oder rund 30 Minuten angegeben, wobei das System mindestens zweimal neu startet. Für mobile Umgebungen wie Windows To Go auf USB-Laufwerken verweist der Text ergänzend auf ältere Windows-7-Anleitungen.
