Windows 10 Enterprise: Support endet am 12. Januar 2027
Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 14:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Support für Windows 10 Enterprise LTSC 2021 endet am 12. Januar 2027 – Unternehmen bleibt weniger als ein Jahr für die Migration.
Microsoft hat einen verbindlichen Zeitplan für den Ruhestand von Windows 10 Enterprise LTSC 2021 vorgelegt. Der offizielle Support endet am 12. Januar 2027. Betroffene Organisationen haben damit noch mehrere Monate Zeit, ihre Migrationsstrategie festzulegen – oder sich auf die Kosten des verlängerten Sicherheits-Supports einzustellen.
Teure Verlängerung: ESU-Programm mit jährlich steigenden Preisen
Für Unternehmen, die die Frist nicht einhalten können, bietet Microsoft ein Extended Security Update (ESU)-Programm an. Die Anmeldung startet am 1. September 2026. Maximal drei Jahre zusätzliche Sicherheits-Patches sind möglich – der Schutz ließe sich damit bis zum 8. Januar 2030 verlängern.
Die Preisgestaltung ist darauf ausgelegt, eine schnelle Migration zu fördern: Die Kosten verdoppeln sich jährlich. Im ersten Jahr zahlen Unternehmen 61 Euro pro Gerät, im zweiten 122 Euro, im dritten 244 Euro. Wer die vollen drei Jahre nutzt, investiert insgesamt 427 Euro pro Maschine.
Ein Lichtblick: Firmen, die Verwaltungstools wie Microsoft Intune oder Windows Autopatch einsetzen, erhalten 25 Prozent Rabatt. Der Einstiegspreis sinkt damit auf 45 Euro pro Gerät.
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Migrationswege und IoT-Alternative
Microsoft empfiehlt Enterprise-Kunden den Umstieg auf Windows 11 Enterprise LTSC 2024 – dort gibt es vollen Support und moderne Sicherheitsfunktionen. Für spezialisierte Industrie- und Embedded-Systeme hält der Konzern eine deutlich längere Brücke bereit: Windows 10 IoT Enterprise LTSC wird bis zum 13. Januar 2032 unterstützt.
Die Hardware entscheidet jedoch oft über den möglichen Migrationspfad. Ältere Systeme wie der HPE ProLiant ML350 Gen10 verfügen häufig nicht über die erforderlichen TPM-2.0-Module für moderne Windows-Umgebungen. Sie bleiben auf Windows Server 2022 LTSC beschränkt, da sie das kommende Windows Server 2025 nicht unterstützen.
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