Windows 11: 206 Sicherheitslücken gepatcht, aber Updates blockiert
11.06.2026 - 21:33:06 | boerse-global.de
Betroffen sind vor allem Nutzer der Versionen 24H2 und 25H2.
Fehlermeldungen blockieren Installation
Am 10. und 11. Juni 2026 bestätigte der Konzern offiziell, dass nach einem Upgrade auf die aktuellen Windows-11-Versionen die Juni-Kumulativupdates nicht installiert werden können. Nutzer berichten von den Fehlercodes 0x80073712 und 0x800f0993.
Anzeige: Wer die Update-Blockade auf seinem Windows-11-System nicht selbst behebt, riskiert, dass 206 Sicherheitslücken ungepatcht bleiben – darunter die wurmartige Kernel-Lücke CVE-2026-45657 mit CVSS 9,8. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen in wenigen Schritten, wie Sie die Fehlercodes 0x80073712 und 0x800f0993 umgehen. Jetzt Reparatur-Leitfaden anfordern
Microsoft arbeitet an einer automatischen Lösung, die verteilt wird. Wer sofort handeln muss, kann das Problem manuell beheben. Dazu kommt das DISM-Tool (Deployment Image Servicing and Management) zum Einsatz. Über die Kommandozeile lässt sich ein bestimmtes fehlerhaftes Paket entfernen. Auch der Microsoft-Programm-Installations- und -Deinstallations-Problembehandlung kann bei beschädigten MSI-Datenbanken helfen.
Juni-Update bringt neue Funktionen
Trotz der Installationsprobleme liefert das Update KB5094126 (OS-Builds 26100.8655 und 26200.8655) zahlreiche Neuerungen. Im Mittelpunkt steht ein „Low-Latency-Profil“, das die CPU-Leistung beim Öffnen des Startmenüs oder der Suchfunktion steigert.
Weitere Verbesserungen im Überblick:
- Schnellere Suche: Windows Search liefert bereits nach zwei eingegebenen Zeichen Ergebnisse.
- Audio und Kamera: Shared Audio erlaubt die gleichzeitige Verbindung von zwei Bluetooth-LE-Kopfhörern. Eine Multi-App-Kamerafunktion wurde ebenfalls integriert.
- Task-Manager: Das Systemmonitoring zeigt jetzt auch Daten zu Neural Processing Units (NPUs) an.
- Benutzerordner: Bei Neuinstallationen lassen sich die primären Benutzerordner umbenennen.
Eine wichtige Sicherheitsänderung betrifft die Datei desktop.ini. Um eine bekannte Pufferüberlauf-Schwachstelle zu schließen, verarbeitet Windows diese Dateien nicht mehr, wenn sie aus unsicheren Quellen stammen – etwa aus Internet-Downloads, WebDAV oder Netzwerkfreigaben.
Rekord bei Sicherheitspatches dank KI
Der Patch-Day im Juni 2026 markiert einen Meilenstein: Mit 206 behobenen Sicherheitslücken wurde ein neuer Rekord aufgestellt. Branchenbeobachter stellen fest, dass sich die Zahl der monatlichen Patches im Vergleich zu vor fünf Jahren nahezu verdoppelt hat. Mehr als 30 kritische Schwachstellen und mehrere Zero-Day-Lücken, die bereits aktiv ausgenutzt wurden, sind darunter.
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Besonders brisant: CVE-2026-45657, eine „wurmartige“ Schwachstelle im Windows-Kernel mit einem CVSS-Score von 9,8. Auch CVE-2026-41091 in Microsoft Defender wurde geschlossen – eine Lücke, die bereits aktiv angegriffen wurde.
Die hohe Zahl der Entdeckungen ist auch auf den Einsatz künstlicher Intelligenz zurückzuführen. Das Tool OpenAI Codex half bei der Identifizierung von CVE-2026-49160, einer Denial-of-Service-Lücke im HTTP.sys-Komponente. Zudem hat Microsoft alle Zero-Day-Lücken geschlossen, die der Sicherheitsforscher Nightmare Eclipse gemeldet hatte – darunter die Schwachstellen mit den Codenamen GreenPlasma, YellowKey und MiniPlasma.
Ausblick: Für SQL Server 2016 sowie SharePoint 2016 und 2019 endet der reguläre Support am 14. Juli 2026. Danach sind kostenpflichtige Extended Security Updates (ESU) erforderlich.
