Windows 11 26H2: Microsoft stellt eigenen Installationsassistenten bereit
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 13:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Pünktlich zum fünften Jubiläum der Erstveröffentlichung von Windows 11 am 5. Oktober 2021 hat Microsoft einen dedizierten Installationsassistenten für das Update 26H2 im Microsoft Download Center bereitgestellt.
Das Werkzeug dient als In-Place-Upgrade-Möglichkeit für Systeme, bei denen Programme, persönliche Dateien und Konfigurationen erhalten bleiben sollen. Es richtet sich unter anderem an Anwender, die keinen Zugriff auf die reguläre Haupt-Downloadseite des Konzerns haben.
Fünf Jahre nach dem Marktstart erreicht Windows 11 laut aktuellen Erhebungen einen Anteil von rund 76 % aller Desktop- und Laptop-Rechner. Betrachtet man ausschließlich Windows-Systeme, entfallen inzwischen knapp 72 % auf Windows 11, während unter 28 % noch mit Windows 10 betrieben werden. Das zu Jahresbeginn genutzte Marketing-Branding für Copilot+ PCs hatte das Unternehmen bereits Anfang 2026 wieder eingestellt.
Bereitstellung über Enablement-Pakete und administrative Werkzeuge
Das Update 26H2 baut auf derselben zugrunde liegenden Plattform wie die Versionen 24H2 und 25H2 auf. Für Geräte, die bereits auf diesen Ständen laufen, rollt Microsoft die Aktualisierung primär als leichtgewichtiges Enablement-Paket unter der Bezeichnung eKB5121794 aus, was den Download und die Installation auf kompatiblen Rechnern innerhalb weniger Minuten ermöglicht.
Neben dem neuen Installationsassistenten und dem Paket stehen auch offizielle ISO-Abbilder für die Architekturen AMD64 und Arm64 sowie das Media Creation Tool für Neuinstallationen oder Reparaturen bereit.
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Für Unternehmenskunden veröffentlichte Microsoft parallel die administrativen Vorlagen (.admx) sowie das Referenzdokument für Gruppenrichtlinien. Bestimmte Richtlinien lassen sich zudem über den Microsoft Policy CSP für mobile Geräteverwaltungen steuern, und die Unterstützung über den Configuration Manager wurde bestätigt.
Die Update-Zyklen bleiben gestaffelt: Die Editionen Home und Pro erhalten ab dem Rollout am 29. September für 24 Monate Sicherheitsaktualisierungen, während kommerzielle Enterprise- und Education-Varianten über einen Zeitraum von 36 Monaten versorgt werden. Für die Version 24H2 endet der reguläre Support für Home und Pro bereits am 13. Oktober 2026.
Neuerungen, Speicherverbrauch und bekannte Fehler
Zu den funktionalen Anpassungen in 26H2 gehören flexiblere Anpassungsoptionen für die Taskleiste, die sich nun wahlweise oben, unten, links oder rechts platzieren lässt, sowie ein überarbeitetes Startmenü. Der Datei-Explorer wurde um zusätzliche Archivformate wie uu, cpio, xar und nupkg erweitert.
Zudem entfällt die Pflicht zur Aktivierung von Smart App Control bei einer Neuinstallation, und das Systemüberwachungstool Sysmon sowie ein erweiterter Administratorschutz wurden nativ integriert, bleiben standardmäßig jedoch deaktiviert.
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In bestimmten Konfigurationen kann die Aktualisierung den Arbeitsspeicherverbrauch um bis zu 2 GB verringern. Auf der Plattform X dokumentierte der Nutzer @SoyITPro einen Rückgang der Speicherauslastung von 9,1 GB auf 7,5 GB auf einem System mit 32 GB RAM.
Bei Geräten mit 8 GB RAM zeigten sich hingegen kaum Veränderungen; dort wurden direkt nach dem Systemstart bis zu 7,4 GB belegt, was 96 % des verfügbaren Speichers entspricht.
Trotz der von Microsoft angestrebten reibungslosen Verteilung wurden einzelne Probleme dokumentiert. So treten Fehler im Zusammenspiel mit älteren Dolby-Digital-Audiokomponenten sowie Audiogeräten der USB-Klasse 1.0 auf.
In Umgebungen mit Azure Virtual Desktop und FSLogix kann es zudem zu schwarzen Bildschirmen kommen. Systeme auf dem Zweig 26H1 können 26H2 wegen abweichender Codebasen derzeit nicht direkt beziehen; eine Zusammenführung beider Entwicklungsstränge plant Microsoft für das Jahr 2027 mit der Version 27H2.
Mehr zum Thema bei Neowin: „Microsoft shared Windows 11 26H2 Group Policy templates, settings guidance for admins“
