Windows 11 26H2: Update senkt RAM-Verbrauch auf älteren Laptops deutlich
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 19:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Praxistests zum kürzlich veröffentlichten Update Windows 11 26H2 zeigen deutliche Entlastungen beim Arbeitsspeicher. Nach Berichten von Windows Latest sank der RAM-Verbrauch nach einem Neustart auf einem drei Jahre alten Laptop mit 16 GB RAM von zuvor über 10 GB auf etwa 7,0 GB von verfügbaren 15,7 GB.
Auch unter intensiver Last durch mehrere parallel geöffnete Anwendungen und ein 4K-Video mit 60 Bildern pro Sekunde blieb die Auslastung bei 87 bis 89 Prozent, während sie vor der Aktualisierung nach Angaben des Autors häufig über 95 Prozent gelegen hatte.
Uneinheitliche Messergebnisse je nach Speicherausstattung
Die beobachteten Einsparungen zeigen sich nicht auf jedem Rechner gleichermaßen. Bei einem System mit 32 GB RAM fiel der Speicherbedarf laut einem Nutzerbericht von 9,1 GB unter Version 25H2 auf 7,5 GB unter 26H2. Auf einem PC mit 48 GB Arbeitsspeicher sank die Belegung beim Systemstart von 6,9 GB auf 4,8 GB, womit Nutzer rund 2 GB weniger Speicherbedarf verzeichneten.
Auf Rechnern mit lediglich 8 GB Arbeitsspeicher wurde hingegen keine spürbare Reduzierung festgestellt; dort lag die Auslastung weiterhin bei bis zu 96 Prozent.
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Microsoft selbst bestätigte keine gezielte Senkung des RAM-Bedarfs durch 26H2 und verwies darauf, dass entsprechende Werte von der jeweiligen Hardware, den installierten Anwendungen, Hintergrunddiensten, Autostart-Programmen, Cache-Inhalten sowie App-Versionen abhängen können.
Bereits Ende Juli 2026 hatte der Konzern allerdings Speicheroptimierungen für Systeme ab 8 GB RAM als Schwerpunkt für das restliche Jahr angekündigt. Geplant sind Verbesserungen an der Speicherverwaltung, der Komprimierung sowie an WinUI 3 und WebView2, während optionale Funktionen wie KI-Dienste nur bei tatsächlicher Nutzung Speicher belegen sollen.
Kürzere Reaktionszeiten durch angepasste Prozessortakte
Windows 11 26H2 fasst Optimierungen zusammen, die zuvor schrittweise eingeführt wurden. Das sogenannte Niedriglatenz-Profil erhöht die CPU-Frequenz beim Öffnen des Startmenüs, der Suche, des Benachrichtigungscenters sowie beim Starten von Anwendungen für ein bis drei Sekunden.
Dieser Ansatz war im Juni 2026 für Shell-Elemente bereitgestellt und im August 2026 auf den Start von Anwendungen ausgeweitet worden. Laut Berichten starteten die Programme Edge und Outlook in Tests dadurch etwa 40 Prozent schneller; das Startmenü sowie Kontextmenüs reagierten demnach möglicherweise um bis zu 70 Prozent schneller.
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Verteilung und funktionale Neuerungen
Microsoft stellt Windows 11 26H2 seit dem 29. September 2026 gestaffelt über das Enablement-Paket KB5121794 für Systeme mit den Versionen 24H2 und 25H2 bereit. Durch die Installation wird auch der Supportzeitraum zurückgesetzt: Für die Editionen Home und Pro gilt die Unterstützung für 24 Monate bis Oktober 2028, während Enterprise- und Education-Versionen 36 Monate bis Oktober 2029 erhalten.
Neben dem Paket stellt der Hersteller das Update über Installationsassistenten, ISO-Dateien für AMD64 und Arm64 sowie das Media Creation Tool bereit. Ein direktes Upgrade von Windows 26H1 ist aufgrund eines abweichenden Kernels nicht möglich.
Zu den Neuerungen des Pakets gehören Werkzeuge wie Sysmon und ein Administratorenschutz, die standardmäßig deaktiviert sind. Zudem lässt sich Smart App Control ohne Neuinstallation anpassen, und externe Fingerabdrucksensoren werden unterstützt.
Neben Anpassungen für Position und Größe der Taskleiste sowie Verbesserungen der Suchfunktion bringt das Update KI-Aktionen in den Datei-Explorer. Diese ermöglichen das Bearbeiten unterstützter Bilder sowie Zusammenfassungen von Dokumenten aus OneDrive und SharePoint, setzen jedoch ein Abonnement von Microsoft 365 sowie eine Copilot-Lizenz voraus.
