Windows 11 & 10: Microsoft behebt Boot- und Treiber-Fehler nach Juni-Update
29.06.2026 - 23:39:49 | boerse-global.de
Nach dem Auslaufen jahrzehntealter Sicherheitszertifikate und der Veröffentlichung der Juni-Updates 2026 haben Microsoft und führende Hardware-Hersteller eine Reihe von technischen Problemen für Windows 11 und Windows 10 behoben. Die Probleme betrafen kritische Boot-Konfigurationen, Interface-Fehler und Treiber-Inkompatibilitäten.
Hersteller veröffentlichen Secure-Boot-Updates
Ende Juni 2026 veröffentlichten große OEMs wie Dell, HP, Lenovo, ASUS und Acer technische Anleitungen und Updates, um das Auslaufen von Microsofts Secure-Boot-Zertifikaten aus dem Jahr 2011 zu adressieren. Diese Zertifikate, die 15 Jahre lang als Standard für die Systemsicherheit dienten, haben ihr Lebensende erreicht. Ein Wechsel zum neueren Zertifikatsstandard von 2023 ist nun erforderlich.
Branchenexperten betonen, dass Nutzer diese Updates zwingend installieren müssen, um Startfehler zu vermeiden. Die Hersteller stellten spezifische Anweisungen zur Aktualisierung der Secure-Boot-Datenbanken bereit. Nur so erkennen Geräte während des Startvorgangs weiterhin legitime Betriebssystemkomponenten zuverlässig an.
Software-Fehler und Interface-Probleme
Nach den Juni-Sicherheitsupdates bestätigte Microsoft einen neuen Bug, der sowohl Windows 11 als auch Windows 10 betrifft. Das Problem führt dazu, dass gelöschte Dateien beim Leeren des Papierkorbs mit kryptischen, zufälligen Zeichenfolgen angezeigt werden. Das Unternehmen versichert, dass kein Datenverlustrisiko besteht, und arbeitet an einem offiziellen Fix. Geschäftskunden erhalten über den Support vorübergehende Workarounds.
Weitere gemeldete Probleme nach dem aktuellen Update-Zyklus:
- Anpassungsfehler: Benutzer berichten, dass benutzerdefinierte Ordnersymbole häufig verschwinden oder auf Standardeinstellungen zurückgesetzt werden.
- Systemstabilität: Bei einigen Installationen treten „Blue Screen of Death"-Fehler auf, die auf Systemdienstausnahmen hinweisen – selbst nach einer Neuinstallation des Betriebssystems.
- Leistungsoptimierungen: Microsoft hat Änderungen im Datei-Explorer integriert, die später in dieser Woche breiter ausgerollt werden sollen. Das Update entfernt doppelte Prüfungen bei Dateisuchen, um Speicher- und CPU-Last zu reduzieren.
Nach dem Juni-Update 2026 treten bei Windows 11 und 10 Boot-Fehler, Bluescreens und ein Papierkorb-Bug auf. Die kostenlose Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie Sie Secure-Boot-Zertifikate aktualisieren, Treiber zurücksetzen und den Papierkorb-Fix anwenden. Kostenlose Reparatur-Anleitung anfordern
Treiber- und Leistungsprobleme behoben
AMD bestätigte Kompatibilitätsprobleme zwischen seiner Treiberversion 26.6.2 und verschiedenen Windows-Systemen. Die Software, die FSR 4.1 enthält, startet auf zahlreichen Windows-10-PCs nicht und zeigt oft Warnsymbole im Geräte-Manager an. Betroffenen Nutzern wird empfohlen, vorerst auf die Treiberversion 26.6.1 zurückzurüsten.
Im Bereich der Leistung räumte Microsoft einen Bug ein, der verzögerte Systemabschaltungen in Windows 11 verursacht. Ein Fix für diese Verzögerung war in einem optionalen Update Ende Juni enthalten.
Sicherheitslebenszyklus und Unternehmenserweiterungen
Microsoft hat den Support-Zeitplan für ältere Systeme und spezialisierte Serverumgebungen überarbeitet. Das Programm für erweiterte Sicherheitsupdates (ESU) für Windows 10 wurde stillschweigend bis zum 12. Oktober 2027 verlängert. Nutzer können kritische Sicherheitspatches gegen eine einmalige Gebühr von rund 28 Euro erhalten und so die Lebensdauer des Betriebssystems über die ursprünglich geplante Einstellung 2026 hinaus verlängern.
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Für Unternehmensinfrastrukturen erweiterte Microsoft die Hotpatching-Funktionen für Windows Server 2022 Datacenter: Azure Edition. Diese „neustartlose" Patch-Funktion wird nun bis zum 31. Oktober 2026 unterstützt, der erweiterte Support für die Plattform reicht bis ins Jahr 2031.
Parallel dazu treibt das Unternehmen die Integration lokaler künstlicher Intelligenz voran. Microsoft gab bekannt, dass lokale KI-Modelle mittlerweile auf über 500 Millionen PCs über Windows ML laufen. Das Unternehmen empfiehlt Unternehmen, bei künftigen Anschaffungen auf KI-fähige Hardware zu setzen, um natürliche Sprachpersonalisierung und Offline-KI-Anwendungen nutzen zu können.
