Windows 11: Bing-Suche lÀsst sich jetzt nativ deaktivieren
21.06.2026 - 20:53:24 | boerse-global.de
Microsoft reagiert auf jahrelange Kritik: Eine neue native Einstellung in Windows 11 trennt lokale Suche von Web-Ergebnissen.
Der Tech-Konzern hat in den aktuellen Vorschau-Builds von Windows 11 eine Option eingefĂŒhrt, die Nutzern erlaubt, die Bing-gestĂŒtzte Websuche im Betriebssystem komplett zu deaktivieren. Die Ănderung adressiert einen der hĂ€ufigsten Kritikpunkte an Windows 11 â die Vermischung lokaler Datei- und App-Suche mit Online-Ergebnissen.
Weniger als drei Klicks zum Ziel
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Die neue Funktion findet sich in den Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen unter dem Punkt âSuche". Ein simpler Schalter genĂŒgt, um die Websuche von der Taskleiste und dem StartmenĂŒ zu entkoppeln. Wer die Option deaktiviert, sieht kĂŒnftig nur noch lokale Dateien, installierte Anwendungen und Systemeinstellungen.
Bislang war der Weg umstĂ€ndlich: Nutzer mussten die Windows-Registry manipulieren, Gruppenrichtlinien anpassen oder auf Drittanbieter-Tools zurĂŒckgreifen. Der native Schalter erledigt den Vorgang nun in weniger als drei Klicks â ohne manuelle Workarounds oder regionale Anpassungen.
Schneller und treffsicherer
Die Trennung von lokaler und Online-Suche bringt auch spĂŒrbare Leistungsvorteile. Da das System nicht mehr auf Ergebnisse von Microsofts Servern warten muss, sinkt die Latenz der Suchleiste deutlich. Interne Tests bestĂ€tigen: Die Suche reagiert merklich flotter, wenn Web-Ergebnisse aus dem Spiel sind.
Gleichzeitig hat Microsoft den zugrunde liegenden Algorithmus verbessert. Die Intentionserkennung und Tippfehler-Korrektur funktionieren nun prĂ€ziser. Selbst stark verballhornte Eingaben wie âpwerp" fĂŒhren zuverlĂ€ssig zur PowerPoint-Anwendung â statt zu einer Bing-Websuche nach dem Begriff.
AufrÀumen im Interface
Der Wechsel zu einer rein lokalen Suche hat noch einen angenehmen Nebeneffekt: Promotion-Elemente verschwinden. Ist der Bing-Schalter deaktiviert, entfernt Windows das Microsoft-Rewards-Symbol aus dem Suchfenster. Auch die Anzeige von Trend-Themen von MSN oder anderen vernetzten Diensten unterbleibt.
Weitere Entdeckungen in den aktuellen Builds deuten darauf hin, dass Microsoft einen separaten Schalter vorbereitet, um Microsoft-Store-VorschlĂ€ge aus der Suche auszuschlieĂen. Das wĂŒrde verhindern, dass das System âGet"-Buttons fĂŒr nicht installierte Software einblendet, wĂ€hrend der Nutzer eigentlich nach vorhandenen Dateien sucht.
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Hintergrund und Ausblick
Die AnkĂŒndigung folgt auf ein Insider-Treffen in San Francisco Anfang Juni, bei dem Microsoft einrĂ€umte, dass die bisherige Sucherfahrung fĂŒr viele produktivitĂ€tsorientierte Nutzer nicht ideal gewesen sei. Bing bleibt zwar standardmĂ€Ăig aktiviert, doch der neue Einstellungspfad bietet eine offiziell unterstĂŒtzte Möglichkeit fĂŒr alle, die ein aufgerĂ€umtes Betriebssystem bevorzugen.
Die Funktion durchlĂ€uft derzeit die TestkanĂ€le. Mit einem Rollout fĂŒr die breite Windows-11-Nutzerschaft ist im Laufe eines der nĂ€chsten gröĂeren Updates zu rechnen.
