Windows 11: Bing-Suche lässt sich nun komplett deaktivieren
14.06.2026 - 10:16:19 | boerse-global.de
Microsoft reagiert auf jahrelange Kritik und erlaubt Nutzern nun, die Bing-Websuche in Windows 11 komplett zu deaktivieren. Die neue Einstellung findet sich in den Datenschutz- und Sicherheitsoptionen des Systems.
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Ende der Zwangs-Integration
Viele Windows-11-Anwender störten sich daran, dass die lokale Dateisuche stets auch Web-Ergebnisse von Bing einblendete. Ab Mitte Juni 2026 können sie das nun abstellen. Unter „Datenschutz und Sicherheit" – „Sucheberechtigungen" findet sich ein Schalter mit der Bezeichnung „Such-Apps erlauben, Ergebnisse anzuzeigen". Wer ihn ausschaltet, sieht künftig nur noch lokale Dateien und Programme – ohne Einblendungen aus dem Internet.
Die Änderung richtet sich an Nutzer, die einen aufgeräumten Suchbildschirm bevorzugen oder Bedenken wegen des Datenaustauschs bei der Einbindung von Webergebnissen haben.
Schnellere und fehlertolerantere Suche
Mit dem Juni-Update (KB5094126) hat Microsoft auch die Suchlogik überarbeitet. Die Mindestzeichenzahl für Teilstring-Suchen sank von drei auf zwei Zeichen. Das System findet nun Dateien mit kurzen Namen wie Projektversionen oder Quartalskennungen bereits nach Eingabe von zwei Buchstaben.
Weitere Verbesserungen betreffen die Rangfolge von Suchergebnissen in den Einstellungen. Zudem erkennt die Suche jetzt beabsichtigte Anwendungen selbst dann, wenn der Nutzer Tippfehler macht – etwa den E-Mail-Client, obwohl ein Buchstabe im Suchbegriff fehlt.
23 Jahre alte Sicherheitslücke geschlossen
Der Juni-Patch-Day brachte auch eine wichtige Sicherheitskorrektur. Am 9. Juni 2026 veröffentlichte Microsoft die Updates KB5094126 und KB5093998, die einen Pufferüberlauf-Fehler in der Windows-Shell beheben – eine Schwachstelle, die seit 2003 bestand.
Das Problem betraf die Verarbeitung von Desktop-Konfigurationsdateien aus nicht vertrauenswürdigen Quellen. Indem Microsoft benutzerdefinierte Ordnersymbole und lokalisierte Namen aus ungeprüften Dateien deaktivierte, schloss das Unternehmen eine Lücke, die bei Netzwerkfreigaben oder heruntergeladenen Verzeichnissen eine unbefugte Codeausführung ermöglichen konnte. Der Fix gilt für verschiedene Versionen von Windows 10, Windows 11 und Windows Server ab Baujahr 2012.
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Neue Wiederherstellungsfunktion in der Testphase
Microsoft testet zudem eine Funktion namens „Point-in-Time Restore". Sie erlaubt es, den PC auf einen früheren Zustand zurückzusetzen – inklusive Apps, Einstellungen und lokaler Dateien. Das ist besonders nützlich, wenn ein Update oder Treiber Probleme verursacht.
Die Funktion nutzt den lokalen Speicher über den Volume Shadow Copy Service und benötigt mindestens zwei Gigabyte reservierten Platz. Die Wiederherstellungspunkte bleiben maximal 72 Stunden erhalten.
Konnektivität und Barrierefreiheit
Die aktuellen Vorschau-Builds von Mitte Juni enthalten zudem mehrere Verbesserungen:
- Audio und Bluetooth: Schnellere Erkennung gängiger kabelloser Kopfhörer, synchronisierte Mikrofon-Stummschaltung und höhere Zuverlässigkeit für High-End-Headsets.
- Sprachunterstützung: Sprachzugriff und -eingabe unterstützen auf Copilot+-PCs nun Französisch, Deutsch und Spanisch.
- Taskleiste: Behobene Probleme beim Laden der Taskleiste und optische Verbesserungen für kleine Symbole.
Neue Hardware nutzt die Funktionen
Die Software-Updates fallen mit dem breiten Rollout neuer Hardware zusammen. Bereits auf der CES 2026 zeigten Hersteller wie HP die nächste Generation professioneller Laptops, darunter die EliteBook-X-G2-Serie. Die Geräte kamen ab Februar auf den Markt, weitere Modelle folgten im Frühjahr. Sie nutzen Hochleistungsprozessoren von Qualcomm, Intel und AMD, um die neuen Windows-11-Funktionen voll auszuschöpfen.
