Windows, Copilot-Taste

Windows 11: Copilot-Taste lässt sich jetzt deaktivieren

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 00:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft reagiert auf Nutzerkritik und erlaubt die Anpassung der KI-Hardwaretaste. Ein Juli-Update bringt zudem Verbesserungen für Datei-Explorer und Suche.

Windows 11: Copilot-Taste lässt sich nun deaktivieren oder umbelegen
Nahaufnahme einer Laptop-Tastatur mit hervorgehobener Copilot-Taste in einem modernen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft reagiert auf Nutzerkritik und erlaubt künftig, die spezielle Copilot-Taste auf Windows-11-Tastaturen zu deaktivieren oder umzubelegen. Die Funktion ist aktuell in den Windows-Insider-Builds verfügbar.

Anpassung für die KI-Hardwaretaste

Der neue Software-Schalter bietet eine „Keine Aktion"-Option für die Copilot-Taste. Damit lässt sich die KI-Startfunktion der Hardwaretaste komplett abschalten. Wer den Knopf weiter nutzen, aber anders belegen möchte, kann ihn nun auf andere Anwendungen oder die rechte Strg-Taste umprogrammieren.

Neue Computer werden zwar weiterhin mit der physischen Copilot-Taste ausgeliefert. Doch die aktualisierten Einstellungen im Tastaturmenü von Windows 11 geben den Nutzern die Kontrolle über das Verhalten der Hardware zurück. Für noch feinere Anpassungen steht weiterhin das PowerToys-Tastatur-Manager-Tool zur Verfügung.

Umfassende Verbesserungen für Windows 11

Die Anpassung der Copilot-Taste ist Teil einer breiteren Update-Serie. In den aktuellen Juli-Vorschau-Builds hat Microsoft mehrere Verbesserungen der Lebensqualität implementiert. Der Datei-Explorer zeigt Dateigrößen jetzt in Megabyte und Gigabyte an. Nutzer können Ordner mit der mittleren Maustaste in neuen Registerkarten öffnen.

Die Systemsuche wurde erweitert: Sie erkennt nun zweibuchstabige Dateinamen und zeigt eine größere Toleranz gegenüber Tippfehlern. Zudem führt das Update Sprachisolationsfunktionen ein und erlaubt anpassbare Scroll- und Zoomgeschwindigkeiten für Touchpads. Das Startmenü zeigt jetzt Microsoft-Abonnement-Status an. Nutzer können die Schwelle für den Energiesparmodus selbst festlegen.

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Microsoft modernisiert außerdem alte Benutzeroberflächen-Elemente aus der Windows-95-Ära. Experimentelle Builds zeigen, dass der traditionelle Ausführen-Dialog und die Eigenschaftenmenüs des Datei-Explorers durch WinUI-3-Versionen ersetzt werden. Diese modernen Alternativen unterstützen den Dunkelmodus und bieten beim Ausführen-Dialog schnellere Leistung sowie kontextsensitive Vorschläge.

Ausbau der KI-Integration und Infrastrukturänderungen

Neben der Betriebssystem-Oberfläche entwickelt Microsoft die Infrastruktur und Verfügbarkeit seiner KI-Dienste weiter. Das Unternehmen plant, im August 2026 einen persistenten, kontextbewussten Copilot-Einstiegspunkt in der klassischen Version von Outlook für Windows einzuführen. Diese Änderung soll einen konsistenteren Interaktionspunkt für KI-Funktionen bieten, ohne die bestehenden Lizenzanforderungen zu ändern.

Um die hohen Kosten der KI-Berechnung zu bewältigen, evaluiert Microsoft intern Berichten zufolge das Kimi-K3-Modell von Moonshot AI. Analysten schätzen, dass eine Verlagerung der Arbeitslasten von den derzeitigen Hauptmodellen die jährlichen Cloud-Infrastrukturkosten um bis zu 600 Millionen US-Dollar (rund 550 Millionen Euro) senken könnte. Gleichzeitig integriert Microsoft Anthropic-Modelle als Unterprozessoren in Microsoft 365 Copilot und die Power Platform. Vorschaumodelle bleiben in bestimmten Regionen standardmäßig deaktiviert, um Datenaufbewahrungsstandards einzuhalten.

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Sicherheit und Unternehmens-Updates

Der Juli 2026 markiert einen der umfangreichsten Patch-Dienstag-Zyklen mit mindestens 570 behobenen Sicherheitslücken. Neue Wartungsfunktionen erlauben es Nutzern, Updates bis zu 35 Tage auszusetzen, mit der Option auf wiederholte Verlängerungen.

Für Unternehmensumgebungen bewegt sich Microsoft in Richtung einer strengeren hardwaregesicherten KMS-Aktivierung (Key Management Services). Ab August 2026 zeigt Windows Server 2025 erste Bereitschaftsmeldungen für TPM-basierte Nachweise an. Diese Anforderung wird voraussichtlich mit zukünftigen LTSC-Versionen (Long-Term Servicing Channel) verpflichtend.

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