Windows 11: Datei-Explorer 30% schneller beim Löschen
Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 07:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Windows-Konzern liefert mit neuen Preview-Builds lang erwartete Leistungsverbesserungen aus. Im Fokus stehen der Datei-Explorer, der Update-Prozess und der Speicherverbrauch nativer Anwendungen.
Schnelleres Löschen und modernisierte Oberfläche
Mit dem Insider Experimental Preview Build 26300.8935 vom 20. Juli 2026 hat Microsoft die Dateiverwaltung grundlegend überarbeitet. Das Ziel: Das Löschen großer, fragmentierter Dateien soll um mindestens 30 Prozent schneller werden – ein Versprechen, das der Konzern bereits im Juni gegeben hatte.
Besonders Nutzer mit fast vollen Festplatten oder herkömmlichen HDDs profitieren von den Optimierungen. Denn hier führt die NTFS-Fragmentierung besonders häufig zu spürbaren Verlangsamungen.
Doch nicht nur die Geschwindigkeit wurde verbessert. Microsoft hat auch die Benutzeroberfläche des Datei-Explorers modernisiert:
- Eigenschaften-Dialog: Komplett neu geschrieben mit WinUI und nativer Dark-Mode-Unterstützung – eine Ablösung für eine jahrzehntealte Legacy-Oberfläche.
- Navigation und Scrollen: Der Home-Tab lädt jetzt schneller, und der Bereich „Empfohlen“ unterstützt Touch-Scrolling.
- Suche: Eine laufende Überarbeitung integriert mehr lokale Ergebnisse und bietet separate Schalter für Web- und Microsoft-Store-Inhalte.
WinUI: Weniger RAM, flüssigere Darstellung
Microsoft räumt ein, dass mehrere native Windows-11-Anwendungen zu viel Arbeitsspeicher verbrauchen. Die Lösung: eine umfassende Performance-Optimierung des WinUI-Frameworks. Die Entwicklerteams arbeiten daran, den RAM-Verbrauch zu senken und WinUI an den Windows-System-Compositor anzubinden – für eine flüssigere Darstellung im gesamten Betriebssystem.
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Diese Optimierungen sind die Grundlage für künftige Änderungen der Benutzeroberfläche. Geplante Neuschreibungen des Startmenüs und des Agenda-Bereichs im Benachrichtigungscenter warten laut Microsoft auf die WinUI-Effizienzgewinne. Für Unternehmen hat Microsoft dem Framework zudem neue Steuerelemente wie DataGrid und Charting hinzugegt und sich zu langfristigem Support verpflichtet, indem die Versionsnummerierung aufgegeben wird.
Update-Prozess: Mehr Transparenz und schnellere Erholung
Die Release-Preview-Builds 26100.8968 (24H2) und 26200.8968 (25H2) – ebenfalls im Juli 2026 ausgeliefert – adressieren ein häufiges Ärgernis: ungenau berechnete Fortschrittsbalken bei Windows-Updates. Die neuen Berechnungen sollen verhindern, dass die Installation scheinbar bei einem bestimmten Prozentsatz einfriert.
Zudem wurde die Bereinigungslogik nach Updates überarbeitet. Das Ziel: Die Trägheit nach einem Neustart soll deutlich reduziert werden, sodass der Rechner nach dem Update schneller wieder einsatzbereit ist.
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Ausblick: Windows 11 Version 26H2 mit lang erwarteten Funktionen
Für den Herbst 2026 bereitet Microsoft die Version 26H2 vor. Getestet werden mehrere stark nachgefragte Anpassungen:
- Taskleiste: Soll wieder an jede Bildschirmkante verschoben werden können – oben, unten, links oder rechts.
- Taskleisten-Größe: Eine Option für eine kleinere Taskleiste ist in der Entwicklung.
- Startmenü: Neue Schalter zum Ein- und Ausblenden von Bereichen wie „Angeheftet“ oder „Zuletzt verwendet“ sowie die Wahl zwischen voreingestellten Menügrößen.
- Privatsphäre: Neue Steuerelemente erlauben es, die Sichtbarkeit des Kontonamens im Startmenü umzuschalten.
Einige dieser Funktionen könnten bereits vor dem Herbst für Nutzer der Version 25H2 verfügbar sein.
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