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Windows 11: Microsoft aktiviert Low Latency Profile für alle Apps

Veröffentlicht am: 16.08.2026 um 01:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft erweitert das Low Latency Profile auf alle Apps und gibt Tipps zur Systemoptimierung. Neue Treiber und KI-Hardware versprechen zusätzliche Leistungssteigerungen.

Windows 11: Microsoft veröffentlicht Anleitung für mehr PC-Leistung
Ein moderner, aufgeräumter Arbeitsplatz mit einem leistungsstarken PC-System in einem hellen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft hat Mitte August technische Anleitungen veröffentlicht, die beschreiben, wie durch die Aktivierung spezifischer, teils versteckter Systemeinstellungen die PC-Leistung und die Reaktionsfähigkeit für professionelle Softwareaufgaben gesteigert werden können.

Im Zentrum dieser Optimierungen steht eine Erweiterung des sogenannten Low Latency Profile (LLP), das mit dem aktuellen kumulativen Update für Windows 11 Einzug in das Betriebssystem hält.

Erweiterung des Low Latency Profile für alle Anwendungen

Mit dem Patch-Tuesday-Update KB5121003 für den Monat August weitet Microsoft das Low Latency Profile auf sämtliche Anwendungen aus. Zuvor war diese Funktion auf das Startmenü und Teile der nativen Benutzeroberfläche beschränkt. Das LLP zielt darauf ab, die CPU-Frequenz kurzzeitig zu erhöhen, um den Start von Applikationen zu beschleunigen und die Eingabeverzögerung zu minimieren.

Der Rollout dieser Funktion erfolgt schrittweise über einen gesteuerten Prozess (Controlled Feature Rollout). Experten verweisen darauf, dass eine vorzeitige Aktivierung für erfahrene Anwender über das Drittanbieter-Tool ViveTool möglich ist. Erste Tests bestätigen die Funktionalität unter anderem für Browser wie Chrome, den Epic Games Store sowie Systemanwendungen wie den Editor und den Rechner.

Microsoft-Vizepräsident Scott Hanselman verteidigte den technischen Ansatz gegen Kritik und verwies darauf, dass vergleichbare Mechanismen zur Leistungssteigerung bereits in macOS sowie in der Architektur von Arm-Chips erfolgreich eingesetzt werden.

Versteckte Modi und Systemanpassungen für maximale Effizienz

Neben den automatisierten Updates rücken technische Dokumentationen verstärkt manuelle Eingriffe in den Fokus, um die Effizienz bestehender Hardware zu maximieren. Ein wesentlicher Aspekt für professionelle Anwender im Bereich Grafik und Design ist die Aktivierung der hardwarebeschleunigten GPU-Planung (HAGS) sowie die Freischaltung des versteckten Modus für „Ultimative Leistung“.

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Zusätzlich empfiehlt Microsoft verschiedene Methoden zur Reduzierung der Systemlast ohne Hardware-Upgrades. Dazu gehört die Deaktivierung von Animationen und Transparenzeffekten in den Einstellungen für visuelle Effekte sowie die konsequente Bereinigung von Autostart-Programmen.

Für Systeme mit begrenzten Ressourcen, wie etwa Rechner mit 8 GB Arbeitsspeicher, hat das Unternehmen zugesagt, bis Ende 2026 weitere spezifische Optimierungen vorzunehmen, um die Arbeitsgeschwindigkeit stabil zu halten. Über die PowerShell lassen sich zudem Online-Suchergebnisse innerhalb der Windows-Suche dauerhaft unterbinden, um die lokale Indizierung zu beschleunigen.

Vorschau auf kommende Systemverbesserungen

Parallel zu den Leistungsaspekten testet Microsoft im Release-Preview-Kanal mit dem Build 28000.2796 (KB5120996) funktionale Erweiterungen für Windows 11. Der Datei-Explorer soll künftig Dateigrößen variabel in KB, MB und GB anzeigen, statt wie bisher ausschließlich in Kilobyte. Zudem werden neue Funktionen wie eine Stimmisolation (Voice Isolation) für den Sprachzugriff und erweiterte Gestensteuerungen für Präzisions-Touchpads eingeführt.

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Ein weiteres Sicherheitsmerkmal betrifft die Unterstützung von Windows Hello Enhanced Sign-in Security (ESS) für externe Fingerabdrucksensoren. Für die Systemwartung wird zudem ein „Cloud Rebuild“-Verfahren erprobt, das eine Neuinstallation von Windows 11 direkt über das Internet ermöglicht, sofern die Hardware über ein TPM-Modul und kompatible Netzwerktreiber verfügt.

Unterstützung durch Hardware-Partner und Treiber-Updates

Flankiert werden die Betriebssystem-Optimierungen durch neue Treiberveröffentlichungen. Intel hat Grafiktreiber der Version 32.0.101.8974 bereitgestellt, die für die Arc-Serien sowie Core-Ultra-Prozessoren Leistungszuwächse ermöglichen. In professionellen Anwendungsszenarien und grafikintensiven Applikationen wie Assassin's Creed Valhalla oder Farming Simulator 2022 werden Steigerungen der Bildrate von bis zu 13 Prozent verzeichnet.

Gleichzeitig präsentierten Hersteller wie ASUS und Acer neue Workstations und Laptops, die speziell auf KI-gestützte Arbeitsabläufe zugeschnitten sind. Die neuen Veriton-Modelle von Acer nutzen Ryzen AI Max+ Prozessoren mit bis zu 126 TOPS, während ASUS-Geräte der ProArt-Serie mit spezialisierten Rechenbeschleunigern bis zu 1 Petaflop KI-Leistung für die Arbeit mit großen Sprachmodellen bereitstellen.

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