Windows 11: Microsoft behebt Rekord von 997 Sicherheitslücken
Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 10:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat im Rahmen seines turnusmäßigen Patch-Tuesdays im September 2026 das Update KB5124008 für Windows 11 veröffentlicht. Die Aktualisierung richtet sich an die Versionen 24H2 und 25H2 und adressiert einen zentralen Kritikpunkt der Nutzerschaft: Mit den neuen Builds 26100.9445 und 26200.9445 stellt das Unternehmen die Option wieder her, die Taskleiste flexibel am oberen, unteren, linken oder rechten Bildschirmrand zu positionieren. Zudem ist es Anwendern nun wieder möglich, eine verkleinerte Darstellung der Taskleiste zu wählen.
Erweiterte Anpassungen für Startmenü und Suche
Über die Rückkehr der Taskbar-Flexibilität hinaus führt das Update KB5124008 neue Konfigurationsmöglichkeiten für das Startmenü ein. Nutzer können künftig zwischen drei Größenoptionen wählen: klein, automatisch oder groß. Parallel dazu wurde die Suchfunktion innerhalb des Betriebssystems überarbeitet.
Eine neue Variante erlaubt die lokale Suche ohne die Einbindung von Bing oder dem Microsoft Store, was zu einer beschleunigten Ergebnisausgabe führen soll. Auch der Datei-Explorer erhielt Optimierungen, insbesondere im Hinblick auf die Bedienung per Touch-Eingabe.
Der Rollout der neuen Taskleisten-Funktionen erfolgt nach Angaben aus Branchenkreisen schrittweise. Für Administratoren oder versierte Anwender besteht jedoch die Möglichkeit, die Funktionen vorzeitig über spezifische Identifikationsnummern (ViVeTool-IDs 61161244 und 61754985) freizuschalten. Das kumulative Update integriert zudem Funktionen, die bereits Ende August in der Vorschauversion KB5120998 getestet wurden.
Während KB5124008 für die aktuellen Versionen bereitsteht, erhalten Nutzer von Windows 11 26H1 das Update KB5124012 mit identischem Funktionsumfang. Für die ältere Version 23H2 wurde KB5122880 veröffentlicht, das sich primär auf Sicherheitskorrekturen konzentriert.
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Rekord bei Sicherheitskorrekturen durch KI-Unterstützung
Ein wesentlicher Schwerpunkt der aktuellen Veröffentlichung liegt auf der Cybersicherheit. Microsoft behebt mit dem September-Update insgesamt 997 Sicherheitslücken (CVEs), wovon 114 als kritisch eingestuft werden.
Darunter befindet sich mit CVE-2026-81963 eine Schwachstelle, die bereits aktiv für Angriffe ausgenutzt wurde. Insgesamt umfasst das Paket Korrekturen für mehr als 650 Schwachstellen allein im Windows-Kernbereich – ein neuer Höchstwert.
Dieser Anstieg der identifizierten und behobenen Lücken wird auf den verstärkten Einsatz von KI-Modellen bei der Suche nach Programmierfehlern zurückgeführt. Zum Einsatz kamen hierbei Technologien von Partnern wie Anthropic und OpenAI. Zum Vergleich: In den vorangegangenen Monaten Juni, Juli und August wurden jeweils rund 200, 570 beziehungsweise 400 Schwachstellen korrigiert.
Ergänzt wird das Sicherheitspaket durch den Start des Rollouts von Admin Guard sowie die Einführung der MXC-Prozessisolierung. Gleichzeitig markiert das Update das Ende der Unterstützung für das Windows Management Instrumentation Command-line Tool (WMIC), das aus dem Betriebssystem entfernt wurde.
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Plattformstrategie und Hardware-Anforderungen
Das Betriebssystem in der Version 24H2 basiert auf der sogenannten Germanium-Plattform. Microsoft setzt für diese Basis erhöhte Hardware-Anforderungen für AI-PCs fest: Erforderlich sind eine Neural Processing Unit (NPU) mit einer Leistung von mindestens 40 TOPS sowie 16 GB Arbeitsspeicher.
Diese Spezifikationen unterstützen die tiefere Integration des Copilot-Systems und lokaler KI-Funktionen. Ein Nachfolger in Form von Windows 12 sei derzeit nicht angekündigt, entsprechende Berichte deuten jedoch auf ein mögliches Release im Zeitraum 2025 bis 2026 hin.
Für professionelle Anwender und Entwickler treibt Microsoft zudem das „Project Zenith“ voran. Dabei handelt es sich um eine speziell konfigurierte Windows-11-Umgebung, die auf Geräten mit mindestens 64 GB Unified Memory und einer Bandbreite von 250 GB/s läuft, um KI-Modelle mit über 30 Milliarden Parametern lokal auszuführen.
In diesem Zusammenhang wurde auch die Unterstützung für RTX Spark optimiert, eine Lösung, die lokale Rechenleistung von bis zu einem Petaflop für KI-Anwendungen bereitstellt.
Während die Entwicklung neuer Funktionen voranschreitet, rückt für Nutzer der Version 24H2 in den Editionen Home und Pro ein wichtiger Termin näher: Das Support-Ende für diese spezifischen Builds ist laut Dokumentationen auf den 13. Oktober 2026 datiert. Gleichzeitig signalisieren neue Builds in den Insider-Kanälen bereits Fortschritte für das kommende 23H3-Update, dessen Veröffentlichung für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet wird.
Mehr zum Thema bei Windows Central: „What is Project Zenith? Microsoft's special Windows 11 experience for developers and hardware isn't what you …“
