Windows 11: Microsoft deaktiviert Bildpasswort-Anmeldung per Update
Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 22:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Softwarekonzern Microsoft hat damit begonnen, die Verfügbarkeit der Bildpasswort-Anmeldung in seinem Betriebssystem Windows 11 schrittweise einzuschränken. Neuanmeldungen über diese Methode werden künftig unterbunden, während das Unternehmen die Nutzer verstärkt zu biometrischen Verfahren und PIN-Eingaben führt. Die Maßnahme betrifft sowohl aktuelle Versionen von Windows 11 als auch das Vorgängersystem Windows 10.
Technisches Update beendet Registrierung für Bildgesten
Die Änderung im Anmeldeprozess wurde durch ein kumulatives Update mit der Bezeichnung KB5101650 implementiert. Dieses Update wurde im Juli 2026 für die Windows 11-Versionen 24H2 und 25H2 bereitgestellt und betrifft die Builds 26100.8875 sowie 26200.8875. Mit der Installation dieser Aktualisierung wird die Option, ein neues Bildpasswort einzurichten, aus den Systemeinstellungen für neue Nutzer entfernt.
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Microsoft verfolgt dabei eine Strategie des schrittweisen Übergangs. Während die Registrierung für neue Anwender nicht mehr möglich ist, bleibt die Funktion für bestehende Nutzer, die das Bildpasswort bereits konfiguriert haben, vorerst erhalten. Diese können sich weiterhin mit den hinterlegten Gesten an ihren Geräten anmelden. Eine neue Einrichtung der Funktion nach einer Neuinstallation oder für zusätzliche Benutzerkonten ist jedoch nicht mehr vorgesehen.
Sicherheitsbedenken führen zum schrittweisen Auslaufen der Funktion
Als maßgeblichen Grund für diesen Schritt führt Microsoft Sicherheitsbedenken an. Das Bildpasswort, bei dem Nutzer bestimmte Muster oder Gesten auf einem frei wählbaren Foto nachzeichnen, gilt in der aktuellen Bedrohungslage als weniger sicher als moderne Authentifizierungsverfahren. Ein zentrales Risiko bestehe darin, dass die ausgeführten Gesten durch Dritte ausgespäht oder durch Rückstände auf Touch-Displays nachvollzogen werden könnten.
Um die Sicherheit der Endgeräte zu erhöhen, empfiehlt der Konzern den Wechsel auf Windows Hello. Als primäre Alternativen nennt Microsoft die Anmeldung per PIN, die Gesichtserkennung oder den Fingerabdruck-Scan. Diese Methoden gelten als resilienter gegenüber physischer Beobachtung und technischer Manipulation.
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Auswirkungen auf Windows 10 und künftige Installationen
Die Anpassung beschränkt sich nicht nur auf das aktuelle Flaggschiff-Betriebssystem. Berichten zufolge wird die Einschränkung der Bildpasswort-Option auch auf Windows 10 ausgeweitet. Damit vereinheitlicht Microsoft die Sicherheitsstandards über verschiedene Generationen seiner Betriebssysteme hinweg.
Branchenbeobachter werten diesen Schritt als Teil einer langfristigen Strategie, veraltete und potenziell unsichere Anmeldemethoden zugunsten einer passwortlosen oder biometrisch gestützten Infrastruktur zu verdrängen. Für Administratoren in Unternehmensnetzwerken bedeutet dies, dass bei der Bereitstellung neuer Arbeitsplätze künftig verstärkt auf Hardware gesetzt werden muss, die die geforderten biometrischen Standards von Windows Hello unterstützt, um einen reibungslosen und sicheren Anmeldevorgang zu gewährleisten.
