Windows 11: Microsoft Pluton gibt TPM-Aufgabe bei neuen Prozessoren ab
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 19:13 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Softwarekonzern Microsoft nimmt eine Neuausrichtung bei der Sicherheitsarchitektur für Windows 11 vor. Wie aus aktuellen Berichten von Fachmedien hervorgeht, fungiert der hauseigene Sicherheitschip Microsoft Pluton bei künftigen Prozessorplattformen nicht mehr als Anbieter für das Trusted Platform Module (TPM). Betroffen von dieser Umstellung sind neue Plattformen ab dem Jahr 2026.
Die Bereitstellung der für Windows 11 vorgeschriebenen TPM-Funktionen wird auf den künftigen Architekturen wieder über die klassischen Wege geregelt. Statt über Microsoft Pluton werden die Sicherheitsmerkmale künftig entweder durch das Firmware-TPM des jeweiligen Prozessorherstellers oder durch separate, dedizierte TPM-Chips im System realisiert. Berichten zufolge gilt diese Anpassung für neue Architekturen von AMD, Intel und Qualcomm.
Pluton bleibt für andere Sicherheitsaufgaben aktiv
Der Schritt bedeutet jedoch nicht das Ende des Pluton-Sicherheitschips. Die Komponente bleibt weiterhin ein integraler Bestandteil und wird künftig für andere systemspezifische Sicherheitsaufgaben herangezogen. Microsoft zieht den Chip lediglich aus der Rolle als TPM-2.0-Provider zurück.
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Für Nutzer bestehender Hardware hat die Neuausrichtung der Architektur keine Konsequenzen. Die Änderungen greifen ausschließlich bei neuen Systemgenerationen. Bereits im Markt befindliche Geräte, auf denen Windows 11 mit Pluton als TPM-Instanz betrieben wird, behalten ihren Support vollständig und unverändert bei.
Festhalten an strengen Hardware-Vorgaben für Windows 11
Gleichzeitig bekräftigte Microsoft das Festhalten an den grundlegenden Hardware-Mindestanforderungen des Betriebssystems. Aufkeimende Spekulationen, das Unternehmen könnte die Anforderungen auf den älteren Standard TPM 1.2 absenken, wies der Konzern zurück. Es gebe keinerlei Pläne, die Vorgaben zu lockern.
Die Mindestkriterien für offizielle Hardwareunterstützung bleiben damit unverändert bestehen: Neben einem aktiven TPM 2.0 verlangt das System weiterhin Prozessoren ab der 8. Generation von Intel Core, Chips ab der AMD-Ryzen-2000-Serie oder Qualcomm-Prozessoren der 7er- und 8er-Reihe.
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Mit den aktuellen Weichenstellungen hält Microsoft an der strikten Hardwarebasis fest, überlässt die Bereitstellung des TPM-Sicherheitsankers bei kommenden Chipsätzen jedoch wieder den Prozessor- und Hardwareherstellern.
