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Windows 11: Microsoft schließt 974 Lücken, zwei Zero-Days aktiv genutzt

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 18:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

KB5124008 korrigiert Mauszeiger-, Desktop- und ARM-Probleme in Windows 11, während Defender-Fehlalarme und eine Zero-Day-Lücke ungelöst bleiben.

Microsofts September-Updates beheben Windows-11-Fehler, Defender bleibt offen
Ein minimalistischer, unbeleuchteter Arbeitsplatz mit einem dunklen, leeren Monitor in einem modern eingerichteten Raum. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft hat im Rahmen des September-2026-Patch-Tuesdays das kumulative Update KB5124008 für Windows 11 24H2 und 25H2 veröffentlicht, das mehrere seit dem August-Update aufgetretene Störungen beseitigt. Betroffen sind unter anderem Builds 26100.9445 und 26200.9445.

Fehlerhafte Mauszeiger und Personalisierung

Im Mittelpunkt des Updates steht die Behebung eines Fehlers, durch den benutzerdefinierte Mauszeiger-Einstellungen bei Windows-11-Installationen in nicht-englischer Sprache verloren gingen. Der Bug war ursprünglich mit dem August-Update KB5120998 eingeführt worden. Daneben adressiert KB5124008 weitere Personalisierungsprobleme wie schwarze Hintergründe und fehlerhafte Animationen auf dem Desktop.

Zusätzlich behebt das September-Update Fehler bei Teams und Outlook auf ARM-Geräten, die in den Versionen 24H2, 25H2 und 26H1 auftraten. Für Windows 11 23H2 steht mit KB5122880 ein separates Update bereit. Beide Pakete enthalten laut Berichten außerdem Verbesserungen im Bereich Secure Boot.

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Parallel zur Veröffentlichung der kumulativen Updates hat Microsoft mehrere Insider-Builds ausgerollt, darunter Beta 25H2 (26220.9343), Experimental 26H2 (26340.9354), Beta 26H1 (28020.2904), Experimental 26H1 (28120.2912) sowie eine Future-Platforms-Build (29661.1000).

Die Builds 28020.2904 und 28120.2912 beheben zudem ein Touchpad-Zoom-Problem sowie eine falsche Mauszeiger-Richtung auf im Hochformat betriebenen Monitoren. Als bekannte offene Probleme in den Insider-Kanälen nennen Berichte weiterhin eine defekte Mauszeiger-Anpassung sowie den Easy-Anti-Cheat-Fehler 0xc000007b.

Weiterhin ungelöst: Fehlalarme von Defender

Trotz der umfangreichen Korrekturen bleibt mindestens ein Problem offen: Microsoft untersucht weiterhin fälschliche Warnmeldungen von Microsoft Defender, die im Zusammenhang mit den September-2026-Updates aufgetreten sind. Eine Lösung steht noch aus.

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Die Update-Welle fällt in eine Woche mit einem besonders umfangreichen Patch-Tuesday: Insgesamt schloss Microsoft nach eigenen Angaben rund 974 Schwachstellen, darunter zwei aktiv ausgenutzte Zero-Day-Lücken – CVE-2026-85880, ein Heap-Buffer-Overflow in ALPC mit dem Potenzial zur Rechteausweitung auf SYSTEM-Ebene, sowie CVE-2026-81963 im Windows-Update-Stack, ebenfalls zur Privilegieneskalation nutzbar.

Berichten zufolge waren unter den geschlossenen Lücken zudem rund 20 potenziell wurmfähige Schwachstellen sowie ein Nachfolger der SigRed-Lücke (CVE-2026-69730) und ein Fehler in Exchange Server (CVE-2026-55007). Aufgeschlüsselt entfielen 723 Fehler auf Windows, 111 auf Office und 62 auf SQL.

Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA hat für Bundesbehörden eine Frist bis zum 22. September 2026 gesetzt, um die beiden aktiv ausgenutzten Zero-Days CVE-2026-85880 und CVE-2026-81963 zu schließen.

Zusätzliche Brisanz erhält die Defender-Problematik durch die Veröffentlichung eines Proof-of-Concept namens ShieldCrash durch die Gruppe Chaotic Eclipse.

Das Tool nutzt eine bislang nur teilweise gepatchte Zero-Day-Schwachstelle in Microsoft Defender (CVE-2026-69414) aus und ermöglicht das beliebige Auslesen von Dateien mit SYSTEM-Rechten – dies funktioniert den Berichten zufolge auch auf Systemen, die bereits mit den September-2026-Updates versorgt wurden.

Nutzer von Windows 11 24H2 in den Editionen Home und Pro sollten zudem beachten, dass der Support für diese Version am 13. Oktober 2026 endet.

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