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Windows 11: Microsoft senkt RAM-Verbrauch um 41 Prozent

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 23:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft optimiert Windows 11: WinUI-Framework verbraucht 41 Prozent weniger Speicher, Dateioperationen werden bis zu 30 Prozent schneller. Das Update 26H2 kommt im Herbst.

Microsoft schlankt Windows 11 ab: Weniger RAM, schnellere Dateioperationen
Moderner Arbeitsplatz mit einem Computerbildschirm, der eine saubere und effiziente Benutzeroberfläche zeigt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft überarbeitet die Windows-11-Oberfläche grundlegend. Grund sind die steigenden Anforderungen an die Systemressourcen. Optimierungen am WinUI-Framework und am Dateisystem sollen für deutliche Effizienzgewinne sorgen.

WinUI-Framework auf Diät: 41 Prozent weniger Speicher

Das Unternehmen hat den hohen Arbeitsspeicherverbrauch nativer Apps unter Windows 11 als Problem erkannt. Im Zentrum der geplanten Verbesserungen steht das WinUI-Framework, das künftig schlanker laufen soll.

Chris Anderson vom Windows-UI-Team kündigte einen Wechsel auf den sogenannten System Compositor an. Ziel: die RAM-Auslastung nativer Anwendungen spürbar senken. Erste interne Messungen zeigen Erfolge. Die Speicherallokationen bei WinUI-Code sanken um 41 Prozent, temporäre Allokationen sogar um 63 Prozent. Die Anzahl der Funktionsaufrufe verringerte sich um 45 Prozent.

Beim Start des Datei-Explorers führte das zu einer Zeitersparnis von rund 25 Prozent innerhalb des WinUI-Codes. Zur Vereinheitlichung wurde WinUI 3 schlicht in WinUI umbenannt.

Datei-Explorer: Löschen wird 30 Prozent schneller

Neben dem Speicherhunger stehen Leistungsverbesserungen bei grundlegenden Systemvorgängen im Fokus. Ein Insider-Build mit der Nummer 26300.8935 vom 20. Juli 2026 demonstriert Fortschritte bei Dateioperationen.

Dank Optimierungen am NTFS-Dateisystem lassen sich große, fragmentierte Dateien mindestens 30 Prozent schneller löschen als bisher. Auch der Datei-Explorer profitiert: Der Home-Tab lädt schneller, die Suchfunktion wurde verbessert. Der Eigenschaften-Dialog erhielt ein WinUI-Design und unterstützt jetzt einen Dark Mode.

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Microsoft plant zudem, neue Steuerelemente für DataGrid und Charting in WinUI zu integrieren. Das erweitert die Funktionalität für Entwickler.

Update-Zyklus: Windows 11 26H2 kommt im Herbst

Die Implementierung der Neuerungen ist eng mit dem kommenden Update-Zyklus verknüpft. Windows 11 26H2 wird für den Herbst 2026 erwartet. Es soll als Enablement Package für bestehende Versionen bereitgestellt werden – die Installation erfordert nur einen Systemneustart.

Interessant: Ein geplantes Redesign des Startmenüs sowie die neue Agenda-Ansicht werden erst umgesetzt, nachdem die WinUI-Optimierungen abgeschlossen sind. So soll eine flüssige Bedienung gewährleistet sein.

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Für Unternehmen und Nutzer älterer Systeme gibt es ebenfalls neue Zeitlinien. Microsoft sieht für Windows 10 eine kostenlose einjährige Verlängerung der Extended Security Updates (ESU) bis 2028 vor. Ab August 2026 soll zudem eine TPM-basierte Hardware-Attestierung für den Key Management Service (KMS) eingeführt werden.

Die aktuelle Entwicklungsphase von Windows 11 konzentriert sich auf die Konsolidierung der Systemleistung. Durch die Entschlackung des UI-Frameworks und gezielte Eingriffe in die Dateisystemverwaltung sollen die Effizienz steigen und die Hardwareanforderungen stabil bleiben – bei gleichzeitigen Verbesserungen bei Personalisierung und Zugänglichkeit wie dem Screen Tint.

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