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Windows 11: Microsoft stoppt Werbung über LG-Monitor-Software

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 20:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft stoppt Werbe-Pop-ups von LG auf Windows 11 und ermöglicht Deinstallation von KI-Modellen wie Phi-Silica zur Speicherfreigabe.

Microsoft verschärft Kampf gegen Bloatware und Werbung in Windows 11
Sauberer, moderner Arbeitsplatz mit Windows 11 auf dem Monitor, Symbol für Softwareoptimierung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Technologieriese verschärft den Kampf gegen unerwünschte Software und Werbung auf seinem Betriebssystem. Ein hochrangiger Microsoft-Manager bestätigte am heutigen Donnerstag, dass der Konzern einen bedeutenden Schritt zur Reduzierung von Bloatware unternommen hat. Das signalisiert einen strengeren Kurs im Umgang mit Drittanbieter- und Eigenkomponenten.

Werbung über Hardware-Partner gestoppt

Ein zentraler Punkt der Initiative betrifft Drittanbieter-Anwendungen und Werbeinhalte, die über Hardware-Partner ausgespielt werden. Microsoft griff ein, nachdem eine Welle von Nutzerprotesten gegen den LG Monitor App Installer losgebrochen war. Die Software wurde automatisch über Windows Update auf LG UltraGear-Monitore verteilt und zeigte Werbe-Pop-ups für die McAfee-Sicherheitssoftware an.

Der Fall erregte Aufmerksamkeit in der Branche – unter anderem bei Epic-Games-CEO Tim Sweeney. Microsofts Windows-Chef Pavan Davuluri leitete daraufhin eine Untersuchung ein. Am heutigen Donnerstag bestätigte Microsoft: LG hat zugestimmt, die Werbe-Pop-ups zu deaktivieren. Zwar betonte LG, die Software sei optional und erfordere Zustimmung. Doch die Einigung zeigt: Microsoft ist bereit, Hardware-Partner unter Druck zu setzen, um aufdringliche Software auf der Plattform zu unterbinden.

KI-Komponenten lassen sich entfernen

Neben der Regulierung von Drittanbieter-Software führt Microsoft auch neue Möglichkeiten ein, um ressourcenintensive Eigenkomponenten zu verwalten. Ein experimenteller Vorschau-Build von Windows 11 (Build 26300.8553) aus Anfang Juni enthält eine versteckte Deinstallationsoption für bestimmte KI-Modelle.

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Die Funktion erlaubt es Nutzern, das Phi-Silica-Modell zu entfernen. Das schafft mehr als 2,59 Gigabyte Speicherplatz. Da Microsoft mit Copilot+-PCs auf Geräte mit mindestens 16 Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Speicher setzt, bietet die Möglichkeit, große KI-Modelle zu entfernen, eine neue Stufe der Speicherverwaltung für Anwender, die diese Funktionen nicht benötigen.

Leistungsverbesserungen und Tools aus der Community

Der Kurs zur Verschlankung des Betriebssystems zeigt sich auch in aktuellen technischen Updates. Am gestrigen Mittwoch veröffentlichte Microsoft neue Insider-Builds mit Leistungsverbesserungen für das Dateisystem. Die Updates beschleunigen das Löschen stark fragmentierter großer Dateien und verbessern die Reaktionsfähigkeit der Explorer-Startseite.

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Auch die Open-Source-Community liefert Werkzeuge zur Systembereinigung. Am 6. Juni 2026 wurde das Tool FluentTweaker auf Version 26.06.02 aktualisiert. Es bietet eine grafische Oberfläche für Registry-Anpassungen und enthält Funktionen speziell zur Entfernung von AppX-Bloatware aus Windows-Installationen.

Diese Maßnahmen folgen auf frühere Wartungsarbeiten in diesem Monat. Dazu gehörte ein Notfall-Patch vom 18. Juli 2026, der Leistungsprobleme auf Dell-PCs mit Intel-IPF-Treibern behob. Ziel: Hardware-spezifische Softwarekonflikte sollen die Nutzererfahrung nicht mehr beeinträchtigen.

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