Windows 11: Milliarden Nutzer sollten den abgeschalteten Ransomware-Schutz aktivieren
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 19:05 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas Betriebssystem Windows 11 enthält ab Werk mehrere Sicherheits- und Datenschutzfunktionen, die nach der Installation standardmäßig ungenutzt bleiben. Für die weltweit mehr als eine Milliarde aktiven Windows-Nutzer besteht jedoch die Möglichkeit, diese integrierten Werkzeuge eigenständig und ohne zusätzliche Kosten über das zentrale Sicherheitsmenü des Betriebssystems zu aktivieren und zu überprüfen.
Manueller Schutz gegen Erpressungssoftware und App-Kontrolle
Ein zentraler Bestandteil der vorhandenen, aber nicht voreingestellten Schutzmechanismen betrifft die Abwehr von Erpressersoftware. Der integrierte Ransomware-Schutz über den überwachten Ordnerzugriff ist in Windows 11 standardmäßig abgeschaltet. Anwender müssen diese Barriere bei Bedarf manuell in den Sicherheitseinstellungen einschalten, um wichtige Verzeichnisse vor unbefugten Dateimanipulationen abzusichern.
Zusätzliche Anpassungsmöglichkeiten bietet das Modul Smart App Control, das unberechtigte oder potenziell schädliche Anwendungen blockiert. Seit dem Update vom April 2026 lässt sich diese Sicherheitsfunktion jederzeit nach Bedarf über das Einstellungsmenü umschalten.
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Leistungsfähigkeit des integrierten Defender Antivirus
Bestandteil der Plattform ist der kostenfrei integrierte Defender Antivirus, der sowohl unter Windows 10 als auch unter Windows 11 arbeitet. Im Rahmen einer Überprüfung durch AV-TEST für Windows 11 Home im Testzeitraum von Mai bis Juni 2026 erreichte das Schutzprogramm die Maximalwertung von 6 Punkten beim Schutz, 5,5 Punkte bei der Systemleistung sowie 6 Punkte bei der Benutzbarkeit.
Verbunden mit der Auszeichnung als Spitzenprodukt erzielte die Anwendung eine Erkennungsrate von 100 Prozent bei Zero-Day-Exploits sowie weit verbreiteten Schadsoftware-Mustern, ohne Fehlalarme zu produzieren.
Administratorschutz in Windows 11 24H2 und 25H2
In den Systemversionen Windows 11 24H2 und 25H2 hat Microsoft zudem einen erweiterten Administratorschutz integriert, der im Auslieferungszustand ebenfalls deaktiviert ist. Nach einer Aktivierung büßen Konten mit Verwalterrechten ihre dauerhaften Zugriffsrechte ein.
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Das System vergibt erhöhte Berechtigungen fortan nur noch selektiv für jeden einzelnen Vorgang. Für Unternehmensumgebungen bedeutet dies, dass die interne IT vorab strukturieren muss, welche Benutzerkonten weiterhin zwingend administrative Befugnisse erfordern.
Neben den Schutzmechanismen gegen Schadsoftware raten Experten dazu, auch die Berechtigungen auf Anwendungsebene zu überprüfen. Über den Bereich für Datenschutz und Sicherheit in den Windows-Einstellungen lassen sich Freigaben für Kamera, Mikrofon und Standort gezielt für einzelne Applikationen anpassen und sperren, um den Abfluss privater Daten zu begrenzen.
