Windows 11: Neue Taskleisten-Suche startet Anrufe und SMS direkt
Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 15:13 Uhr | Redaktion boerse-global.deMicrosoft erprobt in experimentellen Vorabversionen von Windows 11 eine tiefgreifend umgestaltete Taskleisten-Suche. Über neu eingeführte Inline-Aktionen können Nutzer künftig Anrufe starten, Kurznachrichten verschicken und Systemeinstellungen unmittelbar im Suchfenster bedienen, ohne dafür separate Anwendungen öffnen zu müssen.
Wie aus Berichten vom 30. Oktober 2026 hervorgeht, ist die Neuerung gegenwärtig auf experimentelle Testkanäle für künftige Entwicklungszweige beschränkt.
Direkte Telefonfunktionen und Schieberegler im Suchfenster
Die neue Suchoberfläche wird in den Test-Builds 26340.9843 (Windows 11 26H2) sowie 28120.3393 (Windows 11 26H1) erprobt. Sie richtet sich ausschließlich an Testteilnehmer in den Experimental-Kanälen und ist weder in den Beta-Fassungen noch in den stabilen Versionen des Betriebssystems enthalten.
Zu den sichtbaren Neuerungen gehören integrierte Schieberegler, mit denen sich die Lautstärke, die Bildschirmhelligkeit und die Cursorgröße unmittelbar innerhalb der Suchergebnisliste regulieren lassen.
Darüber hinaus verzahnt der Softwarekonzern die Suche enger mit Mobilgeräten. Ist ein Android-Smartphone über die Anwendung Phone Link mit dem Computer gekoppelt, lassen sich Telefonanrufe, SMS sowie der Nicht-stören-Modus direkt aus der Suchleiste heraus ansteuern.
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Für Nutzer von Apple-Smartphones steht die Funktion noch nicht zur Verfügung; eine entsprechende iPhone-Unterstützung ist für Anfang 2027 geplant. Ergänzend dazu liefern die Suchergebnisse erweiterte Dateivorschauen inklusive Angaben zu Speicherort, Änderungsdatum und Autor sowie Web-Direktantworten zu Wetter, Börsenkursen und allgemeinen Wissensfragen.
Drahtloses App-Streaming und mobile Voraussetzungen
Praxistests mit Vorabversionen brachten zudem eine nicht separat im offiziellen Änderungsprotokoll dokumentierte Streaming-Funktion zutage. Bei gekoppelten Geräten tauchen installierte Android-Programme als eigenständige Resultate mit der Kennzeichnung für Mobil-Apps in der Suchleiste auf.
Ein Klick startet die gewünschte Anwendung auf dem Smartphone und spiegelt die Benutzeroberfläche über Phone Link auf den PC-Monitor. Die eigentliche Rechenlast verbleibt dabei vollständig auf dem Telefon, während der Rechner lediglich Bildschirm, Tastatur und Maus bereitstellt.
Nach der Einstellung des Windows Subsystem for Android im März 2025 stellt dieser Streaming-Ansatz den einzigen offiziellen Weg dar, mobile Apps unter Windows auszuführen.
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Die technischen Anforderungen für das App-Streaming fallen jedoch restriktiver aus als für reine Anruf- und Nachrichtenfunktionen. Notwendig sind ausgewählte Smartphones der Hersteller Samsung, HONOR, OPPO, ASUS, vivo oder Xiaomi, auf denen mindestens Android 10 läuft und die Systemerweiterung Link to Windows ab Werk vorinstalliert ist. Zudem müssen sich Mobiltelefon und PC im selben WLAN-Netzwerk befinden; eine Standard-Kopplung für Telefonie genügt für die Bildübertragung nicht.
Personalisierung, IT-Verwaltung und Zeitplan
Die Anzeige von Spielen und Anwendungen aus dem Microsoft Store in den Ergebnissen lässt sich bei Bedarf über die Systemeinstellungen im Bereich für Datenschutz und Sicherheit deaktivieren. Zur besseren Übersicht integriert Microsoft Filter für Einstellungen, Aktionen sowie Dateien und Ordner.
Suchvorschläge können zudem vor der eigentlichen Texteingabe gelöscht werden, Feedback lässt sich per Rechtsklick übermitteln. In derselben Build-Reihe testet das Unternehmen außerdem neue Schnelleinstellungen innerhalb der Task-View-Navigationsleiste für den Gaming-Bereich im Xbox-Modus.
Standardmäßig öffnet sich das überarbeitete Suchfenster zentriert am unteren Bildschirmrand. Eine dynamische Anpassung an andere Positionierungen der Taskleiste sowie an das Startmenü befindet sich derzeit in Entwicklung.
Für Unternehmensnetzwerke führt Microsoft ab der App-Version 2.2608.301 eine neue Intune-Richtlinie ein, die sicherstellt, dass Rückmeldungen aus Firmenmandanten vertraulich bleiben und ausschließlich für Microsoft und den jeweiligen Mandanten einsehbar sind. Wann die modernisierte Taskleisten-Suche für reguläre Nutzer freigegeben wird, hat das Unternehmen bislang nicht mitgeteilt.
