Windows 11: Neues IntelligentCarveout-Feature für KI-Speicher
Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 23:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat in einem Preview-Build von Windows 11 ein verstecktes Feature namens „IntelligentCarveout" entdecken lassen, das Nutzern künftig erlauben soll, Unified Memory manuell für Grafik- und KI-Workloads zu reservieren. Die Funktion mit der internen Kennung 61121285 taucht im Preview-Build 29648.1000 auf, wie windowslatest.com berichtete.
Neue Systemdatei als Indiz
Belegt wird die Entdeckung durch eine neue Datei namens SettingsHandlers_UnifiedMemory.dll, die im genannten Build enthalten ist. Sollte das Feature tatsächlich ausgerollt werden, könnte es laut den Berichten unter dem Pfad Einstellungen > System > Erweitert auftauchen.
Aus dem Code extrahierte Textstrings wie „Reserved memory for accelerators" und „Memory for graphics and AI acceleration" geben Hinweise auf die Funktionsweise, wie undercodenews.com berichtete: Der reservierte Speicher stünde anderen Anwendungen dann nicht mehr zur Verfügung.
Wichtig ist die Abgrenzung zu bereits existierenden Mechanismen. IntelligentCarveout unterscheidet sich demnach vom sogenannten Shared GPU Memory, da es sich um eine feste Speicherreservierung handelt und nicht um dynamisch geteilten Arbeitsspeicher. Als mögliche Bedienelemente werden Schieberegler, Voreinstellungen oder spezielle Workload-Profile genannt, mit denen Nutzer die Reservierung steuern könnten.
Zielhardware mit Unified-Memory-Architektur
Relevanz entfaltet das Feature vor allem auf Plattformen, die bereits auf Unified-Memory-Architekturen setzen. Genannt werden hier NVIDIA RTX Spark mit bis zu 128 GB sowie AMD Ryzen AI Max.
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Die RTX-Spark-Plattform basiert laut dazhe.com auf einem Arm-SoC mit einer 20-Kern-CPU, 6144 CUDA-Kernen und bis zu 128 GB LPDDR5x-Speicher. MediaTek liefert dabei CPU, Speichercontroller und das Low-Power-Design; erste Geräte sollen von ASUS, Dell, HP, Lenovo, Microsoft und MSI kommen.
Die Nachfrage nach entsprechenden Laptops scheint bereits jetzt hoch zu sein: ASUS berichtete laut digitalcitizen.life, dass die Nachfrage nach RTX-Spark-Laptops die eigenen Erwartungen übertroffen habe und die erste Zuteilung von Channel-Partnern vollständig vorbestellt worden sei.
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Die Plattform soll Modelle mit bis zu 120 Milliarden Parametern und einem Kontextfenster von 1 Million Token unterstützen sowie 1440p-Darstellung mit bis zu 100 FPS ermöglichen.
ASUS plant laut denselben Angaben ProArt-Laptops mit RTX Spark, die später im Jahr 2026 starten sollen. Bei Leistungstests im Geekbench 7 liegt die 20-Kern-Version von RTX Spark im Multicore-Test rund 11 Prozent hinter dem Vergleichschip M4 Max.
Als weitere relevante Plattform wird AMD Ryzen AI Max+ genannt, der ebenfalls 128 GB Unified Memory bietet und laut xix.ai die parallele Nutzung von 6 KI-Agenten mit rund 260.000 Token Kontext unterstützen soll. Ein darauf basierendes System namens RyzenClaw startet demnach bei etwa 2.700 US-Dollar.
Parallele Effizienzbemühungen bei Windows 11
Die Entdeckung von IntelligentCarveout fällt in eine Phase, in der Microsoft laut com.my auch an grundsätzlicher Speicher-Effizienz arbeitet: Bis Ende 2026 soll Windows 11 so optimiert werden, dass es auch auf Geräten mit 8 GB RAM reibungslos läuft. Vorgesehen sind dafür eine reduzierte Speichernutzung, eine verbesserte Effizienz von WinUI sowie Leistungsverbesserungen beim File Explorer.
Ob und wann IntelligentCarveout tatsächlich als reguläres Feature in Windows 11 ausgerollt wird, ist bislang offen. Bei Preview-Builds handelt es sich grundsätzlich um Testversionen, in denen experimentelle Funktionen erprobt, aber nicht zwangsläufig final veröffentlicht werden.
