Windows 11: Oktober-Update blockiert RDP-Zugriff für Standardnutzer
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 03:53 Uhr | Redaktion boerse-global.deNach der Veröffentlichung des jüngsten Sicherheitsupdates vom Oktober 2026 hat Microsoft ein Problem bei Remote-Desktop-Verbindungen unter Windows 11 bestätigt.
Wie das Unternehmen einräumte, können Anwender ohne Administratorrechte unter bestimmten Voraussetzungen keine Verbindung mehr zu entfernten Systemen herstellen, wenn eine spezielle Schutzfunktion aktiviert ist. Betroffen sind Enterprise-Umgebungen, in denen der sogenannte Administratorschutz auf den entsprechenden RDP-Hostsystemen greift.
Token-Fehler blockiert Zugriff für Standardnutzer
Die Störung äußert sich beim Verbindungsaufbau über das Remote Desktop Protocol (RDP) mit dem Fehlercode 0xC000000D und dem Hinweis auf ein ungültiges Token. Der Fehler betrifft ausschließlich Konten ohne administrative Rechte auf Enterprise-RDP-Hosts, auf denen der Administratorschutz aktiv geschaltet ist.
Diese Schutzfunktion ist in den Windows-Sicherheitsbaselines für die Versionen 24H2, 25H2 und 26H2 standardmäßig eingeschaltet, sofern Administratoren keine abweichende Konfiguration vorgenommen haben.
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Erste Schwierigkeiten dieser Art traten bereits Ende September 2026 nach der Installation des Vorschauupdates KB5124010 oder höherer Versionen auf Systemen mit Windows 11 24H2, 25H2, 26H1 sowie 26H2 auf.
Mit dem regulären Sicherheitsupdate vom 13. Oktober 2026 setzte sich das Problem fort, woraufhin Microsoft den Vorfall offiziell als bekanntes Problem einstufte. Im entsprechenden Statusbericht zum Update KB5127648 wird die Fehlfunktion aktuell lediglich als abgemildert und noch nicht als vollständig behoben ausgewiesen.
Temporäre Abhilfe statt Deinstallation
Als vorübergehende Übergangslösung empfiehlt Microsoft betroffenen Organisationen, den Administratorschutz über Microsoft Intune oder Gruppenrichtlinien temporär zu deaktivieren. Dies könne über Anpassungen am Administrator-Genehmigungsmodus der Benutzerkontensteuerung erfolgen.
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Gleichzeitig warnt das Unternehmen ausdrücklich davor, die regulären Oktober-Sicherheitsupdates vollständig von den Systemen zu entfernen. Die Update-Pakete schließen unter anderem eine Sicherheitslücke, die nach Angaben des Konzerns bereits aktiv für Angriffe ausgenutzt wird. Eine Deinstallation würde die IT-Infrastruktur daher erheblichen Risiken aussetzen.
Schwierigkeiten rund um den Remotedesktop-Dienst beschäftigten Microsoft bereits mehrfach. Ein vergleichbarer RDP-Fehler wurde bereits im März 2025 korrigiert.
Zudem hatte der Hersteller im September 2026 ein außerplanmäßiges Notfallupdate veröffentlichen müssen, um einen Dienstausfall der Remotedesktop-Funktion unter Windows Server zu beheben. Eine dauerhafte Fehlerbehebung für das aktuelle Token-Problem bei aktivem Administratorschutz steht noch aus.
