Windows 11: Point-in-Time Restore stellt Dateien aus 72 Stunden wieder her
14.06.2026 - 11:47:11 | boerse-global.de
Die neuen Builds 26100.8728 (24H2) und 26200.8728 (25H2) bringen Verbesserungen bei Hardware-Anbindung, Systemwiederherstellung und KI-Sprachunterstützung.
Bessere Bluetooth-Verbindung und Sprachsteuerung
Die am 14. Juni 2026 ausgerollten Updates optimieren vor allem die Verwaltung von Bluetooth-Geräten. Microsoft hat die Synchronisation der Mikrofon-Stummschaltung verbessert und die Erkennungsgeschwindigkeit für AirPods erhöht. Auch die Mikrofon-Zuverlässigkeit bei den Beats Studio Pro wurde angegangen. Bei eingehenden Telefonaten bleibt der Ton auf dem verbundenen Smartphone – bis der Nutzer den Anruf aktiv am PC annimmt.
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Für Besitzer von Copilot+-PCs gibt es ebenfalls Neuerungen: Die Sprachsteuerung und Spracheingabe unterstützen jetzt Französisch, Deutsch und Spanisch. Echtzeit-Korrekturwerkzeuge sind inklusive. Im Netzwerkbereich führt Microsoft SR-IOV für vertrauliche virtuelle Maschinen ein und behebt diverse Probleme mit WLAN-Stabilität sowie IPv6-VPN-Unterstützung. Zudem wird das Internet Printing Protocol (IPP) bei neuen Druckerinstallationen als Standard gesetzt.
Systemwiederherstellung auf Zeitreise
Eine der wichtigsten Neuerungen ist die „Point-in-Time Restore"-Funktion, die Microsoft bereits im Frühjahr zu testen begann. Dieses Werkzeug stellt Anwendungen, Einstellungen und lokale Benutzerdateien wieder her – und zwar mithilfe des Volume Shadow Copy Service. Die lokalen Snapshots bleiben maximal 72 Stunden gespeichert. Voraussetzung: Das Gerät muss mindestens 200 GB Speicherplatz bieten, wovon das System automatisch 2 GB für die Snapshots reserviert. Diese werden alle vier bis 24 Stunden erstellt.
Build 26200.8728, dokumentiert am 13. Juni 2026, bringt zudem ein neues Low-Latency-Profil für Anwendungsstarts – im Grunde ein CPU-Boost. Nutzer können Windows-Updates nun bis zu 35 Tage pausieren. Weitere Anpassungen betreffen die Bildschirmtönung, Verbesserungen der Bildschirmlupe sowie Quick Actions beim Überfahren von Elementen im Datei-Explorer.
Schlauere Suche und App-Updates
Die Taskbar-Suche hat dazugelernt: Seit dem 14. Juni 2026 erkennt sie Tippfehler und unvollständige Wörter. Aus der Eingabe „utlook" wird beispielsweise die Outlook-Anwendung gefunden. Auch die Rangfolge bei Einstellungssuchen wurde optimiert.
Die internen Apps erhalten ebenfalls Updates (Stand 13. Juni 2026):
- Fotos: KI-basierte Wasserzeichen, verbesserte Pixelgrafik-Verarbeitung und Texterkennung
- Rechner: Höhere Präzision bei Quadratwurzeln, bessere Lesbarkeit
- Kamera: Zoom-Schieberegler und Unterstützung für mehrere Videoauflösungen
- Media Player: Benutzerdefinierte Untertitel und optimierte Playlist-Verwaltung
- Paint: Transparenz für das Radiergummi-Werkzeug und modernisierte Auswahl
Infrastruktur und Zukunftspläne
Bereits Anfang Juni veröffentlichte Microsoft Dynamic Updates für Windows 11 und Windows 10. Dazu gehören Safe-OS- und Recovery-Updates (KB5094149, KB5095185), die die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) verbessern.
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Ein Blick in die Zukunft: Build 29610 für den Experimental Channel vom 13. Juni 2026 zielt auf „Future Platforms" ab – speziell für neue ARM64-Hardware wie die Snapdragon-X2-Plus-, Elite- und Extreme-Chipsätze. Dieser Zweig bietet allerdings keinen Upgrade-Pfad für bestehende Geräte.
Microsoft testet zudem ein vereinheitlichtes Update-Erlebnis, das die Anzahl der erforderlichen Neustarts reduzieren soll. Durch die Zusammenlegung von Installations- und Finalisierungsphase will der Konzern die Wartung verschlanken. Dieses Verfahren soll im Herbst 2026 als Teil des 26H2-Updates allgemein verfügbar werden.
Einige Nutzer erhielten am 13. Juni 2026 Hinweise, auf eine neuere Windows-Version zu aktualisieren. Grund ist das nahende End-of-Life-Datum für Build 26100.xxxx (24H2), das für den 13. Oktober 2026 angesetzt ist.
