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Windows 11 Project K2: Microsoft plant 40% schnellere Apps

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 00:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft integriert neue CPU-Steuerung schrittweise in Windows 11. Version 26H2 soll im Herbst 2026 weitere Tempo-Verbesserungen bringen.

Windows 11: Project K2 soll Systemreaktionen deutlich beschleunigen
Symbolic image: glowing fiber optic cables Illustration mit AI erstellt.

Microsoft arbeitet intern an einem umfassenden Systemoptimierungsplan für Windows 11, der unter dem Namen Project K2 entwickelt wird. Ziel der Initiative ist es, die Redundanz innerhalb des Betriebssystems zu verringern und die allgemeine Reaktionsfähigkeit durch eine grundlegend überarbeitete Logik für die CPU-Frequenzsteuerung zu verbessern. Dabei sollen zudem überflüssige Systembestandteile gestrafft und nicht benötigte KI-Funktionen aus dem Kernsystem entfernt werden.

Neue Logik für die CPU-Steuerung

Ein zentraler Bestandteil von Project K2 ist die sogenannte Low-Latency-Konfiguration. Diese verändert die Art und Weise, wie das Betriebssystem Prozessorressourcen zuweist. Sobald ein Anwender eine Applikation startet oder mit der Benutzeroberfläche interagiert, wird die CPU-Frequenz unmittelbar auf ihren Spitzenwert angehoben. Dieser Leistungsschub wird für eine Dauer von 1 bis 3 Sekunden aufrechterhalten, um Verzögerungen zu minimieren.

Das technische Prinzip dieser Steuerung ähnelt den Leistungszuständen PL2 und PL4 von Intel-Prozessoren, bei denen kurzzeitig die maximale Turbo-Obergrenze der CPU abgerufen werden kann.

In internen Preview-Tests führte dieser Ansatz zu messbaren Erfolgen: Der Start von Standardanwendungen wie dem Webbrowser Edge oder dem E-Mail-Programm Outlook beschleunigte sich um 40 Prozent. Bei der Interaktion mit zentralen UI-Elementen wie dem Startmenü oder den Kontextmenüs sank die Reaktionszeit um bis zu 70 Prozent.

Schrittweise Integration in Windows 11

Während für Project K2 selbst noch kein offizieller Termin für die allgemeine Veröffentlichung vorliegt, hat Microsoft bereits damit begonnen, Teile der Performance-Optimierungen in den regulären Update-Zyklus zu integrieren. Ein breiter Rollout von Leistungsverbesserungen für die gesamte Nutzerschaft ist für den Herbst 2026 vorgesehen.

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Marcus Ash, Design and Research Lead für Windows, bestätigte in diesem Zusammenhang, dass Optimierungen an der Taskleiste und dem Startmenü bereits für viele Anwender verfügbar gemacht wurden.

In Mitteilungen an Windows Insider wies Ash darauf hin, dass die Reaktionsgeschwindigkeit des Systems in experimentellen Builds bereits spürbar zugenommen habe. Teilnehmer des entsprechenden Testprogramms meldeten eine fühlbar verbesserte Gesamtreaktionsfähigkeit.

Bereits veröffentlichte Updates der letzten Monate untermauern diese Strategie. Das im Mai 2026 erschienene Update KB5089573 führte ein CPU-Profil für niedrige Latenzen ein, das seit Juni 2026 über den monatlichen Patch Tuesday verteilt wird. Weitere Aktualisierungen wie KB5120998 vom 27. August beschleunigten die Home-Ansicht des Datei-Explorers, während KB5095093 vom 23. Juni das Einbinden von Datenträgerabbildern optimierte.

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Ausblick auf die Jahresversion 26H2

Das für den Herbst 2026 erwartete große Jahres-Upgrade auf die Version 26H2 soll das vollständige Paket dieser Optimierungen enthalten. Microsoft kündigte gegenüber Insidern an, dass diese Version spürbare Verbesserungen bei der Öffnung des Datei-Explorers und beim Laden der Suche über mehrere Datenträger hinweg bieten wird.

Zusätzlich zur Performance-Steigerung durch die Low-Latency-Konfiguration ist eine gestalterische Überarbeitung der App-Oberflächen auf Basis von WinUI geplant. Die Kontextmenüs sollen künftig weniger redundante Einträge enthalten, wobei Nutzer die Möglichkeit erhalten sollen, Einträge manuell zu entfernen.

Auch die Flexibilität bei der Positionierung der Taskleiste und der Größe des Startmenüs, die derzeit im Experimental Build 26300.8553 erprobt werden, soll mit der Version 26H2 eine breitere Verfügbarkeit erreichen.

Im Oktober plant Microsoft zudem eine Veranstaltung zu Windows- und Surface-Produkten. Als Gast dieser Veranstaltung wird NVIDIA-CEO Jensen Huang erwartet. In diesem Rahmen könnten weitere Details zur langfristigen Strategie bei der Systemoptimierung und der Integration neuer Hardware-Technologien bekannt gegeben werden.

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