Windows 11: Speicherfresser-Bug frisst bis zu 300 Gigabyte
02.07.2026 - 11:06:56 | boerse-global.de
Ein Softwarefehler in Windows 11 ließ eine Systemdatei unkontrolliert wachsen – bis zu 300 Gigabyte Speicher waren plötzlich belegt. Microsoft hat nun einen Patch veröffentlicht.
Das Problem betraf die Datei CapabilityAccessManager.db-wal. Normalerweise verwaltet sie die Berechtigungen für verschiedene Systemfunktionen, doch ein Bug ließ sie ohne Begrenzung anwachsen. Betroffen waren vor allem die Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2. In Einzelfällen fraß die Datei bis zu 99 Gigabyte, in extremen Fällen sogar zwischen 80 und 300 Gigabyte. Ein Nutzer berichtete von 70 Gigabyte unerwartetem Speicherverbrauch.
Update KB5095093 bringt Abhilfe
Microsoft hat die Lösung in das Update KB5095093 integriert. Es erschien bereits am 23. Juni 2026 als optionale Vorschauversion. Anfang der Woche aktualisierte der Konzern die Dokumentation und bestätigte offiziell die Verbesserungen. Wer das Update noch nicht installiert hat, kann es manuell herunterladen. Der reguläre Rollout für alle Nutzer folgt voraussichtlich am 14. Juli 2026 im Rahmen des monatlichen Patch-Dienstags.
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Für Nutzer des Windows-11-26H1-Zweigs ist der Fix im Update KB5095091 enthalten, das ebenfalls Ende Juni als Vorschau veröffentlicht wurde.
Bevor der offizielle Patch kam, halfen einige Anwender sich mit Notlösungen: Sie deaktivierten die Standortdienste des Systems oder starteten Windows im abgesicherten Modus, um die aufgeblähte Datei manuell zu löschen.
Weitere Neuerungen im Update
KB5095093 bringt nicht nur die Speicherkorrektur, sondern auch mehrere funktionale Verbesserungen:
- Datei-Explorer: Schnellere Startzeiten und verbesserte Reaktionsfähigkeit, besonders beim Einbinden von Datenträgerabbildungen. Microsoft hat zudem den Detailbereich neu organisiert und einen Fehler behoben, bei dem OneDrive-Verknüpfungen im Administratormodus nicht funktionierten.
- Emoji-Panel: Nach der Einstellung der Tenor-API wechselt Microsoft den GIF-Anbieter im Emoji-Panel zu GIPHY.
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- Systemtools: Ein neues Point-in-Time-Wiederherstellungstool ist an Bord. Zudem wurde ein Shutdown-Fehler im Zusammenhang mit dem Background Intelligent Transfer Service (BITS) behoben.
- Oberfläche und KI: Schnellere Systemsuchen, verbesserte Snap-Layouts, optimiertes Energiemanagement und diverse Sicherheitsupdates runden das Paket ab.
Einige Neuerungen – insbesondere die Verbesserungen am Datei-Explorer – rollt Microsoft schrittweise aus. Sie könnten daher nicht bei allen Nutzern sofort nach der Installation erscheinen.
