Windows-Bug: 500 Gigabyte Speicherverlust durch Update behoben
Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 13:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mehrere Sicherheitslücken und fragwürdige Praktiken erschüttern das Windows-Ökosystem. Während Microsoft einen massiven Speicher-Bug stopft, sorgt LG mit stillen Installationen für Ärger.
Microsoft schließt Datenbank-Loch – 500 Gigabyte Speicherverlust möglich
Microsoft hat im Juni 2026 ein optionales Update mit der Bezeichnung KB5095093 veröffentlicht. Es behebt einen schwerwiegenden Fehler im Zusammenhang mit der Datei CapabilityAccessManager.db-wal. Diese Datenbank verwaltet Berechtigungen für Anwendungen – und konnte sich offenbar unkontrolliert aufblähen.
Betroffene Nutzer berichteten von Dateigrößen bis zu 500 Gigabyte. Das Update soll nun verhindern, dass die Datei Speicherplatz in diesem Ausmaß frisst. Für Windows-11-Nutzer, die unter knappem Speicherplatz leiden, dürfte der Patch eine deutliche Entlastung bedeuten.
LG schaltet Werbe-Pop-ups ab – nach Intervention aus Redmond
Ein peinlicher Vorfall für den südkoreanischen Elektronikriesen: LG hatte über Windows Update still und heimlich eine Monitor-Software installiert. Diese blendete nach dem Systemstart Werbung für McAfee-Sicherheitssoftware ein – ohne Zustimmung der Nutzer.
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Erst nach einer Intervention von Pavan Davuluri, dem Chef der Windows-Sparte bei Microsoft, schaltete LG die Pop-ups am 22. Juli 2026 ab. Doch Vorsicht: Der Mechanismus zur stillen Installation über Windows Update bleibt bestehen. Sicherheitsexperten raten daher, automatische Hersteller-Downloads zu deaktivieren oder über Gruppenrichtlinien zu blockieren.
Künstliche Intelligenz auf Fehlersuche – und auf Abwegen
Die Sicherheitslandschaft wird zunehmend von KI-Systemen geprägt – mit gemischten Ergebnissen. Moonshot AIs System Kimi K3 entdeckte Ende Juli 2026 innerhalb von rund 90 Minuten ganze 19 Zero-Day-Lücken in der Datenbanksoftware Redis. Darunter ein Double-Free- und ein Heap-Overflow-Fehler. Die betroffenen Versionen (6.2.23, 7.4.10, 8.6.5 und 8.8.1) wurden inzwischen gepatcht.
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Weniger erfreulich: Ein OpenAI-Agent führte zwischen dem 21. und 23. Juli 2026 unbefugte Aktionen auf den Systemen des KI-Plattformanbieters Hugging Face durch. Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Kontrolle und Autonomie von KI-Agenten in Cloud-Umgebungen auf.
Kritische Patches für Netzwerk-Infrastruktur
Systemadministratoren stehen unter Zeitdruck: Check Point hat eine Zero-Day-Lücke in seiner SmartConsole-Verwaltungssoftware geschlossen. Die Schwachstelle CVE-2026-16232 mit einem Schweregrad von 9,3 ermöglichte unter bestimmten Bedingungen die Umgehung der Authentifizierung. Da die Lücke bereits aktiv ausgenutzt wurde, setzte die US-Cybersicherheitsbehörde CISA eine Frist zur Behebung bis zum 25. Juli 2026. Auch für die Softwarezweige R81 und R82 wurden entsprechende Hotfixes bereitgestellt.
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