Windows-Chef, Werbe-Pop-ups

Windows-Chef interveniert: LG stoppt Werbe-Pop-ups in Monitor-Treibern

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 21:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nach Nutzerprotesten entfernt Microsoft Werbe-Pop-ups aus LG-Monitor-Treibern. Windows-Updates lassen sich nun länger pausieren.

LG stoppt Werbung in Treibern: Microsoft-Chef greift ein
Moderner Computerarbeitsplatz mit High-End-Monitor, der digitale Systemeinstellungen und Datenströme anzeigt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Streit um unerwünschte Werbung in Monitor-Treibern eskaliert. Microsofts Windows-Chef persönlich schaltet sich ein.

Werbung per Treiber-Update: LG lenkt ein

Es begann mit einem öffentlichen Post auf Social Media am 18. Juli. Nutzer beschwerten sich, dass der LG Monitor App Installer automatisch über Windows Update installiert wurde – sobald ein kompatibler Monitor am PC angeschlossen war. Das Problem: Die Software zeigte hartnäckig McAfee-Werbung an. In einem Testlauf erschien die Werbung bei 31 von 32 Systemstarts.

Betroffen waren hochwertige LG-Displays wie die Modelle 34GX900A-B, 32GS95UE-B und 27GN850-B. Microsofts Windows-Chef Pavan Davuluri intervenierte persönlich. LG verteidigte zunächst die Verteilungsmethode als Teil des normalen Treiberprozesses – lenkte dann aber ein. Am 22. Juli deaktivierte der Hersteller die Werbe-Pop-ups, Microsoft entfernte die Werbekomponenten am 23. Juli. Einen Tag später verschwanden alle Hinweise auf die Drittanbieter-Software aus dem Store-Eintrag.

Bleibt der Haken: Die App wird weiterhin ohne Zustimmung des Nutzers ĂĽber Windows Update installiert.

Mehr Kontrolle: Updates bis zu 35 Tage pausieren

Microsoft reagiert auf jahrelange Nutzer-Frustration: Ab sofort lassen sich Windows-Updates bis zu 35 Tage pausieren – eine deutliche Verlängerung der bisherigen Ein-Wochen-Frist. Klingt gut, birgt aber Risiken. Sicherheitsexperten warnen: Wer kritische Patches zu lange aufschiebt, öffnet Angreifern Tür und Tor.

Für Unternehmen bringt das Juli-Update KB5101650 eine neue Registry-Option: Die Richtlinie AutoAcceptSsoPermission erlaubt Administratoren, Single-Sign-On-Berechtigungen für Entra-ID-Konten automatisch zu bestätigen. Das spart Zeit bei der Authentifizierung auf firmeneigenen Geräten.

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500 GB Speicherfresser: Microsoft behebt Datenbank-Bug

Ein peinlicher Fehler belastete Windows-11-Systeme: Die Datenbank CapabilityAccessManager fraß auf manchen Rechnern bis zu 500 Gigabyte Speicherplatz. Microsoft hat einen optionalen Fix veröffentlicht, der flächendeckende Rollout folgt im Juli-Patchday.

Auch die Einstellung „Neueste Updates sofort erhalten“ sorgte für Ärger. Sie installierte herstellerspezifische Patches – etwa das Dell-Notfall-Update KB5121767 – auf Computern völlig anderer Hersteller. Zudem verschwanden nach dem Juli-Update bei einigen Nutzern die Symbole in der Taskleiste. Abhilfe schaffen nur manuelle Neustarts oder Systemdatei-Reparaturen.

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Ausblick: Schnellere Updates in Sicht

Microsoft testet derzeit die Release Preview Builds 26100.8968 (24H2) und 26200.8968 (25H2). Sie versprechen präzisere Fortschrittsanzeigen während der Installation und kürzere Wiederherstellungszeiten nach dem Neustart. Schluss mit den berüchtigten eingefrorenen Fortschrittsbalken und stundenlangen Hintergrund-Indizierungen – zumindest in der Theorie.

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