Windows-Speicher: Versteckte KI-Komponenten fressen 2,5 GB
01.07.2026 - 13:26:08 | boerse-global.de
Der Speicherplatz auf Windows-11-Rechnern schwindet – und Microsoft hat nun eingeräumt, dass eine standardmäßig aktivierte Funktion dafür verantwortlich ist. Betroffen sind vor allem Nutzer der Version 23H2.
Automatische Sicherungen als Speicherfresser
Im Zentrum des Problems steht die neue Point-in-Time-Wiederherstellung. Diese Funktion erstellt automatisch alle 24 Stunden System-Snapshots und ist ab einer Festplattengröße von 200 Gigabyte standardmäßig aktiviert. Das klingt nach einem praktischen Sicherheitsnetz – doch der Preis ist hoch: Bis zu 50 Gigabyte können die Wiederherstellungspunkte belegen.
Was steckt dahinter? Die Snapshots dienen als Rettungsanker. Wird ein Wiederherstellungspunkt genutzt, setzt Windows das System exakt auf den Stand des jeweiligen Snapshots zurück. Ein mächtiges Werkzeug – das aber auf Kosten des verfügbaren Speichers geht.
Versteckte KI-Komponenten entdeckt
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Doch die Wiederherstellungsfunktion ist nicht der einzige Speicherfresser. Forscher haben am 1. Juli enthüllt, dass Microsoft die Deinstallationsoption für bestimmte KI-Komponenten in Windows 11 versteckt hat. Wer diese Elemente entfernt, kann mit einem Klick mehr als 2,5 Gigabyte freischaufeln.
Parallel dazu testet Microsoft in Preview-Builds effizientere Updates. Ein aktuelles Update für Version 26H2 bringt es auf gerade einmal 174 Kilobyte – ein Bruchteil früherer Versionen. Auch Verbesserungen bei Netzwerktests in der Taskleiste, schnelleren Aufwachzeiten aus dem Ruhemodus und schnelleren Scans in den Speichereinstellungen sind in der Entwicklung.
WinDirStat hilft beim Aufräumen
Für alle, die den Überblick über ihre Festplatte verloren haben, gibt es Hilfe von Drittanbietern: WinDirStat 2.7.0 wurde am 1. Juli veröffentlicht. Das Tool visualisiert die Speicherbelegung als Baumkarte und erkennt doppelte Dateien – ideal, um Speicherfresser aufzuspüren und Platz zurückzugewinnen.
Microsoft hat zudem kleinere Fehler behoben, darunter ein Problem mit der GIF-Funktion im Emoji-Panel von Windows 11.
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Endspurt für Version 24H2
Während Microsoft die aktuellen Speicherprobleme angeht, mahnt der Konzern auch zur Eile: Der Support für Windows 11 Version 24H2 endet am 13. Oktober 2026 für Home- und Pro-Editionen. Danach gibt es keine Sicherheitsupdates mehr – ein Upgrade über Windows Update wird dann Pflicht.
Bereits am 30. Juni veröffentlichte Microsoft drei optionale Updates (KB5095186, KB5095615 und KB5102558), die die Windows-Wiederherstellungsumgebung verbessern sollen. Ein Systemneustart ist für die Installation nicht erforderlich.
