WirbelsÀulenchirurgie: Minimalinvasiver Eingriff hilft 76-jÀhriger Patientin
Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 02:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein kombinierter minimalinvasiver Eingriff am Zentrumskrankenhaus Ezhou zeigt, welche Möglichkeiten die moderne WirbelsÀulenchirurgie inzwischen auch bei hochbetagten Patientinnen und Patienten bietet.
Die Abteilung fĂŒr OrthopĂ€die III, die dort auf WirbelsĂ€ulenchirurgie spezialisiert ist, behandelte eine 76-jĂ€hrige Patientin mit einer Kombination aus schrĂ€ger lateraler lumbaler interkorporeller Fusion (OLIF) und posteriorer Zement-Augmentations-Schraubenfixierung.
Diagnose und Beschwerden
Bei der Patientin, im Bericht als Zhang bezeichnet, waren eine L4-Spondylolisthese sowie eine Lumbalkanalstenose auf Höhe L4/5 diagnostiziert worden. Seit ĂŒber einem Jahr litt sie unter belastungsabhĂ€ngigen radikulĂ€ren Schmerzen in beiden hinteren Oberschenkeln, die ihre GehfĂ€higkeit stark einschrĂ€nkten.
Solche Beschwerdebilder gehören zu den hĂ€ufigsten GrĂŒnden, warum Ă€ltere Menschen orthopĂ€dische WirbelsĂ€ulenzentren aufsuchen, da die Kombination aus Wirbelgleiten und Kanalstenose die Nervenwurzeln zunehmend komprimiert.
Der kombinierte Eingriff
Das Behandlungsteam entschied sich fĂŒr ein zweistufiges, mikroinvasives Verfahren: Ăber den schrĂ€gen lateralen Zugang zur lumbalen interkorporellen Fusion wurde die betroffene Bandscheibenhöhe stabilisiert, ergĂ€nzt durch eine posteriore Schraubenfixierung mit Zement-Augmentation. Letztere kommt insbesondere bei Patienten mit verminderter Knochendichte zum Einsatz, da der Zement den Halt der Schrauben im osteoporotischen Knochen verbessert.
Nach Angaben des Krankenhauses waren die radikulÀren Schmerzen der Patientin nach dem Eingriff nahezu verschwunden, ihre MobilitÀt habe sich deutlich verbessert.
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Vorteile fĂŒr Ă€ltere und osteoporotische Patienten
Das Zentrumskrankenhaus Ezhou verweist auf mehrere Vorteile des kombinierten Verfahrens gegenĂŒber offenen Operationen: ein kleinerer Hautschnitt, geringerer Blutverlust, eine schonendere Behandlung des umliegenden Gewebes sowie eine stabile Fixierung trotz reduzierter KnochenqualitĂ€t. Damit eigne sich der Ansatz insbesondere fĂŒr Ă€ltere Patientinnen und Patienten mit Osteoporose, bei denen Spondylolisthese und Spinalkanalstenose gemeinsam auftreten â eine Konstellation, die bei klassischen offenen Verfahren mit höheren Risiken fĂŒr Wundheilung, Blutverlust und lange Rehabilitationszeiten verbunden ist.
Bedeutung fĂŒr die Behandlung Ă€lterer Patienten
Der Fall aus Ezhou steht exemplarisch fĂŒr einen Trend in der WirbelsĂ€ulenchirurgie: Mit zunehmender Lebenserwartung wĂ€chst die Zahl Ă€lterer Patienten, bei denen degenerative WirbelsĂ€ulenerkrankungen und Osteoporose gleichzeitig auftreten.
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Minimalinvasive Zugangswege wie OLIF, kombiniert mit Techniken zur VerstĂ€rkung der Schraubenverankerung im geschwĂ€chten Knochen, ermöglichen es Chirurgen zunehmend, auch bei dieser Patientengruppe operative Lösungen anzubieten, die frĂŒher aufgrund des höheren Risikos offener Eingriffe zurĂŒckhaltender empfohlen wurden.
Der Fokus liegt dabei auf kĂŒrzeren Operationszeiten, geringerem Gewebetrauma und einer rascheren RĂŒckkehr zur MobilitĂ€t â Faktoren, die gerade fĂŒr Ă€ltere Patienten entscheidend fĂŒr den Erhalt von SelbststĂ€ndigkeit und LebensqualitĂ€t sind.
