WordPress, Mary

WordPress 7.1: Mary Lou bringt natives Responsive Styling

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 00:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

WordPress 7.1 bringt responsive Gestaltung und neue Editierfunktionen. Parallel wachsen KI-Builder, Plugins und Investitionen im Webdesign.

WordPress 7.1: Mobile Optimierung trifft auf KI-Schub
Ein moderner, minimalistischer Arbeitsplatz mit Laptop und Tablet in natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Mit der Veröffentlichung von WordPress 7.1 unter dem Codenamen „Mary Lou“ am 19. August 2026 wurde die nächste Entwicklungsstufe des weltweit meistgenutzten Content-Management-Systems eingeleitet.

Die neue Version legt einen deutlichen Schwerpunkt auf die Optimierung der mobilen Darstellung sowie auf erweiterte Bearbeitungswerkzeuge direkt im Kern der Software. Zeitgleich treibt die Branche die Integration künstlicher Intelligenz in den Bereichen Webdesign und Produktivität massiv voran.

Erweiterte Funktionen im WordPress-Kern und Ökosystem

Die neue Version 7.1 führt unter anderem ein natives responsive Styling ein, das die Anpassung von Webseiten an verschiedene Endgeräte vereinfacht. Ergänzt wird dies durch einen überarbeiteten Media Editor sowie die Implementierung einer Notizfunktion innerhalb der Plattform.

Flankierend zur Kernsoftware wurde Ende August eine offizielle WordPress-Browsererweiterung für die Browser Chrome und Safari bereitgestellt, welche die Verwaltung von Webseiten direkt aus dem Browser heraus unterstützen soll.

Auch im Bereich der Plugins zeigen sich signifikante Entwicklungen. Das Plugin WPVibe überschritt die Marke von 10.000 Installationen und bietet nun Integrationen für Frameworks wie Kadence, Bricks und Breakdance sowie Funktionen für das Lesen von PDF-Dateien.

Das Formular-Plugin WPForms erweiterte sein Portfolio um ein Ranking-Feld und ein Add-on für Mercado Pago. Zudem wurde mit QuickSnip ein neuer Screen-Recorder eingeführt, der neben einer kostenlosen Version kostenpflichtige Optionen ab 5 US-Dollar pro Monat anbietet.

KI-gestützte Werkzeuge transformieren das Webdesign

Parallel zur Kernentwicklung von WordPress zeichnet sich ein Trend zu chatgesteuerten Design-Prozessen ab. WordPress.com führte einen kostenlosen KI-gestützten Website-Builder ein, der über eine Chat-Schnittstelle bedient wird.

Das Angebot umfasst 30 kostenlose Interaktionen; für die weitere Nutzung ist ein Hosting-Abo erforderlich, das im Premium-Bereich bei 96 US-Dollar und im Business-Segment bei 300 US-Dollar pro Jahr liegt. Für E-Commerce-Anwendungen ist dieses Tool laut Anbieterangaben derzeit noch nicht geeignet.

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Auch spezialisierte Builder-Lösungen rüsten auf. Beaver Builder AI präsentierte in der Version 12+ sogenannte Design Systems, die eine konsistente Gestaltung durch Tokens sowie CSS- und JS-Vorgaben ermöglichen. Der PressGo AI-Builder ermöglicht chatgesteuerte Erstellungen für Elementor mit 19 Sektionstypen und 56 Layout-Varianten.

Die Preisstruktur reicht hier von 10 kostenlosen Builds pro Monat bis hin zu einem Ultra-Tarif für 149 US-Dollar monatlich. Ergänzend dazu konvertiert das Plugin „AI to Elementor“ in der Version 1.3.30 HTML-Code in Elementor-Vorlagen und verzeichnet bereits über 700 Installationen.

Strategische Investitionen und virtuelle Assistenten

Die wirtschaftliche Bedeutung von KI-Infrastrukturen im Web-Bereich wird durch aktuelle Finanzierungsrunden unterstrichen. Das Unternehmen Runable sicherte sich in einer Series-A-Finanzierung 21 Millionen US-Dollar bei einer Post-Money-Bewertung von 65 Millionen US-Dollar. Laut Unternehmensangaben verbrauchten die 1,7 Millionen registrierten Nutzer innerhalb von 90 Tagen rund eine Billion Tokens.

Im Bereich der betrieblichen Effizienz setzt Optimizely auf das Konzept der „Virtual Teammates“. Diese KI-basierten Rollen innerhalb der Plattform Opal, wie etwa ein SEO-Analyst oder ein „Chief of Staff“, sollen proaktiv Aufgaben übernehmen und verfügen über eigene Identitäten sowie Audit-Trails.

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Hintergrund dieser Entwicklung ist eine Studie unter 2.000 B2B-Vermarktern, von denen 81 Prozent wöchentlich zwischen mindestens zwei verschiedenen KI-Tools wechseln.

Zusätzlich zu diesen Automatisierungstrends gewinnen spezialisierte Lösungen an Bedeutung. Dazu zählen das Analyse-Plugin Apstal, das auf eine datenschutzkonforme Auswertung ohne Cookies setzt, sowie etablierte Erweiterungen wie WPCode, das bei über drei Millionen Installationen als führendes Plugin für Code-Snippets gilt.

In der Barrierefreiheit wird zudem vermehrt auf Tools wie den Accessibility Checker verwiesen, um gesetzliche Anforderungen an die Web-Zugänglichkeit zu erfüllen.

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