X-CAN, WĂŒrzburger

X-CAN: WĂŒrzburger Smartphone-Spiel soll riskanten Cannabiskonsum verhindern

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 16:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das WĂŒrzburger Klinikum hat ein digitales PrĂ€ventionsspiel prĂ€sentiert und untersucht dessen Wirkung bei Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren.

UKW stellt X-CAN vor: Smartphone-Spiel gegen riskanten Cannabiskonsum
Ein minimalistisch eingerichtetes BĂŒro in einem UniversitĂ€tsklinikum mit einem leeren Schreibtisch und einer Patientenakte. Illustration mit AI erstellt.

Das UniversitĂ€tsklinikum WĂŒrzburg (UKW) hat im Rahmen des Bayerischen PrĂ€ventionstags in WĂŒrzburg ein neues digitales PrĂ€ventionsprogramm gegen riskanten Cannabiskonsum bei Jugendlichen vorgestellt. Im Mittelpunkt der Initiative steht das Smartphone-Spiel X-CAN. An der PrĂ€sentation der Anwendung war auch Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach beteiligt, wie das Klinikum in einem Bericht vom 12. Oktober 2026 bekannt gab.

Interaktive Wissensvermittlung und zwei SpielansÀtze

Bei X-CAN handelt es sich um ein sogenanntes Serious Game. Die mobile Anwendung verfolgt das Ziel, Heranwachsenden fundiertes Wissen ĂŒber die Risiken des Cannabiskonsums zu vermitteln. Gleichzeitig sollen spielerisch konkrete Vermeidungsstrategien trainiert werden, um riskanten Verhaltensweisen frĂŒhzeitig entgegenzuwirken.

Das Programm ist in zwei zielgruppenspezifische Spielversionen unterteilt. Eine Variante richtet sich gezielt an Jugendliche mit psychischen Symptomen wie ADHS oder emotionaler InstabilitÀt, die bisher noch kein Cannabis konsumiert haben.

Der Fokus liegt bei dieser Gruppe darauf, den Einstieg in den Konsum wirksam zu verhindern. Die zweite AusfĂŒhrung des Spiels spricht Jugendliche an, die bereits Cannabis konsumieren. Hier besteht das primĂ€re Ziel darin, den Konsum gezielt zu reduzieren.

Begleitstudie sucht jugendliche Teilnehmende

Um die Effekte der mobilen Anwendung wissenschaftlich zu ĂŒberprĂŒfen, fĂŒhrt das Klinikum eine Begleitstudie durch. Diese Untersuchung wird vollstĂ€ndig online abgewickelt. Gesucht werden dafĂŒr Jugendliche im Alter zwischen 13 und 17 Jahren.

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Die teilnehmenden Jugendlichen absolvieren im Verlauf der Untersuchung drei bis vier Befragungstermine. Die entsprechenden Nachbefragungen erstrecken sich ĂŒber einen Zeitraum von bis zu zwölf Monaten, um die Entwicklung ĂŒber lĂ€ngere Zeit zu erfassen.

FĂŒr die Mitwirkung an der wissenschaftlichen Erhebung ist eine AufwandsentschĂ€digung von rund 40 Euro vorgesehen. Anfragen und Anmeldungen zur Studie können direkt per E-Mail an x-can@ukw.de gerichtet werden.

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Kooperation und staatliche Förderung

Gefördert wird das Projekt X-CAN durch das Bayerische Staatsministerium fĂŒr Gesundheit, Pflege und PrĂ€vention. Hinter der Umsetzung steht ein Verbund wissenschaftlicher Partner: Zu den Kooperationspartnern zĂ€hlen das LGL sowie der Lehrstuhl fĂŒr Klinische Epidemiologie und Biometrie (IKE-B) der JMU. Als TrĂ€ger des DZPP fungieren das UniversitĂ€tsklinikum WĂŒrzburg und die JMU gemeinsam.

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