Xbox, Cloud-Gaming

Xbox Cloud-Gaming: Microsoft startet Werbefinanzierung ohne Abo

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 22:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft startet Pilotprojekt fĂĽr Cloud-Gaming mit Werbung vor Spielsitzungen, das keine Game-Pass-Mitgliedschaft erfordert.

Microsoft testet werbefinanziertes Cloud-Gaming ohne Abo
Moderner Gaming-Controller auf einem Schreibtisch neben einem Monitor mit Videospiel, symbolisiert Cloud-Gaming-Zugänglichkeit. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft startet einen Pilotversuch für werbefinanziertes Cloud-Gaming – ohne Abo-Gebühr.

Der Test begann am heutigen Donnerstag für Xbox-Insider. Spieler können ausgewählte Titel streamen, indem sie vor der Sitzung Werbung anschauen. Eine Game-Pass-Mitgliedschaft ist dafür nicht nötig.

Zwei Minuten Werbung, eine Stunde SpielspaĂź

Das neue Modell sieht vor: Vor jeder Spielsitzung läuft etwa zwei Minuten Werbung. Danach haben Nutzer eine Stunde lang ununterbrochen Zugriff auf das Spiel. Microsoft betont, dass die Werbung ausschließlich vor der Sitzung erscheint – während des Spielens bleibt der Bildschirm werbefrei.

Wer länger als eine Stunde spielen möchte, kann die Sitzung verlängern. Dafür müssen weitere Werbeblöcke angesehen werden. Die Testphase umfasst sowohl Free-to-play-Titel wie „Call of Duty: Warzone" und „Genshin Impact" als auch Spiele aus der persönlichen Bibliothek der Nutzer – darunter „Forza Horizon 6" und „007 First Light".

Günstiger Einstieg in die nächste Konsolengeneration

Ein zentrales Ziel des werbefinanzierten Angebots: die HĂĽrden fĂĽr moderne Spiele senken. Branchenbeobachter sehen darin eine Antwort auf die gestiegenen Kosten fĂĽr Hardware und Abos.

Besonders interessant: Xbox-One-Besitzer können über den Cloud-Dienst aktuelle Xbox-Series-X|S-Titel spielen – ohne teure Neuanschaffung. Die Strategie zielt darauf ab, die Ökosysteme von Konsole und PC weiter zu verschmelzen und gleichzeitig ältere Geräte nicht abzuhängen.

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Cloud-Gaming boomt – Preise steigen dennoch

Der Test kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Microsofts Gaming-Sparte kräftig wächst. Die Cloud-Gaming-Stunden bei Xbox Game Pass legten im Jahresvergleich um 45 Prozent zu. Dabei stieg das Streaming auf Konsolen ebenfalls um 45 Prozent, auf anderen Geräten um 24 Prozent.

Gleichzeitig expandiert Microsoft geografisch: Der Dienst startete kürzlich in Indien, weitere Märkte wie Argentinien und Brasilien sollen folgen. Doch nicht alles wird günstiger: Der Preis für Game Pass Ultimate steigt ab Oktober auf umgerechnet rund 27 Euro pro Monat.

Alte Spiele, neue Technik – und eine Partnerschaft mit Meta

Parallel zum Cloud-Test erweitert Microsoft die Abwärtskompatibilität auf den PC. Seit Ende Juli sind vier Original-Xbox-Titel auf Windows-PCs und Handhelds wie dem ROG Ally spielbar: „BLiNX", „Conker: Live and Reloaded", „Crimson Skies" und „Fuzion Frenzy".

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Die Spiele laufen mit grafischen Verbesserungen – vierfache Auflösung, VSync und anisotrope Filterung. Allerdings bleiben sie auf 30 Bilder pro Sekunde und das 4:3-Format beschränkt. Microsoft bezeichnet dies als Auftakt für eine breitere Initiative, um alte Software auf moderner Hardware zugänglich zu halten.

Zudem kooperiert Microsoft mit Meta: Abonnenten von Meta Horizon+ erhalten eine Game Pass Starter Edition mit über 50 Spielen und zehn Stunden Cloud-Gaming. Meta-Quest-Nutzer können zudem Xbox-Controller emulieren – ein weiterer Schritt in Richtung plattformübergreifendes Spielen.

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