Xbox-PC-App: Microsofts ASD verkürzt Ladezeiten um 95 Prozent
13.06.2026 - 04:23:49 | boerse-global.de
Fortschrittliche Cloud-Technologie verkürzt Ladezeiten drastisch – AMD liefert passende Treiber.
Microsoft hat seine Advanced Shader Delivery (ASD)-Technologie für alle Nutzer der Xbox-PC-App freigegeben. Die Funktion, die zuvor nur Xbox-Insidern zur Verfügung stand, verspricht eine radikale Verbesserung der Ladezeiten. AMD zog am 12. Juni 2026 nach und veröffentlichte die Adrenalin 26.6.1 WHQL-Treiber, die den nötigen Support für RDNA-Grafikkarten bieten.
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Ladezeiten um bis zu 95 Prozent reduziert
Das Prinzip hinter ASD ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Statt Shader lokal auf dem Rechner zu kompilieren – was oft zu Rucklern und langen Wartezeiten führt – liefert die Cloud die bereits vorkompilierten Daten direkt beim Spiele-Download mit. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
In einem Test mit Forza Horizon 6, dem ersten offiziell unterstützten Titel, sank die Ladezeit auf einem System mit AMD Radeon RX 7600 und Ryzen 7 5800 von rund 90 Sekunden auf gerade einmal vier Sekunden. Branchenberichten zufolge sind Verbesserungen von bis zu 95 Prozent möglich. Wer kennt das nicht? Das gefühlte Warten vor dem Startbildschirm könnte bald der Vergangenheit angehören.
Volle Unterstützung für die gesamte RDNA-Familie
AMD hat den ASD-Support auf die komplette RDNA-Palette ausgeweitet. Das umfasst:
- Radeon RX 5000-Serie (RDNA 1)
- RX 6000-Serie (RDNA 2)
- RX 7000-Serie (RDNA 3 und 3.5)
- RX 9000-Serie (RDNA 4)
Bisherige Treiberversionen wie 26.5.2 boten lediglich vorläufige Unterstützung für neuere Architekturen. Mit dem aktuellen Update wird die Kompatibilität für die gesamte RDNA-Familie offiziell.
Voraussetzungen und Einschränkungen
Um die neue Funktion nutzen zu können, müssen Spieler einige Hürden nehmen:
- Windows 11 in Version 24H2 oder neuer
- Xbox Gaming Services in Version 37.113.11003.0
- AMD Adrenalin 26.6.1 WHQL-Treiber
Aktuell bleibt ASD exklusiv der Xbox-PC-App vorbehalten. Zwar gibt es Hinweise, dass andere digitale Plattformen später folgen könnten, doch derzeit ist die Technologie fest an Microsofts Ökosystem gebunden. Auch NVIDIA-Besitzer gehen vorerst leer aus – Branchenbeobachter rechnen jedoch mit einer Einführung für NVIDIA-Hardware im Laufe des Jahres 2026.
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AMD und Microsoft treiben das Ökosystem voran
Die Veröffentlichung von ASD ist nur ein Puzzleteil in einer Reihe von Neuerungen. Bereits am 11. Juni 2026 kündigte AMD FSR 4.1 an. Die auf maschinellem Lernen basierende Hochskalierungstechnologie soll im Juli 2026 für Radeon RX 7000-GPUs erscheinen, gefolgt von der RX 6000-Serie Anfang 2027. Besonders interessant: Für die RX 7000-Reihe sind keine speziellen Entwickler-Patches nötig.
Ebenfalls am 11. Juni aktualisierte AMD seine Radeon Developer Tool Suite (RDTS). Version 2.7 des Radeon GPU Profiler erlaubt Entwicklern nun, HLSL-Shader-Quellcode direkt neben ISA-Daten anzuzeigen – ein mächtiges Werkzeug für die Analyse von Thread-Divergenzen und die Optimierung neuer Hardware wie der Ryzen AI 400-Serie.
Microsoft wiederum treibt die Konsolisierung von Windows voran. Seit April 2026 bietet der Konzern den sogenannten Xbox Mode an. Die kostenlose Oberfläche innerhalb der Xbox-PC-App bündelt verschiedene Plattformen – darunter Steam, GOG und den Epic Games Store – in einer controllerfreundlichen Benutzeroberfläche, die das Konsolenerlebnis auf den Desktop bringen soll.
