Xbox, Series

Xbox Series X ab August: Preissprung auf 740 Euro

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 23:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Gaming-Sparte von Microsoft verzeichnet einen deutlichen Umsatzrückgang, während die Kosten für Hardware steigen. Preiserhöhungen und Stellenabbau sind die Folge.

Microsofts Xbox-Sparte: Umsatzeinbruch und drastische Preiserhöhungen
Xbox-Konsole auf einem Schreibtisch, im Hintergrund unscharfe Finanzdiagramme. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Technologieriese Microsoft verzeichnet einen herben Rückschlag in seiner Gaming-Sparte. Während der Konzern insgesamt mit einem Umsatz von 90 Milliarden Euro glänzt, bricht das Xbox-Geschäft massiv ein – mit Folgen für Preise und Belegschaft.

Gaming-Umsatz bricht um sieben Prozent ein

Die Xbox-Division musste im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 einen Umsatzrückgang von sieben Prozent auf umgerechnet rund 20 Milliarden Euro verkraften. Besonders bitter: Allein im vierten Quartal (April bis Juni) sanken die Gaming-Erlöse um zehn Prozent. Die Hardware-Verkäufe brachen im Jahresvergleich um 13 Prozent ein – über das gesamte Geschäftsjahr summiert sich der Rückgang sogar auf 29 Prozent.

Die Konsolenverkäufe sind damit auf dem niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt. Auch die Umsätze mit Inhalten und Diensten gingen um zehn Prozent zurück.

Xbox-Chefin räumt „ungesunden“ Zustand ein

Xbox-CEO Asha Sharma zeigt sich offen: „Das Geschäft ist derzeit nicht gesund.“ Trotz eines Zuwachses von über 200 Millionen neuen Spielern im Ökosystem ließen sich diese Nutzer nicht in steigende Einnahmen umwandeln. Microsoft-Chef Satya Nadella hat daher eine klare Vorgabe gemacht: Bis Ende des Geschäftsjahres 2027 muss die Sparte wieder wachsen.

Preisexplosion bei Xbox-Konsolen

Die finanziellen Probleme haben handfeste Konsequenzen für die Kunden. Grund sind explodierende Kosten für Speicherchips, die durch die hohe Nachfrage nach KI-Technologie weiter steigen. Aktuell verliert Microsoft schätzungsweise 140 Euro pro verkaufter Xbox Series X oder Series S.

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Die Reaktion: drastische Preiserhöhungen. Ab Anfang August 2026 soll die Xbox Series X rund 740 Euro kosten – der ursprüngliche Startpreis lag bei 460 Euro. Die Xbox Series S steigt auf etwa 460 Euro. Damit reiht sich Microsoft in eine Serie von Preisanhebungen in der gesamten Gaming-Branche ein.

Tausende Stellen gestrichen

Der Sparkurs zeigt sich auch in der Belegschaft. Nachdem bereits im Juli 1.600 Mitarbeiter entlassen wurden, sollen im kommenden Jahr weitere 1.600 Stellen wegfallen. Zudem verkleinert Microsoft sein First-Party-Studio-Portfolio: Die Studios Compulsion Games und Double Fine wurden in die Unabhängigkeit entlassen, für Ninja Theory und Undead Labs laufen Verhandlungen über neue Eigentümer.

Game Pass als Hoffnungsträger

Ein Lichtblick bleibt der Abo-Dienst Game Pass, der die Hardware-Verluste teilweise abfedern konnte. Allerdings wurden auch hier die Konditionen verschärft: Seit Frühjahr 2026 erscheint „Call of Duty“ nicht mehr am ersten Tag im Game Pass, und der Preis für Game Pass Ultimate wurde auf rund 21 Euro angehoben.

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Ausblick: Fable als Rettungsanker?

Für das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres erwartet Microsoft-Finanzchefin Amy Hood einen weiteren Rückgang der Umsätze mit Inhalten und Diensten im mittleren einstelligen Prozentbereich. Auch die Hardware-Erlöse dürften weiter sinken.

Hoffnung setzt das Unternehmen auf den lang erwarteten Titel „Fable“, der am 23. Februar 2027 erscheinen soll – und dann direkt am ersten Tag im Game Pass verfügbar sein wird. Ob das reicht, um die Trendwende zu schaffen, bleibt abzuwarten.

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